Das Humboldt Forum in Berlin präsentiert in der zweiten Ausgabe des Festivals Transkontinentale vom 4. bis 7. Dezember 2025 internationale Gastspiele aus Tanz, Theater und Performance mit Künstler*innen aus Afrika, Asien, Australien und Südamerika. Während der Schwerpunkt des Festivals 2024 dem Gedenken an 140 Jahre Berliner Afrika-Konferenz gewidmet war, widmet sich das diesjährige Programm auf künstlerische Weise verschiedenen Facetten von Familie: dem Aufwachsen in Konfliktzonen, einem generationsübergreifenden Familienfest, dem Austausch mit Vorfahren, der Suche nach dem Vater, Erfahrungen von verlorener Mutterschaft sowie künstlerischen und queeren Wahlfamilien.
Abb. oben: © Sarah Imsand / Studios Kabako
Afrika, Asien, Australien und Südamerika: Die Transkontinentale zeigt Gastspiele aus vier Kontinenten zum Thema Familie. Im Programm des viertägigen Festivals stehen 2025 insgesamt neun Produktionen aus vier Kontinenten. Alle Aufführungen werden durch Begegnungen und Gespräche mit den beteiligten Künstler*innen ergänzt.
Die zweite Ausgabe der Transkontinentale wartet mit mehreren Europapremieren, deutschen Erstaufführungen und Berlin-Premieren auf. Zu sehen sind Gastspiele des Choreografen und Tänzers Faustin Linyekula, der Choreografin und Performerin Stéphanie Mwamba (beide Demokratische Republik Kongo), der Performerinnen Tetembua Dandara und Cris Moreira(beide Brasilien), der Choreografen Choy Ka Fai (Singapur/Berlin) und Joel Bray (Australien), des Künstlers und Architekten Nitish Jain (Indien/Tschechien), des Dichters und multidisziplinären Künstlers Logan February (Nigeria) sowie der Autorin und Regisseurin Koleka Putuma (Südafrika).
Alle Produktionen wurden in Bezug auf die Sammlungen des Humboldt Forums ausgewählt. Darüber hinaus finden drei der Gastspiele direkt in den Ausstellungsbereichen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst statt.
Eine Vielzahl künstlerischer Formate wird präsentiert: zeitgenössischer Tanz, sinnliche Begegnungen mit dem Publikum, eine interaktive Lecture Perfomance oder eine Theaterreise für Babys und ihre Eltern.
Faustin Linyekula: „My body, my archive“
Der kongolesische Choreograph und Tänzer macht sich auf die Suche nach den Frauen in seiner Familie.
Tetembua Dandara: „En tenho uma história que se parece com a minha“
Die Brasilianerin lädt die Zuschauer*innen ein, mit ihr, ihrer Mutter, ihrer Schwester, ihrer Nichte und ihrer Großmutter ein Fest zu feiern – mit Moqueca und Cachaça, Musik und Geschichten.
Cris Moreira: „Quadra 16“
Aus Brasilien kommt auch Cris Moreira mit ihrer Lecture Performance über Familien, die es nie geben wird nach Fehlgeburt oder Abtreibung.

Choy Ka Fai: „SoftMachine: The Return“
Choy Ka Fai aus Singapur fragt in „SoftMachine: The Return“ zwei Tänzer aus seiner künstlerischen Wahlfamilie, mit denen er vor über zehn Jahren ins Berufsleben gestartet ist: „Wie können wir zusammen alt werden, zusammen denken und spielen?“
Joel Bray: „Daddy“
Joel Bray aus Australien bezieht das Publikum in seiner Tanz-Performance in die Suche nach seinem indigenen Vater ein.
Stéphanie Mwamba: „KIZAZI“
Stéphanie Mwamba aus dem umkämpften Osten der Demokratischen Republik Kongo beschreibt in „KIZAZI“ (Swahili für Gebärmutter) den weiblichen Körper als ein unterdrücktes Territorium, eine Kampfzone.
Nitish Jain: „Homeward“
Nitish Jain erzählt in seiner interaktiven Performance vom Jakobinerkuckuck, einem Vogel-Migranten, der in Indien als Vorbote der Monsun-Saison sehnsüchtig erwartet wird und der seine Familie gründet, indem er die Eier einer anderen Familie zerstört.
Logan February: „Afro-queere Halluzinationen”
Logan February macht sich in der Ausstellung der Ethnologischen Sammlung auf poetische Suche nach ihren Yoruba-Vorfahren.
Koleka Putuma: „Scoop“
Die südafrikanische Autorin und Regisseurin lädt Säuglinge bis zum 12. Monat und ihre Eltern in ihr Theaterzelt ein.
Das Festival dient als transkontinentale Plattform des Austauschs zwischen Publikum und Künstlerinnen, aus der künftig neue Verbindungen und künstlerische Projekte hervorgehen können. Sämtliche Gastspiele werden von Begegnungen und Gesprächen mit den beteiligten Künstlerinnen begleitet. Kuratiert wurde die Transkontinentale – im Dialog mit Festivals und deren Akteur*innen in zahlreichen Ländern – von Jan Linders, Leiter Veranstaltungen im Humboldt Forum.
WANN?
Ausstellungsdaten:
Donnerstag, 4. Dezember, bis Sonntag, 7. Dezember 2025
Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Do, Fr, Sa, So: 10:30 – 18:30 Uhr
Di: geschlossen
WO?
Schloßplatz
10178 Berlin
KOSTET?
8-20 EUR (teilweise freier Eintritt bzw. Eintritt mit dem Humboldt Forum-Ticket)





