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Freitag, Februar 13, 2026

Vorschau Herbst 2025 und Berlin Art Week – ifa-Galerie Berlin und ifa Galerie Stuttgart | Herbst 2025

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In Berlin eröffnet die Saison pünktlich zur Berlin Art Week mit der Ausstellung Was bedeutet es für einen Ort, geliebt zu werden? Anita Muçolli, Sevil Tunaboylu und Ian Waelder  behandeln darin die Erfahrungen von Migrant:innen der zweiten und dritten Generation. Sie thematisieren unter anderem die Widersprüche der Zugehörigkeit zu einem Ort und stellen die Bedeutung von Heimat in Frage. Die Eröffnung ist am 10. September zur Berlin Art Week. Vom 4. bis 14. Oktober zeigt die ifa-Galerie Stuttgart Arbeiten von Otto Dix. In der Ausstellung Was in Wirklichkeit ist geht sein Werkzyklus Der Krieg einen besonderen Dialog mit zeitgenössischen Arbeiten aus der Kunstsammlung des ifa ein. Die Werke öffnen neue Bedeutungsebenen und erweitern den Blick um heutige Perspektiven. Außerdem wird in Stuttgart ab dem 31. Oktober der zweite Teil der sehr vielschichtigen wie persönlichen Ausstellung von Ken Aïcha Sy Survival Kit präsentiert. Ausgehend von ihrem Familienarchiv beleuchtet sie darin wichtige Schlüsselmomente in der zeitgenössischen senegalesischen Malerei zwischen 1960 und 1990. Der erste Teil der Ausstellung ist noch bis zum 31. August in der ifa-Galerie Berlin zu sehen. 

Abb. oben: Ausstellungsansicht Connecting Roots: Collective Stories, Individual Identities, ifa-Galerie Stuttgart, 2025 © ifa – Institut für Auslandsbeziehungen, Foto: Anton Avdieiev.

Anita Muçolli, Sevil Tunaboylu und Ian Waelder: Was bedeutet es für einen Ort, geliebt zu werden? 
Eröffnung: Mittwoch, 10. September, 18-22 Uhr
Ausstellungsdaten: Donnerstag, 11. September 2025 bis Sonntag, 11. Januar 2026
Führung mit Künstler:innen und Kuratorin: 11. September 2025, 18 Uhr
Kuratiert von Hana Halilaj
ifa-Galerie Berlin

DEEDS.NEWS - Ifa Galerie - Anita Muçolli
Anita Muçolli, I Wandered from Dusk to Dusk and back and forth, Millions of Years ago, 2019, Foto: ⓒ Anita Muçolli

Was bedeutet es in einer Zeit zerbrochener Geografien und umkämpfter Geschichten, eine Heimat zu lieben? Ist Heimat ein Ort der Sehnsucht oder eine Last der Geschichte? Anita Muçolli, Sevil Tunaboylu und Ian Waelder befragen in dieser Ausstellung die Widersprüche der Zugehörigkeit, wo Liebe mit Entfremdung verwoben ist und Verbundenheit mit Kritik zusammenstößt. Indem sie sich mit Exil, Widerstand und fließenden Identitäten auseinandersetzen, hinterfragen die Künstler:innen die Bedeutung von Heimat – nicht als festen Ort, sondern als ein sich wandelndes Terrain von Politik und Emotionen. 
Die Werke in der Ausstellung Was bedeutet es für einen Ort, geliebt zu werden? reflektieren die Auswirkungen der Migration auf die persönliche und kollektive Identität, die Spannungen zwischen der Verkörperung des kulturellen Erbes und der Assimilation sowie die emotionalen Spuren der Vertreibung. Über zufällige Begegnungen und ständigen Austausch entfalten die beteiligten Künstler:innen Erzählungen, die spezifisch für die Erfahrungen von Migrant:innen der zweiten und dritten Generation sind, die sowohl das Trauma als auch die Nostalgie der Heimat ihrer Familien geerbt haben.  

Yvon Chabrowski, Sven Johne, Lisa Kohl, Georg Lutz, Raphael Sbrzesny und Maya Schweizer im Dialog mit Otto Dix: Was in Wirklichkeit ist
Eröffnung: 4. Oktober 2025, 12-19 Uhr
Ausstellungsdaten: Samstag, 4. bis Dienstag, 14. Oktober 2025
Sonderöffnungszeiten täglich 10-19 Uhr
Kuratiert von Susanne Weiß und Bettina Korintenberg
ifa-Galerie Stuttgart 

DEEDS.NEWS - Ifa Galerie - Georg Lutz
Georg Lutz, Garden, 2023, Filmstill © Georg Lutz

Kaum einer hat die Schrecken des ersten Weltkrieges so schonungslos und erschütternd in Bilder gebannt wie Otto Dix. Bilder, die in ihrer Dringlichkeit nahe an uns heranrücken und bis in die Gegenwart reichen. Seit 1993 reist sein Werkzyklus Der Krieg in einer vom ifa – Institut für Auslandsbeziehungen organisierten Tourneeausstellung um die Welt. Die ifa-Galerie Stuttgart bringt ihn nun in Dialog mit zeitgenössischen Positionen aus der ifa-Kunstsammlung: Sechs Künstler:innen, die mit Video und Performance arbeiten, wählen für die Ausstellung Was in Wirklichkeit ist Radierungen aus dem Zyklus und stellen ihnen eigene Werke gegenüber. Der Krieg ist zugleich Zeugnis und Mahnmal und geht unmittelbar aus Dix’ Erfahrungen als Soldat hervor. Die eingeladenen Künstler:innen erschließen neue Dimensionen seines Werkes und stellen Verbindungen zu Themen wie Trauma, kollektives Gedächtnis, Gewalt, Verdrängung, Körper, Landschaft, Ideologie und Absurdität her. Die Ausstellung ist Teil der ifa-Programmreihe Out of the Box. 
In Kooperation mit dem Kunstmuseum Stuttgart und der Wüstenrot Stiftung  
Tandem-Führung: Dix im Kunstmuseum Stuttgart und in der ifa-Galerie Stuttgart
Ulrike Groos führt durch den Dix-Raum der Ausstellung Doppelkäseplatte im Kunstmuseum Stuttgart. Die Führung wird anschließend fortgesetzt in der ifa-Galerie Stuttgart. Begrenzte Teilnehmerzahl.

Ken Aïcha Sy: Survival Kit 
Monochrome of Negritude or the Introduction to the Modernists
Eröffnung: 31. Oktober 2025, 19-21 Uhr
Ausstellungsdaten: Samstag, 1. November 2025 bis Sonntag, 22. Februar 2026
ifa-Galerie Stuttgart
ifa-Galerie Berlin: bis Sonntag, 31. August 2025

DEEDS.NEWS - Ifa Galerie - Ken Aicha Sy - Foto Victoria Tomaschko
Ausstellungsansicht Ken Aicha Sy. Survival Kit – Between Us and History: The Hidden Archive, ifa-Galerie Berlin, 2025 © ifa – Institut für Auslandsbeziehungen, Foto: Foto: Victoria Tomaschko

Die Ausstellung Survival Kit – Between Us and History: The Hidden Archive in der ifa-Galerie Berlin präsentiert erstmalig in Deutschland die zentralen Ergebnisse des fünfjährigen Forschungprojektes Survival Kit der Kuratorin und Kulturaktivistin Ken Aïcha Sy zu den Schlüsselmomenten in der zeitgenössischen senegalesischen Malerei zwischen 1960 und 1990. Die Ausstellung wird in beiden ifa-Galerien gezeigt – zuerst in Berlin, dann in Stuttgart. An zwei Orten und mit unterschiedlichen Szenografien erforscht sie einen gemeinsamen Fokus: die intime Verbindung zwischen einem Familienarchiv und der kollektiven Dimension eines gemeinsamen Erbes – die Geschichte der zeitgenössischen senegalesischen Malerei von 1960 bis 1990. Mit einer Auswahl von Werken aus deutschen Museumssammlungen will die Ausstellung diese Künstler:innen aus den Depots holen und der Öffentlichkeit zugänglich machen, um ihr künstlerisches Erbe neu zu beleuchten.

Connecting Roots: Collective Stories, Individual Identities
20 Jahre CrossCulture-Programm, noch bis 21. September 2025
Rahmenprogramm Finissage-Wochenende: Freitag, 19. bis Sonntag, 21. September 2025
ifa-Galerie Stuttgart 

DEEDS.NEWS - Ifa Galerie - Foto Anton Avdieiev -1
Ausstellungsansicht Connecting Roots: Collective Stories, Individual Identities, ifa-Galerie Stuttgart, 2025 © ifa – Institut für Auslandsbeziehungen, Foto: Anton Avdieiev

Das CrossCulture-Programm des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen wird 20 Jahre alt – zwei Jahrzehnte Austausch zwischen Stipendiat:innen, dem ifa und gastgebenden Institutionen. Das ifa feiert das Jubiläum mit einer Ausstellung, die die Kuratorin Elham Khattab und der Kurator Omar Chennafi für die ifa-Galerie Stuttgart konzipierten. Sie entwickelten die Ausstellung Connecting Roots: Collective Stories, Individual Identities mit umfangreichem Rahmenprogramm und Beiträgen zeitgenössischer Künstler:innen zu den Themen Gedächtnis und Identität, kollektive Erinnerung und Heilung sowie über die Zukunft des Erinnerns. 
Vom 19. – 21. September findet das Abschlussfestival mit Künstler:innen und Kurator:innen statt mit einem vielfältigen Programm aus Workshops, dem Dokumentartheater NULO oder gemeinsamen Kochen in der “Roots Kitchen”. 

WANN?

Anita Muçolli, Sevil Tunaboylu und Ian Waelder: Was bedeutet es für einen Ort, geliebt zu werden?
Eröffnung: Mittwoch, 10. September, 18-22 Uhr
Ausstellungsdaten: Donnerstag, 11. September 2025 bis Sonntag, 11. Januar 2026

Yvon Chabrowski, Sven Johne, Lisa Kohl, Georg Lutz, Raphael Sbrzesny und Maya Schweizer im Dialog mit Otto Dix: Was in Wirklichkeit ist
Eröffnung: 4. Oktober 2025, 12-19 Uhr
Ausstellungsdaten: Samstag, 4. bis Dienstag, 14. Oktober 2025

Ken Aïcha Sy: Survival Kit 
Eröffnung: 31. Oktober 2025, 19-21 Uhr
Ausstellungsdaten: Samstag, 1. November 2025 bis Sonntag, 22. Februar 2026

Öffnungszeiten ifa-Galerie Berlin:
Dienstag – Sonntag: 14:00 – 18:00 Uhr
Donnerstags: 14:00 – 20:00 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen

Öffnungszeiten ifa-Galerie Stuttgart:
Mittwoch – Sonntag: 12:00 – 18:00 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen

WO?

ifa-Galerie Berlin:
Linienstraße 139/140
D-10115 Berlin

ifa-Galerie Stuttgart:
Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

KOSTET?

Eintritt frei

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