Die anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des ersten Surrealistischen Manifests von 1924 organisierte Filmreihe in der Sammlung Scharf-Gerstenberg wird auch 2026 fortgesetzt: Vom 28. Januar bis 16. Dezember 2026 werden im „Cinema Surreal“ vierzehntäglich, jeweils mittwochs um 18 Uhr, surrealistische Filme über das Sammeln, surrealistische Filme aus Paris sowie Meisterwerke aus der Geschichte des surrealistischen Films gezeigt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Abb. oben: “Die fabelhafte Welt der Amélie”, von Jean-Pierre Jeunet, Frankreich 2001, 122 min, DF. © Prokino
Mittwoch 28. Januar 2026, 18 Uhr
Innocence of Memories – Orhan Pamuk’s Museum and Istanbul
von Grant Gee, Türkei 2015, 97 min, OmU
Wenn es keinen Surrealismus gäbe, müsste er für Orhan Pamuk erfunden werden. In den Romanen des Literatur-Nobelpreisträgers verschmelzen Traum und Realität, die Wirklichkeit der Leser und die Träume des Autors. „Ich glaube an die künftige Auflösung dieser scheinbar so gegensätzlichen Zustände von Traum und Wirklichkeit in einer Art absoluter Realität, wenn man so sagen kann: Surrealität“, schreibt André Breton in seinem Surrealistischen Manifest. Selten ist das so konsequent umgesetzt wie in Orhan Pamuks Roman „Das Museum der Unschuld“ von 2008. Ein junger Mann, Kemal, liebt eine Frau, Füsun, aber Füsun droht aus seinem Leben zu verschwinden. Kemal sammelt alles, was ihn an sie erinnern könnte. 4213 Zigarettenstummel, die sie geraucht hat. Alles, was sie berührt oder benutzt hat. Am Ende des Romans bittet Kemal Orhan Pamuk, einen Roman über sie zu schreiben.
Der ging täglich, wenn er seine Tochter zur Schule brachte, an einem Haus vorbei und dachte nach. Und begann das Buch zu schreiben. Später kaufte er das Haus und verwandelte es in ein reales Museum mit der Sammlung von Kemal, das man heute in Istanbul tatsächlich besuchen kann. All die Gegenstände sind Realität geworden, aber sie verweisen auf nichts als eine fiktive Realität.
Der Film „Innocence of Memories“ wird der sensationellen fiktiven Realität von Orhan Pamuk gerecht, wenn er in schwebenden, traumhaften Sequenzen den Roman zitiert und mit Bildern aus Istanbul und dem realen Museum verwebt.
Mittwoch, 18. Februar 2026, 18 Uhr
Peng. Von Augenblick und Ewigkeit
von Hartmut Seifert und Katja Schupp, Deutschland 2025, 108 min, DF

Peter Engelhardt, Künstlername „Peng“, ist ein renommierter Designer, der sich als Künstler versteht. Er sammelt Dinge des Alltags, die er überall findet und die für ihn besondere Bedeutung gewinnen. Über 30.000 Objekte hatte er gesammelt. Aber wohin damit? „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Dieser Spruch stammt aus einer vergangenen Zeit, in die Joseph Beuys hineinlebte, als er Stoffe wie Filz oder Fett zur Kunst erklärte, wenn er sie in Händen gehabt hatte. Und warum nicht?!
Peter Engelhardt sammelt alles, kauft es, wenn er muss, und die Aufgabe ist groß. Rief eben noch das Inkassobüro an, kauft er im nächsten Moment auf dem Flohmarkt vom letzten Groschen eine 50 Jahre alte Schaufensterpuppe. Aber wohin mit all den kostbaren Resten einer Gesellschaft? „Die vorerst letzte Station: eine marode Industriebrache in der Nähe von Bingen, Regenwasser und Diebstahl die größten Feinde. So wurde der Erhalt der Sammlung – oder besser: der Kampf gegen ihre Zerstörung – im alten Bergwerk von Waldalgesheim zur Lebensaufgabe des inzwischen 78-Jährige“ (aus dem Pressetext).
Der Dokumentarfilm „Peng. Von Augenblick und Ewigkeit“ erzählt von diesem ungewöhnlichen Künstler. Und „wenn am Ende des Films seine älteste und beste Freundin Monique all die vielen Fragen, die sich aufgebaut haben, beantwortet, steht der Betrachter lächelnd vor seinen eigenen (Vor-)Urteilen und wirft sie … über Bord“ (aus dem Pressetext).
Peng und die Regisseurin des Films sind nach dem Film zur Diskussion anwesend.
Mittwoch, 4. März 2026, 18 Uhr
Monsieur Killerstyle
von Quentin Dupieux, Frankreich 2019, 77 min, DF

Mit dieser urkomischen Filmkomödie hat Quentin Dupieux eine Gesellschaftskritik, das scharfe psychologische Portrait eines Mannes, der völlig ungewollt zum Serienmörder wird, und eine witzige Medienkritik gedreht.
„Kleider machen Leute“ (Gottfried Keller, 1874) gilt auch heute noch. Da zieht ein Mann eine Lederjacke an und fühlt sich sofort als etwas ungeheuer Kostbares, Wichtiges. Und die Lederjacke weiß das auch. „Es darf keine andere Jacke neben mir geben“, flüstert sie ihm zu. Also beginnt er die Jacken anderer Männer einzusammeln, und ist jemand nicht willig, so braucht er Gewalt.
Eine junge, arbeitslose Cutterin beginnt einen Film über den Mann zu drehen. Die Atmosphäre wird immer unwirklicher, surrealer. Eine Lederjacke, die redet, oder ein Mörder, der scheinbar einen kühlen sachlichen Grund für seine Tat hat, werden mit so großer Selbstverständlichkeit akzeptiert, dass ihr absurdes Handeln völlig normal scheint.
Auch das ist einfach ein Sammler, oder? Und wenn man Gemälde sammelt, warum nicht auch Jacken?! Aber zum Schluss widerfährt dem Mann ein Schicksal, das nur gerecht ist und damit die Welt und ihre Werte wieder ins Lot bringt.
Mittwoch, 18. März 2026, 18 Uhr
Der Kunstdetektiv
von Heiner Stadler, Deutschland 2001, 60 min, DF, mit Vorfilm

Kunst wird gerne gestohlen: Sie ist kostbar und verspricht den Dieben unermesslichen Reichtum; Sammler*innen meinen, ohne ein bestimmtes Kunstwerk nicht leben zu können; sie zu besitzen bedeutet Macht. Die Nationalsozialisten raubten jüdischen Mitbürger*innen ihren Besitz, Kolonialmächte brachten ihre Kunsttrophäen in die Heimat zurück, wo sie in Museen verschwanden.
Heiner Stadler porträtiert in seinem Dokumentarfilm einen Detektiv, dessen Aufgabe die Wiederbeschaffung von Kunst ist. „Clemens Toussaint ist Kunsthistoriker und Detektiv. Er spürt mit kriminalistischem Geschick und großem Fachwissen für die Eigentümer Kunstwerke auf, die z. B. als jüdisches Vermögen während der Nazizeit konfisziert wurden oder in den Wirren der russischen Revolution verschwanden. Der Film erzählt von den verschlungenen Pfaden wichtiger Kunstwerke im letzten Jahrhundert. Die Geschichte führt von Deutschland in die USA, Frankreich, Spanien, Holland, Schweiz, Russland und Japan“ (aus dem Pressetext).
Mittwoch, 8. April 2026, 18 Uhr
King Kongs Faust
von Heiner Stadler, Deutschland 1985, 80 min, DF

„Variety“, die weltweit wichtigste Kino-Zeitschrift, schrieb am 13. Februar 1985: „Jeder, der King Kong … gesehen hat … wird sich totlachen, wenn er dieses Erstlingswerk eines Absolventen der Münchner Filmschule sieht.“ Heiner Stadler hatte einen Spielfilm über einen Filmjournalisten gedreht, der auf der Berlinale einen Film eines verschollenen Regisseurs sieht. Angeblich ist er in den 1920er-Jahren nach Hollywood gegangen. Der Journalist findet heraus, dass der Regisseur als Kulissenbauer die Faust von King Kong gestaltet hat. Dann verliert sich seine Spur, aber da der Journalist die Story schon verkauft hat, beschließt er, sie einfach zu erfinden.
„King Kongs Faust“ ist ein großer Spaß, ein Beispiel für surrealistische Filme der 80er-Jahre und ein Zeugnis von Heiner Stadlers kongenialer Verflechtung von Realität und Fiktion in vielen seiner Filme.
Wer immer damals in West-Berlin berühmt war, taucht in „King Kongs Faust“ in einem Cameo-Auftritt auf. Das ist der große Spaß dieses Films: Wohl niemand hat es geschafft, mit so amüsierter Distanz und Menschlichkeit das alte West-Berlin zu porträtieren. Der Tagesspiegel-Chefredakteur, die Regisseur*innen Wim Wenders und Doris Dörrie, der legendäre Filmproduzent Bernd Eichinger, der Gründer des Hamburger Abaton-Kinos Werner Grassmann, die Filmkritikerinnen Ponkie und Peggy Parnass, ja selbst weltberühmte Darsteller wie Liv Ullmann und John Cassavetes.
Mittwoch, 22. April 2026, 18 Uhr
Im Museum gewesen, stärkste Eindrücke…
von Heiner Stadler, Deutschland 1999, 18 min, DF
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangte immer mehr Raubkunst aus den deutschen und europäischen Kolonien in Berliner Museen. Die Kunstwelt war begeistert von der scheinbaren urtümlichen Kraft dieser Werke. Lange bevor Restitution in aller Munde war, hatte Heiner Stadler, einer der maßgeblichen Dokumentarfilmer im ausgehenden 20. Jahrhundert, sich auf den Weg gemacht, herauszufinden, wo diese Kunst herkam und was aus den Menschen dort geworden war.
So Surreal: Behind the Masks
von Neil Diamond, Joanne Robertson, Kanada 2024, 88 min, OmenglU

Der Potlatch war eine Zeremonie der indigenen Völker an der Nordwestküste der USA und Kanadas. Bei dieser Zeremonie wurden Geschenke verteilt, um die soziale Stellung zu festigen und Geburt, Hochzeit oder Tod zu feiern.
„Von 1885 bis 1951 war die indigene Potlatch-Zeremonie nach kanadischem Recht verboten. Wer sich dem Verbot widersetzte, wurde verhaftet, und Masken und zeremonielle Gegenstände wurden beschlagnahmt. Die Kwakwa̱ka̱ʼwakw-Nation hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese heiligen Gegenstände aufzuspüren. In einigen Fällen gelangten die Masken quer durch das Land und schließlich nach Europa, wo sie ihren Weg in Museen und private Kunstsammlungen fanden und in die Hände von Surrealisten wie Max Ernst, André Breton und Joan Miró gelangten. „So Surreal: Behind the Masks“ zeichnet die reizvolle Verschmelzung der Yup’ik-Sensibilität mit der westlichen Avantgarde-Bewegung nach und zeigt den enormen Einfluss indigener Kunst…
Der äußerst unterhaltsame Film von Neil Diamond (Reel Injun, 2009) und Joanne Robertson ist teils Krimi, teils Kunstdokumentation. Er spielt abwechselnd in Alert Bay, New York und Paris und bietet eine ungewöhnliche und wenig bekannte Perspektive auf die Kunstgeschichte, während er gleichzeitig die wichtige Arbeit der Wiedergutmachung des kulturellen Völkermords durch die kanadischen und amerikanischen Behörden hervorhebt. Dieser lebendige und dynamische Film ist eine herausragende Leistung“ (International Film Festival of Ottawa).
Mittwoch, 6. Mai 2026, 18 Uhr
The Lions by the River Tigris
von Zaradasht Ahmed, Norw./Irak/Niederl. 2025, 90 min, OmenglU

„,Es ist schön hier, lass uns spielen‘, sagt Fakhri und hält einen kleinen Lautsprecher für Fadil, den Geiger. Aber es gibt kein Publikum. Die beiden Männer stehen in den Ruinen von Mossul. Drei Jahre Besatzung durch die Terrororganisation Islamischer Staat haben die Altstadt fast vollständig zerstört. … Zusammen mit den Gebäuden schien auch die 8.000-jährige Geschichte und Kultur der zweitgrößten irakischen Stadt für immer ausgelöscht worden zu sein. Langsam kehrt das Leben zurück. Kunstschätze werden restauriert, es gibt wieder Theater, Musik und Fakhris kleines Privatmuseum … Mit ruhiger Hand erzählt … Zaradasht Ahmed eine zutiefst menschliche Geschichte, in der er die dunkelsten und hellsten Seiten der Menschheit miteinander verwebt“ (DOK Leipzig 2026).
Der schreckliche Hintergrund des Dokumentarfilms ist die Brutalität, mit der gegenwärtig die ganze Welt mit immer neuen Kriegen überzogen wird. Dabei kämpfen nicht mehr Soldaten gegen Soldaten an imaginären Fronten, was an sich schon völlig absurd ist. Nein, man geht bewusst gegen alle Bewohner*innen eines Landes, die keine Soldat*innen sind, vor. Frauen, Kinder, alte Leute, Menschen, die sich nicht wehren können, und man zerstört nicht Waffen, Panzer oder Kriegsflugzeuge, sondern die Häuser. Der Film zeigt etwas, was von den Medien zwar zu Beginn eines jeden Krieges beklagt, aber kaum, dass die Mächtigen den Krieg gewonnen haben, als Leid der Bevölkerung gar nicht mehr wahrgenommen wird.
Mittwoch, 20. Mai 2026, 18 Uhr
Paris qui dort
von René Clair, Frankreich 1925, 59 min, OmenglU, mit Vorfilm

René Clair ist der wohl lyrischste Regisseur unter den Filmemacher*innen des frühen 20. Jahrhunderts. 1924 drehte er den dadaistischen Kurzfilm „Entr’acte“, der bis heute als einer der wichtigsten Beiträge zum frühen Film gilt. Im Jahr darauf entstand „Paris schläft“. Ein junger Mann findet sich in einer Stadt wieder, in der alle Bewegung aufgehört hat. Nichts und niemand rührt sich mehr. Zunächst will es ihm amüsant erscheinen. Er findet einen erstarrten Dieb, der noch die geklaute Taschenuhr in den Händen hält, und erwägt, den Dieb zu bestehlen. Aber dann geht ihm immer mehr auf, was es wirklich bedeutet, wenn eine ganz Stadt stillsteht, alle Räder stehen still, aber vor allem alle Menschen schweigen, mit niemandem kann man reden, sich austauschen und wenn es nur ein Gespräch über diesen seltsamen Zustand ist. Was ist das überhaupt? Ist das ein Virus, sind es kosmische Strahlen? Früher oder später wird der Mann herausfinden, was hinter dem bedrückenden Phänomen steckt. Und natürlich – irgendwann wacht Paris wieder auf. René Clairs Film ist eine Parabel auf das, was wir wirklich brauchen – keine Macht, keine Gewalt, sondern gegenseitige Anerkennung, gegenseitige Aufmerksamkeit.
Das Besondere aber ist – ganz wie in „Entr’acte“ – wie meisterhaft es René Clair schon in den ersten Tagen des Films gelingt, das neue Medium zu benutzen, letztlich mit der gleichen Gewandtheit, wie sie den besten Regisseur*innen unserer Zeit zur Verfügung steht.
Mittwoch, 3. Juni 2026, 18 Uhr
Der diskrete Charme der Bourgeoisie
von Luis Buñuel, Frankreich/Italien/Spanien 1972, 102 min, DF

Paris ist die Geburtsstätte des Surrealismus. Den ersten surrealistischen Film „Die Muschel und der Priester“ drehte 1927 Germaine Dulac. Einer der wichtigsten Regisseure des surrealistischen Films aber sollte Luis Buñuel werden. 1929 drehte er gemeinsam mit Salvador Dalí „Ein andalusischer Hund“, und von da an arbeitete er mit ungebrochener Kraft bis 1977 als Regisseur des Surrealismus. 1983 starb Luis Buñuel im Alter von 83 Jahren. Er hatte über 34 Filme gedreht.
„Der diskrete Charme der Bourgeoisie“ ist einer seiner letzten Filme. Sechs ich-bezogene Vertreter*innen der Bourgeoisie versuchen, sich zu einem gemeinsamen Diner zu treffen, doch stets wird ihr Plan durchkreuzt durch Ereignisse, die so absurd sind wie sie selbst. Mal kommen die Gäste am falschen Tag, mal haben die Gastgeber*innen noch miteinander Sex, woraufhin die anderen Gäste nach 20 Minuten vergeblichen Wartens ratlos wieder gehen, mal erschießt der Gastgeber eher beiläufig einen Menschen. Es ist ein Denkmal für Buñuels Spott über die dekadente, moralfreie Bourgeoisie, entwickelt im reinen surrealistischen Filmstil, bis hin zu einer Szene, wo ein Protagonist träumt, dass ein anderer Protagonist etwas geträumt habe … und aufwacht. Realität und Traum vermischen sich miteinander, so wie Breton es 1924 im Surrealistischen Manifest postuliert hatte.
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18 Uhr
Delicatessen
von Jean-Pierre Jeunet, Marc Caro, Frankreich 1991, 99 min, DF

War René Clair mit „Paris schläft“ einer der ersten Surrealisten der Filmgeschichte, so ist Jean-Pierre Jeunet ein Vertreter der dritten Generation, der im 21. Jahrhundert seine Filme mit der gleichen Eleganz wie René Clair dreht. „Delicatessen“ ist eine düstere Dystopie, die mit scharfsinnigem Humor eine schreckliche Geschichte erzählt. Aber diese Geschichte geschieht ganz in unserer Phantasie, ohne je in Bilder von blutigem Horror umzuschlagen. Alles ist wie beiläufig. In einer verarmten Pariser Vorstadt hat ein Metzgermeister, der ein Mietshaus besitzt, sich darauf verlegt, seinen Mietern eine tägliche Fleischration zu besorgen – wenn sie ihre Miete pünktlich zahlen. Schließlich ist er Metzger. Zu diesem Zweck stellt er immer neue Hausmeister ein, die in den Kochtöpfen seiner Mieter landen. Bis seine Tochter sich in den neuesten Hausmeister verliebt…
Die Geschichte wird von ihrer Skurrilität und den vielen skurrilen Hausbewohnern getragen. Da ist die Frau, die die ungewöhnlichsten Maschinen erfindet, um sich das Leben zu nehmen, und es nie schafft; da ist der Insektenforscher, der es sich in einem feuchten Kellerverlies voller Käfer gemütlich macht, oder die ältere Dame, die einen unendlichen Pullover strickt, dessen Garn sich während sie strickt sofort wieder aufribbelt und aufwickelt. Und trotz des düsteren Lebens stehen immer wieder Witz und Charme im Zentrum dieses Films, der mit 4 Césars ausgezeichnet wurde.
Mittwoch, 1. Juli 2026, 18 Uhr
Die fabelhafte Welt der Amélie
von Jean-Pierre Jeunet, Frankreich 2001, 122 min, DF
Nach seiner düsteren Dystopie „Delicatessen“ drehte Jean-Pierre Jeunet eine leichte Sommerkomödie. Das Setting ist wieder die Großstadt, aber diesmal das helle, fröhliche Paris, allein – dessen Bewohner*innen sind gerade so gebrochen wie die Protagonist*innen im Film „Delicatessen“.
Da ist Amélie, die von ihren Eltern aus Sorge, sie könnte krank sein und sterben, völlig von anderen Kindern und Menschen isoliert wird. Tatsächlich findet die Mutter selbst einen abstrusen Tod, als sie von einer Selbstmörderin, die sich in den Tod stürzt, erschlagen wird. Der Vater zieht daraufhin mit all seinen Ängsten die Tochter allein groß, bis sie ihn verlässt. Sie möchte andere Menschen glücklich machen, ist aber nach ihrer isolierten Kindheit viel zu schüchtern und verletzlich und kann mit anderen Menschen nicht in Kontakt treten. Der einzige, mit dem sie spricht, ist der Mann mit den empfindlichen Glasknochen, der selbst seine Wohnung nicht verlassen kann und Tag um Tag immer nur ein einziges Bild von Renoir kopiert. Immer wieder. Immer dasselbe. Oder der Mann, in den Amélie sich verliebt. Er sammelt weggeworfene Passfotos und klebt sie sorgsam in ein kostbares Fotoalbum. Dann verliert er das Fotoalbum irgendwo auf der Straße. Ein tragisches Schicksal.
Aber Amélie wird alle Menschen, um die sie sich sorgt, glücklich machen. Auch sich selbst. Mit allen surrealen abstrusen Widerständen ist ihre Welt dennoch einfach… fabelhaft.
Mittwoch, 26. August 2026, 18 Uhr
Der müde Tod
von Fritz Lang, Deutschland 1921, 83 min, DF

Fritz Lang ist einer der großen deutschen Regisseure, die es auch in Hollywood geschafft haben. Er hat einen der berühmtesten deutschen Stummfilme gedreht – „Metropolis“ – und sich dann schnell im Tonfilm profiliert mit „Dr. Mabuse, der Spieler“ oder „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“. 1933 beginnt er seine Karriere in Hollywood, wo er sich zu einem Experten für typisch US-amerikanische Blockbuster entwickelt. Er dreht Agentenfilme, Western und Kriminalfilme der „schwarzen Serie“.
Fritz Lang hat einfach ein Gefühl für Filme, die das Bedürfnis der Kinobesucher treffen. „Der müde Tod“ von 1921 ist solch ein Film. Der Tod hat seine schwere Aufgabe satt, und als er ein frisch verliebtes junges Paar auseinanderreißen muss, gibt er der überlebenden jungen Frau die Chance, ihren geliebten Mann zurückzuholen. Eigentlich ist der Film eine Neudichtung der alten Mythe um Orpheus und Eurydike, ein Thema, das auch der Surrealist Jean Cocteau in dem Film „Orpheus“ realisieren sollte.
In Fritz Langs Film stellt der Tod der jungen Frau eine nur scheinbar leichte Aufgabe: Wenn sie ein Leben retten kann, dann wird ihr Geliebter zurückkehren. Der Tod gibt ihr drei Chancen, die Fritz Lang in eine exotische Szenerie verlegt: in den Orient, in das alte Venedig und in das alte China. Aber die Frau versucht vergeblich, ihren Mann zu erlösen, bis der Tod ihr eine vierte Aufgabe stellt, die sie auf melancholische Weise doch noch zu lösen weiß.
Mittwoch, 9. September 2026, 18 Uhr
Das Cabinet des Dr. Caligari
von Robert Wiene, Deutschland 1922, 72 min, DF, mit Vorfilm

Auf dem Jahrmarkt führt der zwielichtige Dr. Caligari als Attraktion den jungen Cesare vor, der an einer seltsamen Schlafkrankheit leidet. Er kann in Trance die Zukunft vorhersagen. Nachts aber schleicht er durch die Stadt und begeht grauenvolle Morde. Franzis ahnt, wer die Morde begeht, gelenkt von der hypnotischen Macht des Dr. Caligari. Er verfolgt Caligari, aber als er ihn in der städtischen Nervenklinik findet, macht er eine grausige Entdeckung: Der wahnsinnige Dr. Caligari ist der Direktor! Und dann erfährt der Zuschauer, dass Franzis, der die Geschichte von Dr. Caligari erzählt hat, selbst Insasse der Klinik ist! Dieser expressionistische Stummfilm gilt als Meilenstein der Filmgeschichte.
Wenn Realität und Traum sich übereinander schieben, entsteht Surrealität. Bis in den Wahnsinn. Konsequent visualisiert Wiene psychische Zustände mit den Mitteln des Films. Die Kulissen sind gemalt, die Häuser so schief, dass niemand darin wohnen könnte, Straßen fliehen in den völlig unwirklichen Himmel, aber die Schauspieler*innen agieren in dieser schrägen Welt, als ob sie völlig normal wäre, nicht gemalt, sondern einfach existent, eine Welt des Wahnsinns, der man sich nur anpassen muss.
Selbst die Zwischentitel sind verzerrt und in brennend leuchtende Farben getaucht, so wie der ganze Film. Als ob auch die Zuschauer*innen in den Wahnsinn eintauchen sollten.
Mittwoch, 23. September 2026, 18 Uhr
Pandora und der Fliegende Holländer
von Albert Lewin, Großbritannien 1951, 123 min, DF

Ein großer Liebesfilm aus den 1950er-Jahren mit zwei wunderschönen Stars: Ava Gardner und James Mason. Die Mythen um Pandora und um den Fliegenden Holländer sind alt wie die Menschheit. Hier in einem Spielfilm, der im mondänen Spanien der 1930er-Jahre spielt. Ein prachtvoller Film in prallem Technicolor, ganz im Hollywood-Stil der 50er-Jahre. Ein Film, in dem man sich in große Geschichten hineinträumen kann.
Nahe einem spanischen Küstenstädtchen werden die Körper eines Mannes und einer Frau angeschwemmt, die sich noch im Tod an den Händen halten. Die Frau mit Namen Pandora war eine begehrte Nachtclubsängerin, der alle Männer verfielen, die sie aber nur langweilten. Den Rennfahrer würde sie heiraten … aus Langeweile. Der andere Leichnam ist ein Holländer. Die Anwohner kennen ihn schon lange. Alle sieben Jahre tauchte er vor der Küste auf, ging an Land, trank Wein mit den Frauen und verschwand wie von einem Zwang getrieben wieder für lange Zeit.
In den alten Geschichten erzählt man sich vom Fliegenden Holländer, der verdammt ist, bis zum jüngsten Gericht über die Weltmeere zu segeln, weil er im Affekt seine Frau erstochen hatte. Er wird nur erlöst, wenn eine Frau bereit ist, in Liebe zu ihm zu sterben.
Und Pandora? Sie wurde auf Zeus’ Geheiß aus Lehm erschaffen. Pandora ist seine Rache, nachdem Prometheus den Göttern das Feuer gestohlen und es den Menschen geschenkt hatte. Sie trägt einen Krug bei sich, in dem sich alle Übel der Menschheit verbergen. Wer es wagt, ihn zu öffnen…
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 18 Uhr
Letztes Jahr in Marienbad
von Alain Resnais, Frankreich/Italien1961, 94 min, DF

„Letztes Jahr in Marienbad“ gilt zu Recht als einer der schönsten Filme der frühen 1960er-Jahre. Ein Mann erzählt einer Frau, dass er sie schon vor einem Jahr hier in Marienbad getroffen habe und wie er sich übers Jahr nach ihr gesehnt hat. Ein flüchtiger Moment in einer Liebelei, von der man nicht einmal weiß, ob sie tatsächlich stattgefunden hat. Die Frau kann sich nicht erinnern. Ein eleganter Film, dessen Kostüme von Coco Chanel entworfen wurden, den der innovative Regisseur Alain Resnais mit dem Drehbuch-Autor Alain Robbe-Grillet gedreht hat. Am Ende wird die Frau dem Mann folgen. Ein so schöner und doch so flüchtiger Moment – nicht einmal Regisseur und Drehbuchautor waren sich über die Handlung einig. Resnais meinte, der Mann und die Frau hätten sich tatsächlich getroffen, während Robbe-Grillet überzeugt war, der Mann wolle der Frau das Treffen nur einreden, so wie man einer Frau, mit der man sich bekannt machen möchte, sagt: „Von irgendwoher kenne ich Sie“.
Resnais und Robbe-Grillet verband die Liebe zum Nouveau Roman, der in den 50er-Jahren in Frankreich entwickelt worden war. Der Nouveau Roman strebt danach, Realität und erfundene Realität zu vermischen, ein Roman sollte nicht als erfundener Traum der Vergangenheit gelten, sondern zum Teil der gewohnten Realität der Leser*innen werden. Robbe-Grillet gilt als der wichtigste Vertreter dieser Entwicklung, Alain Resnais als der Regisseur, der erfolgreich versucht hatte, den Nouveau Roman in das Medium Film zu übertragen.
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 18 Uhr
Tausendschönchen
von Věra Chytilová, Tschechien 1966, 74 min, OmU

Věra Chytilová war eine tschechische feministische Filmregisseurin. Sie ist die bedeutendste Vertreterin der tschechischen „Neuen Welle“, die in den 60er-Jahren entstand und zu der auch „Tausendschönchen“ gehört.
„Tausendschönchen“ ist eine andere Bezeichnung für Gänseblümchen. Und diese Gänseblümchen sind die kichernden Komplizinnen Marie I und Marie II. Sie sind sich einig, dass die Welt schlecht geworden ist, und wollen selbst deshalb auch schlecht sein. Und so ziehen sie wie Flower-Power-Mädchen fröhlich durch Prag und machen sich einen Spaß aus allem, was der gutbürgerlichen Gesellschaft heilig ist. Steife Anzüge, gesetztes Dinner und Arbeit von 9 bis 5 Uhr. Und es macht einfach Spaß, ihnen dabei zuzuschauen. Das Chaos gipfelt in einer ausschweifenden Essensschlacht, bei der die Freundinnen ein Bankett für Parteifunktionäre verwüsten. Dieser respektlose Karneval der Exzesse war das Gegenteil der staatlichen Ideologie, die die Produktivität der Arbeiter*innen glorifizierte und ihnen eine strahlende Zukunft versprach. „Tausendschönchen“ war wohl zu frei und wurde wegen seiner Darstellung von Hedonismus und Lebensmittelverschwendung verboten.
Im Abspann mokiert sich die Regisseurin über das Verbot und widmet ihren Film all jenen Politiker*innen, die einzig wegen einer plattgetretenen Nachspeise in Zorn geraten, während das wahre politische und gesellschaftliche Übel doch ein ganz anderes, viel größeres und viel wichtigeres sei.
Mittwoch, 4. November 2026, 18 Uhr
The Call of Cthulhu
von Andrew Leman, USA 2005, 47 min, engl OF, mit Vorfilm

H. P. Lovecraft ist der Autor der Kurzgeschichte „The Call of Cthulhu“. 1890 geboren, begann er in den 1920er-Jahren Horror-Geschichten zu verfassen, von denen einige das Universum um Cthulhu beschreiben. Lovecraft blieb zeitlebens unbekannt, erst nach seinem Tod 1937 begann man sich für ihn zu interessieren, und heute zählt er zu den Begründern des modernen Horror-Genres. 1984 gründete sich die H. P. Lovecraft Historical Society. Von ihr wurde 2005 nach der berühmtesten Kurzgeschichte von Lovecraft der Film „The Call of Cthulhu“ gedreht. Um authentisch im Ambiente des Autors zu bleiben, entschied man sich für einen Stummfilm im originalen Format der 20er-Jahre.
Der Anthropologe Thurston findet im Nachlass seines Großonkels Unterlagen über einen seltsamen Kult, den Cthulhu-Kult. Cthulhu, heißt es, habe vor Äonen über die Erde geherrscht und liege seither in todesähnlichem Schlaf, während die Anhänger*innen des Kultes auf seine Wiederauferstehung warten. Am 28. Februar 1925 habe ein schweres Erdbeben die im Pazifischen Ozean versunkene Stadt R’lyeh an die Oberfläche gehoben. Ein Kapitän namens Johansen habe die Stadt, in der die physikalischen Gesetze außer Kraft seien, betreten und unbeabsichtigt Cthulhu wiedererweckt. Bald darauf sei die Stadt in einem schweren Sturm wieder im Pazifik versunken und Cthulhu wieder in Schlaf gefallen. Aber auf der ganzen Welt haben sich die Anhänger*innen des Kultes zusammengetan und ziehen marodierend durch die Lande.
Mittwoch, 18. November 2026, 18 Uhr
Heart of a Dog
von Laurie Anderson, USA 2015, 75 min, engl OF

Laurie Anderson, Musikerin und Video-Künstlerin, drehte 2015 den surrealistischen Dokumentarfilm „Heart of a Dog“. Sie verarbeitet darin den Tod ihrer Mutter, den ihres Ehemannes Lou Reed und nicht zuletzt den Tod ihres geliebten Hundes Lolabelle. Nach buddhistischem Glauben müssen Menschen wie Hunde nach ihrem Tod durch das „Bardo“, eine Vorstufe zur Erlösung oder Wiedergeburt. Man sollte sie ungehindert durch das Bardo gehen lassen, damit sie beim Übergang nicht gestört werden: „Den Sinn des Todes habe ich jetzt gefunden. Es ist das Loslassen der Liebe“ (Laurie Anderson).
„Heart of a Dog“ ist ein experimenteller Film, der versucht, mit Zeichnungen und Animationen von Laurie Anderson, mit jeder Form medialer Erinnerung die letzten Tage und Stunden des Fortgehens eines geliebten Wesens nachzuzeichnen und von der verwirrten und gleichzeitig ruhigen Gefühlswelt der Buddhistin Laurie Anderson zu erzählen. Expressionistische Skizzen, animierte Tintenzeichnungen, Textpassagen, Homemovies und neu gedrehte Filme, assoziative Schnitttechnik, Überblendungen, Doppelbelichtungen lassen eine traumartige, surreale Stimmung entstehen, hinter der Laurie Anderson als kongeniale Erzählerin ihre Empfindungen, ihre Erlebnisse und ihre Erfahrungen mit der buddhistischen Lehre offenbart. Es gibt einen Weg aus der Trauer, möchte Laurie Anderson uns vermitteln.
Mittwoch, 2. Dezember 2026, 18 Uhr
Cloclo und ich
von Stefano Knuchel, Schweiz 2016, 105 min, OmU

Was ist 395 Jahre alt und hat Alkoholismus, Gefängnis, Drogen, Betrügereien und Depressionen überlebt? Meine Familie!
Als Stefano Knuchel ein Kind war, war seine Familie reich und bewohnte eine großzügige Villa im Tessin. Das Leben schien wie eine endlose Party. Stefano träumte davon, wie sein Idol, der französische Schlagerstar Claude François, zu werden. Die Eltern betrieben ein Motel mit einem Nachtclub, den die Mutter mit viel Grandezza führte. Bis eine Autobahn das Motel überflüssig machte. Forthin sorgte der Vater mit illegalen Immobiliengeschäften für seine Familie. Bis die Geschäfte aufflogen und die Familie Hals über Kopf fliehen musste. Ruhelos zog man durch ganz Europa. Für Stefano war es wie ein unendlicher Urlaub, keine Schule, immer in der Sonne, immer für sich alleine, ohne Freunde, und immer war das Nötigste schon gepackt, falls die Polizei auftauchen würde. Aber dann, auf dem Weg durch Frankreich, wird der Vater verhaftet. Alles verloren. Die Mutter zieht mit den Kindern zurück ins Tessin. Mit eiserner Disziplin verdient sie den Unterhalt für die Familie in einer Nachtbar, lässt sich scheiden und findet einen neuen Partner, und irgendwann macht auch Stefano seinen Frieden mit den Eltern.
Stefano Knuchel erzählt diese Lebensgeschichte mit ruhigem Abstand und trockenem Humor mit immer neuen Bildern, halb surreal, halb Dokument, halb Zeitgeschichte. Nie verliert er sich in Selbstmitleid, sein Leben scheint wie ein ewiger Traum, der ihm am Ende doch Sinn geben wird.
Mittwoch, 16. Dezember 2026, 18 Uhr
A Useful Ghost
von Ratchapoom Boonbunchachoke, Thailand/Frankreich/Deutschland/Singapur 2025, 130 min, DF

„Mit staubtrockenem Humor erzählt der Debütfilm aus Thailand von einer Liebesgeschichte zwischen einem Mann und einem Haushaltsgerät. Seltsame Dinge tragen sich zu in der Fabrik von Marchs Familie. Erst führt ein Arbeitsunfall dazu, dass dort hergestellte Produkte von einem Geist besessen werden, dann taucht seine verstorbene Frau Nat in Gestalt eines Staubsaugers wieder auf. Um die restliche Familie von ihrer Existenz zu überzeugen, versucht sich Nat bei allen als nützlich zu erweisen. Doch während die Gefühle der beiden sich von Fragen nach Leben und Tod nicht beirren lassen, wächst der Widerstand der Familie. So schräg wie einfühlsam erzählt der Film von der Alltäglichkeit der Geister um uns herum und dabei auch von der politischen Geschichte Thailands“ (Filmfest Hamburg).
Der Geist im Staubsauger spielt auf die in Thailand verbreitete und schon vielfach fürs Theater, Kino und Fernsehen adaptiert Legende von der Geisterfrau Mae Nak an, die hier in einer modernen, spaßigen Version in die technischen Haushaltsgeräte hineinfährt. Die Einwohner*innen von Bangkok werden immer wieder wegen Smogs angehalten, das Haus nicht zu verlassen, Masken zu tragen und Luftfilter zu benutzen. Luftfilter wie im Staubsauger. Dass jetzt die Anti-Staub-Geräte zurückschlagen, ist nur folgerichtig. „A Useful Ghost“ ist ein irrer Spaß, den man sich nicht entgehen lassen sollte, bis hin zum Showdown zwischen Kühlschrank und Staubsauger, unterlegt mit beschwingter Filmmusik.





