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Montag, Februar 2, 2026

Programm-Highlights im Dezember 2025 – Deutsche Oper Berlin

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Mit einem vielfältigen Spielplan verabschiedet sich die Deutsche Oper Berlin in das Jahresende. Der Dezember 2025 steht ganz im Zeichen großer italienischer Opernkunst: Neben einer Neuproduktion von Umberto Giordanos Fedora kehrt mit Andrea Chénier ein Klassiker in bewährter Inszenierung auf die Bühne zurück. Ergänzt wird das Programm durch Puccinis Madama Butterfly, beliebte Weihnachtsklassiker wie Humperdincks Hänsel und Gretel und Strauß’ Die Fledermaus sowie Rossinis spritzigen Barbier von Sevilla. Ein besonderes Konzert mit augenzwinkerndem Blick auf musikalische „Guilty Pleasures“ rundet das Dezemberprogramm ab.

Abb. oben: Fledermaus, Premiere am 28. April 2018 in der Deutschen Oper Berlin, © Thomas Jauk.

Es dürfte eine große Ausnahme in den Spielplänen der Opernhäuser sein, gleich zwei Inszenierungen von Umberto Giordano in einem Monat zeigen zu können. Der Dezember bietet an der Deutschen Oper Berlin sowohl vier Vorstellungen der Neuproduktion von Giordanos FEDORA als auch die drei letzten Aufführungen der John-Dew-Inszenierung von ANDREA CHENIER aus dem Jahr 1994. 

Die Neuproduktion FEDORA setzt unter musikalischer Leitung von John Fiore und in einer Inszenierung von Christof Loy auf eine herausragende Besetzung: Vida Miknevičiūtė in der Titelpartie und Jonathan Tetelman als Loris Ipanoff sind nach der Premiere am 27. November auch am 1. und 5. Dezember zu erleben. In den beiden letzten Vorstellungen dieser Serie am 7. und 10. Dezember übernimmt der bereits in FRANCESCA DA RIMINI gefeierte Rodrigo Garull die Tenorpartie.  

Unter musikalischer Leitung von Andrea Battistoni ist in ANDREA CHÉNIER der beim Publikum hoch geschätzte Tenor Martin Muehle in der Titelpartie neben Roman Burdenko als Carlo Gérard zu erleben – zuletzt erhielt dieser in unserem Haus viel Applaus für seine Verkörperung des Macbeth. Die Partie der Maddalena di Coigny interpretiert Maria Motolygina (als Rollendebüt), die der Contessa Stephanie Wake-Edwards, die der Bersi Lucy Baker und als Madelon wird Doris Soffel auftreten. Die Vorstellungen finden am 8., 13. und 18. Dezember statt.  

Giacomo Puccinis MADAMA BUTTERFLY lebt von dem Rollenportrait der Cio-Cio-San, das in den Vorstellungen am 12. und 15. Dezember die vielfach ausgezeichnete Italienerin Carmen Giannattasio gestaltet – am Haus auch für ihre Interpretation der Tosca, der Gioconda und Giorgetta (IL TABARRO) gefeiert. Neben ihr gibt Attilio Glaser sein Rollendebüt als Pinkerton, Thomas Lehman ist als Sharpless und Karis Tucker als Suzuki zu erleben. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Stephan Zilias, dem ehemaligen Kapellmeister der Deutschen Oper Berlin und derzeitigen Generalmusikdirektor der Staatsoper Hannover, der gerade zum Musikdirektor der Flämischen Oper, Oper Ballet Vlaanderen, in Antwerpen und Gent (ab September 2026) ernannt wurde.

Weihnachtsprogramm

Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auch die Klassiker im Weihnachtsprogramm freuen: Mit HÄNSEL UND GRETEL (11., 14., 23. (2 x) Dezember sowie 2. Januar) hat Engelbert Humperdinck eine Oper geschrieben, von der sich Kinder wie Erwachsene angesprochen fühlen. Regisseur Andreas Homoki erzählt das Märchen kindgerecht und geradlinig und setzt der Opulenz der Musik Leichtigkeit sowie eine poetische Bildsprache entgegen. Am Pult Friedrich Praetorius, der gerade beim renommierten German Conducting Award in der Kölner Philharmonie den 3. Preis gewonnen hat. 

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HÄNSEL UND GRETEL von Engelbert Humperdinck, Deutsche Oper Berlin, Premiere am 13. Dezember 1997, © Bettina Stöß

Das perfekte Programm zum Jahresende: Johan Strauß und seine FLEDERMAUS. Damit gelang ihm der Prototyp der Wiener Operette – walzerselig, verwechslungskomödiantisch und doch voller bitterböser Ironie. Rolando Villazón inszeniert sie als skurrilen Gang durch die Zeiten. Unter musikalischer Leitung von Patrick Hahn lädt die Deutsche Oper zu Vorstellungen am 20., 21., 27. und 31. Dezember sowie am 3. Januar ein. Es singen Thomas Blondelle, Hulkar Sabirova, Flurina Stucki, Karis Tucker, Thomas Lehman, Philipp Jekal, Kieran Carrel, Thomas Cilluffo u.v.a. 

Ebenfalls komödiantisch geht es in Rossinis IL BARBIERE DI SIVIGLIA zu: Katharina Thalbach versetzt in ihrer Inszenierung die Handlung in einen belebten Badeort, an dem ein mysteriöser Theaterkarren mit Figuren der Commedia dell’arte den Alltag des Ortes kräftig durcheinanderwirbelt. Dean Murphy / Philipp Jekal (25.12.) steht als mit allen Wassern gewaschener Figaro im Zentrum des spielfreudigen Ensembles, als Rosina ist Aleksandra Meteleva, als Graf Almaviva Kieran Carrel / Kangyoon Shine Lee (25.12.) und als Bartolo Misha Kiria zu erleben. Vorstellungen am 22., 25. und 28. Dezember.  

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DER BARBIER VON SEVILLA von Gioachino Rossini, Deutsche Oper Berlin, © Matthias Horn.

2. Tischlereikonzert: Guilty pleasures – Ein Schnulzenabend

Auch in der klassischen Musik gibt es Werke, die der Grenze zum Kitsch nahekommen. In der Reihe Tischlereikonzerte präsentieren am 17. Dezember Musiker*innen und Solist*innen aus dem Ensemble mit Verve und Humor Musik für Herz und Seele. Dabei stehen unter anderem Jules  Massenets „Méditation“ für Geige und Harfe aus THAÏS, Rachmaninovs „Vocalise“ für Klarinette und Harfe und Antonín Dvořáks Serenade d-Moll für 10 Bläser, Violoncello und Kontrabass auf dem Programm, aber auch Musik von Fritz Kreisler und Edith Piaf sowie Jazz-Standards.  

WO?

Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10627 Berlin-Charlottenburg

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