Künstlerische Intervention von Volker-Johannes Trieb zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine | 24.02.2026

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Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine am 24. Februar 2022 setzt der deutsche Aktions­künstler Volker-Johannes Trieb in den frühen Morgenstunden des 24. Februar 2026 im elsässischen Colmar ein stilles, aber eindringliches Zeichen für die Freiheit Europas.

Abb. oben: Installationsansichten © Volker-Johannes Trieb, Fotos: Hermann Pentermann Fotografie

Auf einer Verkehrsinsel in Colmar (45 Route de Strasbourg) wird eine symbolische Installation errichtet. Im Mittelpunkt steht ein im russisch-ukrainischen Krieg zerstörtes Auto, das bereits an früheren Jahrestagen des Kriegsbeginns an zentralen Orten gezeigt wurde – zum zweiten Jahrestag 2024 am Denkmal für die sowjetischen Toten des Zweiten Weltkriegs an der Straße des 17. Juni in Berlin, Deutschland, und zum dritten Jahrestag 2025 vor der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin.

Nun wird das Fahrzeug bewusst in Beziehung zur Statue de la Liberté gesetzt – jenem Symbol, das Freiheit, Selbstbestimmung und demokratische Verantwortung über nationale Grenzen hinweg verkörpert. Der Bildhauer der Freiheitsstatue, Frédéric-Auguste Bartholdi, ist in Colmar geboren. Vor der verkleinerten Replik seiner Statue, die seit 2004 in Colmar steht, platziert Trieb das ukrainische Fahrzeug.

Die Freiheitsstatue wurde den Vereinigten Staaten von Amerika von Frankreich als Geschenk überreicht, um nicht zuletzt an die US-amerikanische Unabhängigkeit von 1776 und die gemeinsamen Ideale von Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung zu erinnern. Ihre Idee entstand 1865, die offizielle Einweihung erfolgte 1886 in New York City. Als französisch-US-amerikanisches Gemeinschaftswerk steht sie bis heute nicht nur für die Freiheit der USA, sondern für ein transatlantisches Freiheitsversprechen, das Europa nach 1945 geprägt hat – und dessen Verteidigung heute erneut herausgefordert ist.

Im Innern des zerschossenen ukrainischen Autos befinden sich Körper aus geometrischen Spiegeln. Wer in das Fahrzeug blickt, sieht sich selbst. Damit wird jede Betrachterin und jeder Betrachter Teil der Installation – und Teil der Frage, was Freiheit heute bedeutet und wer bereit ist, diese zu verteidigen. Ein Trauerkranz in den Farben der Ukraine ergänzt die Installation und erinnert an die Opfer des Krieges sowie an die fortdauernde Bedrohung der europäischen Friedensordnung.

„Die Freiheit, in der wir heute in Europa leben, ist keine Selbstverständlichkeit“, sagt der Künstler Volker-Johannes Trieb. „Sie wurde uns nach 1945 von den Alliierten zurückgegeben, und sie wird heute in der Ukraine verteidigt. Wer in dieses Auto schaut und sich selbst sieht, soll begreifen: Diese Freiheit geht uns alle an.“

Das Fahrzeug wurde mit Unterstützung des deutschen Vereins „Meckenheim hilft“ aus der Ukraine nach Deutschland gebracht, mit besonderer Hilfe seines Vorsitzenden Stefan Pohl; jetzt kommt es nach Frankreich.

Die Aktion findet als nicht genehmigte, temporäre Installation in den frühen Morgenstunden des 24.02.2026 statt – als künstlerischer Eingriff in den öffentlichen Raum und als stiller, aber klarer politischer Appell an Politik und Gesellschaft.
ÇVolker-Johannes Trieb: „Die Installation mahnt uns: Solidarität mit der Ukraine ist nicht nur ein Wort – sie ist unsere gemeinsame Verantwortung für die Freiheit Europas.“

WANN?

Dienstag, 24. Februar 2026 – 18:00 UHR

WO?

Verkehrsinsel, 45
Route de Strasbourg
68000 Colmar, Frankreich


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