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Donnerstag, Februar 19, 2026

Adam Russell-Jones: Release the Hounds – Sophiensæle | 27.02.-28.02.2026

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Am 27. und 28. Februar 2026 zeigt der in Berlin lebende britische Tänzer Adam Russell-Jones im Festsaal seine Performance Release the Hounds. Inspiriert von Tanzmarathons der 1920er/1930er Jahre und der Rave-Kultur, führt das Stück das Publikum auf die „Tanzfläche der Psyche“ des Performers: ein poetisches, körperliches Gedicht über Ausdauer, Flucht und Überleben durch Tanz. Mit Gesang, Bewegung und Erinnerungen an Ballsaal und Nachtclub beleuchtet Russell-Jones die Sinnlichkeit und Dringlichkeit des letzten Tänzers auf der Fläche – zwischen Vergnügen und Notwendigkeit, Geschichte und Gegenwart.

Abb. oben: Bild: © Mayra Wallraff

Release the Hounds zeigt einen Tanz durch die Krise. Auf der Bühne schlängelt sich der Performer durch eine Reihe von Gesangs- und Tanznummern in Form eines offenen körperlichen Gedichts. Angelegt auf der Tanzfläche der Psyche des Performers – die an einen Ballsaal oder den Keller eines Nachtclubs erinnert – zeigt das Spektakel einen Mann, der nicht aufhören kann zu tanzen.

Inspiriert von den Tanzmarathons der 1920er/1930er Jahre während der Großen Depression in den USA und der Rave-Kultur, sowohl der heutigen als auch der aus der Thatcher-Ära, ist Release the Hounds eine Ballade über den Tänzer aus der Arbeiterklasse. Während er auf der Tanzfläche schwankt und in der Zeit schwebt, stellt sich die Frage, ob er zum Vergnügen oder zum Geldverdienen da ist. Das Werk untersucht die sinnliche und poetische Erfahrung, die letzte Person auf der Tanzfläche zu sein; eine abstrakte Darstellung des Tanzes als Flucht aus der Realität, aber auch als Mittel, um sie zu überleben.

Inspiriert von dem Roman RAVE von Rainald Goetz und dem Film They Shoot Horses Don’t They? aus dem Jahr 1996 folgt Release the Hounds einer Erzählung, in der man nicht immer über die Runden kommt, doch in der das Werk klar bleibt: der Tänzer muss weitertanzen.

Release The Hounds feierte im Januar 2025 im Rahmen der Tanztage Berlin in den Sophiensælen Premiere.

Adam Russell-Jones ist ein in Großbritannien geborener und in Berlin lebender Tanzkünstler. Er begann seine professionelle Ballettausbildung an der Elmhurst School for Dance in Birmingham und wechselte anschließend an die Royal Ballet School in London. Nach seinem Abschluss trat Adam dem Stuttgarter Ballett bei. Während seiner Zeit dort wurde er vom Deutschen Bühnenverein für den Faust-Preis in der Kategorie „Beste Darstellerleistung“ für seineRolle in Spectre de la Rose von Marco Goecke nominiert.

2017 wechselte Russell-Jones zum Nederlands Dans Theater und später zum Staatsballett Hannover. Seit 2022 arbeitet er als freischaffender Künstler in Berlin. 2025 schuf Russell-Jones im Rahmen der Tanztage Berlin in den Sophiensælen seine erste abendfüllendes Performance, Release the Hounds, das große Anerkennung von Seiten der Kritik erhielt. Release the Hounds wurde zudem beim ImPulsTanz – Internationales Tanzfestival in Wien sowie im Southbank Centre in London gezeigt.

WANN?

Ausstellung: Freitag, 27. Februar – Samstag, 28 Februar 2026

WO?

Sophiensæle
Sophienstraße 18 
10178 Berlin

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