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Dienstag, Februar 10, 2026

Vortrag der Künstlerin Catherine Opie – Neue Nationalgalerie (Berlin) | 19.02.2026

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In der Berliner Neue Nationalgalerie findet am Donnerstag, 19. Februar 2026 um 19:30 Uhr ein Vortrag der US-amerikanischen Künstlerin Catherine Opie statt. Der Vortrag findet anlässlich der Einzelausstellung „The Pause That Dreams Against Erasure“ von Catherine Opie in Kassel statt. Er wird von der Neuen Nationalgalerie, der American Academy in Berlin und dem Fridericianum veranstaltet.

Abb. oben: © Catherine Opie, Courtesy Regen Projects, Los Angeles; Lehmann Maupin, New York, Hong Kong, London, and Seoul; and Thomas Dane Gallery. Foto: Heather Rasmussen 

Die Fragen, was einen Menschen ausmacht, welche Einflüsse ihn prägen, wie sich gesellschaftliche Zuschreibungen überwinden lassen und welche alternativen Lebensentwürfe denk- und lebbar sind, bilden einen zentralen Ausgangspunkt im Werk von Catherine Opie. Seit den frühen 1990er-Jahren entwickelt die Künstlerin ein komplexes, medienübergreifenden Œuvre, das vor allem Fotografien, aber auch Filme, Kunstbücher und Installationen umfasst.

1961 in Sandusky, Ohio, geboren und heute in Los Angeles tätig, arbeitet Opie mit drei grundlegenden fotografischen Genres: Landschaft, Porträt und Dokumentation. Diese dienen ihr weniger als feststehende Kategorien, denn als Ausgangspunkte für die fortlaufende Auseinandersetzung mit Fragen von Sichtbarkeit und Repräsentation sowie der Praxis der Fotografie als Akt des Bezeugens. Ihr Werk verbindet dokumentarische Präzision mit künstlerischer Setzung und poetischer Tiefe – von den frühen, von der Malereitradition der Renaissance inspirierten Porträtaufnahmen ihres queeren Umfelds über Serien, die Landschaft als Resonanzraum für Identität, Hoffnung und Traumata erkunden, bis hin zu den eindringlichen Dokumentationen sozialer Bewegungen wie Black Lives Matter oder von Protestmärschen im Kontext der Präsidentschaft von Donald Trump.

Als genaue Beobachterin des gesellschaftlichen Lebens knüpft Opie an die Tradition der sozialorientierten Dokumentarfotografie des 20. Jahrhunderts an – geprägt durch fotografische Positionen wie Lewis Hine, Robert Frank, Diane Arbus und Dorothea Lange – und unterzieht sie einer weitsichtigen, einfühlsamen Aktualisierung.

Anlässlich ihrer Einzelausstellung „The Pause That Dreams Against Erasure“ in Kassel laden die Neue Nationalgalerie, die American Academy in Berlin und das Fridericianum zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Künstlerin ein. In ihrem Vortrag gibt Opie Einblicke in ihre künstlerische Praxis, die Entwicklung ihres Werks und die gesellschaftlichen Fragestellungen, die ihre Arbeit bis heute antreiben. Im Anschluss findet ein Q&A statt und bietet Raum für Austausch und Diskussion.

WANN?

Donnerstag, 19. Februar 2026 um 19:30 Uhr

WO?

Neue Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

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