Am 21. März 2026 kommt das Ballett Nurejew in der Choreographie von Yuri Possokhov, inszeniert von Kirill Serebrennikov und mit Musik von Ilya Demutsky erstmals außerhalb Russlands zur Premiere. Als Gesamtkunstwerk verbindet die Produktion Ballett, Oper und Schauspiel und ist eine Hommage an einen Ausnahmekünstler und Rebell.
Abb. oben: David Soares und Ensemble in Nurejew Foto: Carlos Quezada
Das Staatsballett Berlin präsentiert mit der Premiere von Nurejew am 21. März 2026 in der Deutschen Oper Berlin ein preisgekröntes Ballett, choreographiert von Yuri Possokhov, in der Inszenierung von Kirill Serebrennikov, mit eigens dafür komponierter Musik von Ilya Demutsky. Mit 141 Darsteller*innen, darunter Tänzer*innen, Statist*innen, Gesangsolist*innen, der Vokalconsort, eine Jazz-Band, ein Harfenist und ein Schauspieler verschmelzen Ballett, Oper und Schauspiel in diesem groß angelegten Gesamtkunstwerk zu einer eindrucksvollen Hommage an das Leben und die Karriere von Rudolf Nurejew, einem der größten Tänzer des 20. Jahrhunderts.
Choreograph Yuri Possokhov möchte hierbei nicht nur den Star, sondern auch den Menschen hinter der Fassade darstellen: «Nurejew ist eine monumentale Figur für das Ballett, die die Rolle des männlichen Tänzers grundlegend verändert hat. Ich wollte sowohl sein Genie als auch seine Menschlichkeit in den Mittelpunkt stellen und zugleich seine Verletzlichkeit zeigen.»
Regisseur Kirill Serebrennikov betont Nurejews Intensität und seinen Drang nach Freiheit: «Mir war es wichtig, Nurejews intensives Lebensgefühl hervorzuheben. Er war vom Tanz geradezu besessen und arbeitete fast jeden Tag des Jahres ohne Unterbrechung. (…) Für mich verkörpert Rudolf Nurejew wahre Hingabe an die Kunst und echte künstlerische Freiheit.»
Komponist Ilya Demutsky erschuf eine Musik, die verschiedenste Stile vereint, so erklingen u.a. Musikzitate aus Ballettklassikern und Choreographien, die Nurejew getanzt und inszeniert hat, eine Jazz-Gruppe entführt in das Pariser Nachtleben und ein Chor zitiert ein tatarisches Wiegenlied: «In Nurejew gibt es Momente, in denen Musik aus verschiedenen Balletten gleichzeitig erklingt, ohne dass ich eine einzige Note verändert oder auch nur die Tonarten angepasst hätte.»
David Soares verkörpert zur Premiere den Ausnahmekünstler in eindringlichen Szenen aus Nurejews Leben: von seiner außergewöhnlichen Karriere in der Sowjetunion über seine spektakuläre Flucht in den Westen bis hin zu seinem prägenden Einfluss auf die westliche Ballettszene. Nach der gefeierten Uraufführung in Russland 2017 verschwand das Werk im Zuge der 2022 verschärften LGBTQ-Gesetze aus dem Programm des Bolschoi-Theaters, mit der Begründung, das Stück verstoße gegen das Verbot von Propaganda «nicht traditioneller Werte».
WANN?
Premiere: 21. März 2026, 19.30 Uhr
Aufführungen: 24., 25., 30. März 2026
01., 04., 06., 07., 12., 18., 24., 26. April 2026
WO?
Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10627 Berlin





