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Samstag, Februar 28, 2026

Programm-Highlights im Februar 2026 – Deutsche Oper Berlin

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Im Februar 2026 kommen die höchst anspruchsvollen “Gurrelieder” von Arnold Schönberg mit Sir Donald Runnicles in der Philharmonie und Franz Schrekers DER SCHATZGRÄBER sowie Detlev Glanerts DIE DREI RÄTSEL zurück auf den Spielplan der Deutschen Oper Berlin.

Abb. oben: DIE DREI RÄTSEL © Nancy Jesse. Courtesy of Deutsche Oper Berlin

Am 10. Februar steht mit Arnold Schönbergs „Gurreliedern’’ eines der absoluten Gipfelwerke der chorsinfonischen Literatur, das aufgrund seiner immensen Anforderungen nur selten zu erleben ist, auf dem Programm. Neben Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin wirken der Rundfunkchor Berlin sowie als Solisten AJ Glueckert, Felicia Moore, Annika Schlicht, Thomas Blondelle, Thomas Lehman und als Sprecher Thomas Quasthoff mit. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Sir Donald Runnicles, die Chöre hat Jeremy Bines einstudiert.

Das Konzert findet am 10.02. um 20 Uhr in der Philharmonie statt.

Es begann als Liederzyklus für zwei Stimmen und Klavierbegleitung und wurde ein chorsinfonisches Mammutwerk: Arnold Schönbergs „Gurrelieder’’ erzählen, basierend auf Gedichten des dänischen Schriftstellers Jens Peter Jacobsen von der Liebe zwischen Tove und König Waldemar. In den „Gurreliedern’’ verbindet Schönberg in der Nachfolge von Richard Wagner, Gustav Mahler und Richard Strauss sämtliche musikalischen Einflüsse der Spätromantik zu einem fast zweistündigen Monumentalwerk, das ein Höhepunkt jener Kunstepoche ist – und zugleich ein Endpunkt: Eigentlich hatte Schönberg in den Jahren der Fertigstellung und Uraufführung der „Gurrelieder“ schon den Schritt in die Atonalität unternommen.

Die Aufführung der „Gurrelieder“ steht zugleich am Ende einer Ära an der Deutschen Oper Berlin, indem sie Teil des Abschieds von Generalmusikdirektor Sir Donald Runnicles sind, der dieses Amt nach 17-jähriger Tätigkeit zum Ende der Saison 2025/26 abgeben wird.

Das Konzert wird live im rbb-Hörfunk auf radio3 übertragen.

Wiederaufnahmen: Schrekers DER SCHATZGRÄBER und Glanerts DIE DREI RÄTSEL

Als eine „riesige Kammermusik für 120 Musiker“ beschreibt Dirigent Marc Albrecht Franz Schrekers mystisches Meisterwerk über die mutterlose Wirtstochter Els, die ihre Liebhaber zum Raub an heißbegehrtem Schmuck anstiftet und sie nach Übergabe des Diebesguts skrupellos ermorden lässt. Ganz anders der fahrende Sänger Elis, der mit seiner geheimnisvollen Laute Schätze aufzuspüren vermag, die er großzügig verschenkt. Doch selbst der Besitz allen Goldgeschmeides stillt beider Verlangen nicht.

DER SCHATZGRÄBER war eine der wichtigsten Opern der 20er Jahre. Schon die Uraufführung 1920 in Frankfurt geriet zum Sensationserfolg und es folgten in den nächsten fünf Jahren 44 Inszenierungen an verschiedenen Häusern. Doch dann wurde es still um das ehedem beliebte Werk. Die Partie der Els übernimmt Olesya Golovneva, zuletzt in der Titelpartie von Respighis LA FIAMMA gefeiert. Als Elis kehrt Daniel Johansson zurück an die Deutsche Oper Berlin, als Narr Thomas Cilluffo und als Vogt Tómas Tómasson. Vorstellungen am 30. Januar, 7. und 12. Februar.

Detlev Glanerts DIE DREI RÄTSEL erlebte im Oktober 2025 eine fulminante Premiere, die Inszenierung kehrt am 13. (11 Uhr) und am 15. Februar (14 und 18 Uhr) für drei Vorstellungen zurück auf den Spielplan. In diesem Werk sind der Kinderchor und der Junge Chor die Hauptakteure auf der Bühne neben den jungen Protagonisten Lasso und Scharada, gestaltet von Solist*innen des Kinderchores sowie Ensemblemitgliedern, die die zweifelhafte Welt der Erwachsenen verkörpern. „Wenn eine Inszenierung dann so glückt, dass immer wieder einzeln arrangierte Bilder mit tosendem Applaus begrüßt werden, zeigt das: Musiktheater kann auch ein junges Publikum in Ekstase versetzen – noch dazu mit der gleichen musikalischen Qualität wie das der ‚Großen‘“, urteilte die Deutsche Bühne nach der Premiere. Regisseurin Brigitte Dethier, gerade mit dem FAUST-Preis für ihr Lebenswerk geehrt, und Ausstatterin Carolin Mittler gelingt eine Inszenierung mit viel Liebe zum Detail. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Dominic Limburg, der neben den Orchestermusikern eine große Anzahl an jugendlichen Musikerinnen und Musikern vor sich an den Pulten hat.

Besetzungs-Highlights: ELEKTRA und RIGOLETTO

Catherine Foster gilt nach wie vor als eine der unbestritten herausragenden Elektra-Besetzungen und wir freuen uns, sie am 21. und 27. Februar wieder in dieser Partie zu Gast zu haben. Zuletzt begeisterte sie als Färbersfrau in Tobias Kratzers und Donald Runnicles Interpretation der FRAU OHNE SCHATTEN. An ihrer Seite die charismatische Karita Mattila als Klytämnestra und Flurina Stucki als Chrysothemis sowie Tobias Kehrer als Orest.

Xabier Anduaga dürfte einer der spannendsten jungen Tenöre sein, die gerade die großen Opernhäuser erobern. Ein sensationelles Debüt als Nemorino (L’ELISIR D’AMORE) an der Metropolitan Opera gab er, auch an den Opernhäusern in Wien, München, London und Madrid ist er bereits aufgetreten und an der Deutschen Oper Berlin überzeugte er in ANNA BOLENA. Nun also freuen wir uns in RIGOLETTO am 22. Februar und 1. März auf seinen Herzog von Mantua an der Seite von Juan Jesús Rodriguez in der Titelpartie und Lilit Davtyan, die als Gilda debütiert.

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