Hilma af Klint – Grand Palais + Centre Pompidou (Paris) | 06.05.bis 30.08.2026
Im Frühjahr 2026 widmen das Grand Palais und das Centre Pompidou der Künstlerin Hilma af Klint (1862–1944) eine außergewöhnliche Ausstellung, deren Werk die Chronologie der modernen Kunst grundlegend in Frage stellt. Lange bevor etablierte Figuren der Abstraktion wie Wassily Kandinsky oder Kazimir Malevich bekannt wurden, schuf Hilma af Klint bereits ab 1906 Gemälde von außergewöhnlicher Kühnheit, die Geometrie, flächige leuchtende Farben und organische Formen verbinden und damit zentrale Strömungen des 20. Jahrhunderts ankündigen. Zu diesem Anlass setzen das Grand Palais und das Centre Pompidou ein besonderes Zeichen, indem sie erstmals in Frankreich den Zyklus der „Tempelbilder“ (1906–1915) präsentieren, ihr Hauptwerk, zu dem auch die berühmte monumentale Serie „Die zehn Größten“ gehört, die von der visionären Kraft einer Künstlerin zeugt, die ihrer Zeit entschieden voraus war.



