A musée vous, A musée moi: Sylvia von Harden sort du cadre! – Centre Pompidou (auf YouTube + in den sozialen Netzwerken) | ab 05.04.2026

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Mit « A musée vous, A musée moi » spielt das Centre Pompidou mit der klanglichen Nähe zu „Amusez-vous“ – „Habt Spaß“. In der neuen Webserie « Sylvia von Harden sort du cadre! » verlässt die ikonische Figur aus dem berühmten Porträt von Otto Dix buchstäblich den Bildraum. Sie tritt heraus – aus dem Rahmen, aus der Zeit – und begegnet der Gegenwart mit einem ebenso scharfen wie eigenwilligen Blick. In kurzen, pointierten Episoden werden so Meisterwerke lebendig, ihre Geschichten zugänglich und überraschend aktuell. Seit dem 5. April 2026 entfaltet sich dieser spielerische Dialog zwischen Kunstgeschichte und Gegenwart auf YouTube und in den sozialen Medien.

Abb. oben: Capture d’écran de la websérie © Centre Pompidou © Dada Média – Centre Pompidou – 2026

Die Webserie « A musée vous, A musée moi » lädt die Zuschauer:innen dazu ein, in berühmte Gemälde einzutauchen, indem sie deren Figuren wieder zum Leben erweckt. In einem kurzen Format von etwa zwei Minuten ermöglicht sie es, ein Kunstwerk und seinen Künstler besser kennenzulernen und zugleich die Erfahrung des Publikums vor einem Gemälde zu entmystifizieren.

Für diese neue Staffel erwacht die ikonische Sylvia von Harden in einer sorgfältig rekonstruierten Kulisse und in humorvollem Ton zum Leben. Mit fünf Episoden, die alle zwei Wochen in den sozialen Netzwerken veröffentlicht werden, erkundet diese Webserie die komplexe Beziehung zwischen Sylvia von Harden und Otto Dix, geprägt von gegenseitiger Bewunderung, aber auch von Ambivalenz, sowie die Entstehungsumstände dieses Gemäldes und die künstlerische Bewegung, in die es einzuordnen ist. Otto Dix erscheint dabei als ein klarblickender und kühner Maler mit einem scharfen Blick auf die Gesellschaft. Er malt nicht, um zu gefallen, sondern um Zeugnis abzulegen. Ihm gegenüber steht Sylvia von Harden als eine mutige und provokante Frau, bisweilen mythoman, jedoch stets mit beißendem Humor ausgestattet. Die Webserie greift zudem zeitgenössische Fragestellungen auf: Im Verlauf der Episoden hinterfragt Sylvia geschlechtsspezifische Lohnungleichheiten und reflektiert über ihr Verhältnis zum eigenen Körper und zu ihrem Bild in der Öffentlichkeit.

Bereits in der ersten Episode erzählt Sylvia in einem abgehackten Rhythmus von ihrem chaotischen Tag: Artikel abgelehnt, sexistische Bemerkungen, das Geräusch von Stiefeln auf der Straße. Im Café spricht sie ein Fremder an, der sie porträtieren möchte, überzeugt davon, dass sie die Verkörperung einer neuen Generation von Frauen ist.

Diese Episode entführt in das künstlerische Lebensgefühl des Berlins der 1920er Jahre. Im Jahr 1926 spricht Otto Dix Sylvia im Romanischen Café an, einem bedeutenden Treffpunkt der literarischen und künstlerischen Szene Berlins in Berlin-Charlottenburg. Fasziniert von ihrem unkonventionellen Auftreten, besteht der deutsche Maler, führender Vertreter der Neuen Sachlichkeit, darauf, sie zu porträtieren. Diese Journalistin und Dichterin verkörpert vollständig die „Neue Frau“, eine emanzipierte Frau mit kurzen Haaren.

Dieses Treffen ist der Ursprung eines emblematischen Gemäldes der modernen Kunstgeschichte, das heute zu den Meisterwerken der Sammlung des Centre Pompidou zählt und dessen Geschichte sich im Verlauf der Episoden entdecken lässt.

DEEEDS NEWS Pompidou crédit visuels Capture d écran de la websérie © Centre Pompidou © Dada Média – Centre Pompido – 2026
crédit visuels: Capture d’écran de la websérie © Centre Pompidou © Dada Média – Centre Pompidou – 2026

Jede Episode erkundet eine künstlerische Strömung, ihre Geschichte und ihre emblematischen Werke. Kubismus, Surrealismus, abstrakter Expressionismus, … für eine vertiefte Entdeckung der Schätze des Centre Pompidou.

WANN?

Ab Sonntag, 5. April 2026

WO?

Instagram, Facebook,TikTok, Bluesky, LinkedIn und Youtube

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