Thomas Zipp 1966-2026

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Der Künstler und Kunstprofessor Thomas Zipp ist am Karfreitag 2026 unerwartet verstorben. Dies teilte das Kunstmagazin monopol einen Tag später unter Berufung auf die Zipp vertretende Berliner Galerie Barbara Thumm mit.

Abb. oben: Thomas Zipp, A. WOW!, 2024, Collage, framed, image courtesy of the artist and Galerie Barbara Thumm, gezeigt im Rahmen von Rohkunstbau 2025

Zipp gehörte seit den 1990er-Jahren zu den prägenden Stimmen der deutschen Gegenwartskunst. Geboren 1966 in Heppenheim, studierte er bei Thomas Bayerle an der Städelschule in Frankfurt sowie an der Slade School of Fine Art in London. Seit 2008 lehrte er als Professor für Malerei und Multimedia an der Universität der Künste Berlin.

Seine Arbeiten entfalteten sich selten in klaren Kategorien. Malerei, Installation und Performance griffen ineinander. In visuellen und thematischen Collagen ließ er sich Wissenschaft, Religion und gesellschaftliche Ordnungssysteme gegenseitig befragen. Zipp interessierte sich für das Unstabile, für Zwischenzustände. Seine Bildwelten waren dabei oft von einer trockenen, eigensinnigen Ironie durchzogen.

Thomas Zipp stellte international aus, unter anderem auf der Biennale di Venezia sowie in Museen und Institutionen in New York, London und Zürich.

Die Todesursache wurde bislang nicht bekannt gegeben.
Nachtrag: Wie u.a. der Tagesspiegel am 08.04.2026 mitteilte, erlag Thomas Zipp einem Aneurysma.

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