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Mittwoch, Dezember 7, 2022

Deutsche Oper: Adventskalender im Foyer, Schneekönigin + Highlights im Dezember 2021

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Im Dezember lädt die Deutsche Oper zu einem Adventskalender der besonderen Art, bei dem sich an verschiedenen Tagen im Foyer der Deutschen Oper “Fensterchen öffnen”. In diesen kleinen Veranstaltungen, den sogenannten Fensterchen, wirft die Deutsche Oper einen Blick auf Weihnachtstraditionen und Bräuche berühmter Komponisten und lädt bei freiem Eintritt zu Kammermusikalischem, Rezitationen und Gesprächen.

Abb. oben: DIE SCHNEEKÖNIGIN, Regie: Brigitte Dethier, Uraufführung 22. November 2019 Tischlerei der Deutschen Oper Berlin, copyright: Thomas Aurin

Der Adventskalender ist bereits Tradition. Von Montag bis Freitag, zwischen dem 1. und 23. Dezember, wird im Rang-Foyer oder auf dem Götz-Friedrich-Platz gesungen, musiziert und auch über Kunst und Musik gesprochen. Beginn ist jeweils um 17.00 Uhr bei freiem Eintritt. Dabei kann man Mitglieder aus den Ensembles der Deutschen Oper Berlin – Sänger*innen und Stipendiat:innen, Chorsolist:innen und Musiker:innen – zusammen mit Gästen, die wie Reinhard Naumann dem Haus eng verbunden sind, erleben. Die Foyers der Deutschen Oper Berlin werden so zu Orten der Begegnung von jüngerer und älterer Generation, von Opernliebhabern und Opernneulingen. An den Wochenenden und an Heiligabend finden Online-Verlosungen auf der Startseite der Website statt.

Die Schneekönigin

Seit Generationen ist Hans Christian Andersens Kunstmärchen aus den Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken – und hat Autoren und Komponisten inspiriert. Jetzt verwandelt sich im November und Dezember die Tischlerei der Deutschen Oper Berlin in die eisig-kalte Welt der Schneekönigin. Komponist Samuel Penderbayne, Librettist Christian Schönfelder und die Regisseurin Brigitte Dethier gehen mit einer Schauspielerin, drei Sängern und fünf Musikern auf Gerdas Reise. Gerda und Kay sind beste Freunde. Doch als Kay einen Splitter ins Auge bekommt, ist plötzlich alles anders. Kindisch, brav und blöd findet er Gerda und seine anderen Freunde und folgt der verlockenden Stimme der eisschönen Schneekönigin. Jetzt macht sich Gerda auf – und während sie ihren Kay sucht, findet sie sich selbst: Im schaurig-schönen Reich der Blumenkönigin, am langweilig-goldenen Hof der Prinzessin, in der gefährlich-dunklen Höhle der Räuberkönigin lernt sie für sich und ihre Freunde einzustehen. Mit Hilfe von Krähe und Rentier findet sie am Ende den Weg in den kalten Norden Lapplands und kann mit der wahren Macht der Freundschaft – dem Lachen – ihren Kay aus den Klauen der Schneekönigin befreien. Mit Witz und Schauer erzählen die Macher und Protagonisten einen Road-Movie: Musizierende Blumen, eine krächzende Klarinette, ein Tuba-Rentier und die schaurig-schöne Synthesizer-Welt der Schneekönigin sind nur einige Zutaten für dieses Musiktheater, bei dem die Kinder hautnah am Geschehen sind. Termine kindergerecht tagsüber im Dezember 2021.

Highlights im Dezember

Die große Mezzosopranistin Doris Soffel, die zuletzt an der Deutschen Oper Berlin in der preisgekrönten Uraufführung von Detlev Glanerts OCEANE begeisterte, gibt am 2. Dezember im Foyer einen Konzertabend mit Liedern von Gustav Mahler bis Kurt Weill.

Schon zwei Tage später, am 4. Dezember, folgt eine weitere herausragende Solistin auf der großen Bühne, wenn Anja Harteros zusammen mit dem Orchester unter Leitung des Slowaken Juraj Valcuha ein ausgewähltes Wagner-Programm präsentiert. Erst im Sommer 2021 gab Anja Harteros an der Bayerischen Staatsoper ihr Debüt als Isolde und kehrt mit dem Finale dieser Partie, mit „Isoldes Liebestod“, nun an die Bismarckstraße zurück. Außerdem interpretiert sie Wagners „Wesendonck-Lieder“.

Im Dezember stehen endlich zwei der großen Verdi-Opern wieder auf dem Spielplan: DON CARLO und UN BALLO IN MASCHERA, beide in herausragenden Besetzungen. Regisseur Marcuro Arturo Marelli erzählt Verdis Drama um Macht, Inquisition und einen tragischen Vater-Sohn-Konflikt innerhalb eines Mauerlabyrinths, das vom Escorial inspiriert ist. In der Partie des Philipp steht Alex Esposito auf der Bühne, als Don Carlo Robert Watson, als Rodrigo Etienne Dupuis und als Großinquisitor Albert Pesendorfer – Nicole Car gestaltet Elisabeth von Valois und Yulia Matochkina Prinzessin Eboli. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von James Gaffigan. Vorstellungen sind am 5., 9., 15. und Dezember.

Und am 20., 22. und 29. Dezember kehrt Götz Friedrichs Inszenierung UN BALLO IN MASCHERA aus dem Jahr 1993 zurück auf den Spielplan, unter Leitung von Michelangelo Mazza. Mit Yusif Eyvazov, der in der Partie des Gustav III. debütiert, Carlos Álvarez (Graf René Anckarström), Angela Meade (Amelia), Judit Kutasi (Ulrika), Meechot Marrero (Oscar) u. a.

Im Rahmen der Aufführung am 20. Dezember wird Kammersängerin Julia Varady die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Oper Berlin verliehen. Julia Varady stand selbst zum Saisonauftakt 1994/95 als Amelia in Götz Friedrichs Inszenierung auf der Bühne und wurde für ihre überzeugende Verkörperung von Presse und Publikum gefeiert. Ihre hohen Verdienste an diesem Haus werden nun mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft noch einmal gewürdigt.

Eine weitere herausragende Besetzung darf das Publikum mit Aigul Akhmetshina in Rossinis IL BARBIERE DI SIVIGLIA erwarten – die junge russische Mezzosopranistin hat bereits als Carmen das Publikum der Deutschen Oper Berlin begeistert. Vorstellungen finden am 30. Dezember und 2. Januar statt.

Außerdem hat das Ensemblemitglied Mané Galoyan gerade den 2. Platz beim Operalia Wettbewerb 2021 am Moskauer Bolshoi Theater gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

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Deutsche Oper, Bismarckstraße 35, 10627 Berlin-Charlottenburg

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