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Freitag, Januar 28, 2022

LAS präsentiert Robert Irwin mit Light and Space im Kraftwerk Berlin | 05.12.2021-30.01.2022

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LAS zeigt mit Light and Space (Kraftwerk Berlin) das bisher größte in Europa ausgestellte Werk des amerikanischen Künstlers Robert Irwin (*1928, Long Beach) im Kraftwerk Berlin. Seine neueste ortsgebundene Installation im Auftrag von LAS, die ab 5. Dezember zu sehen sein wird, setzt seine 2007 initiierte Werkserie Light and Space fort. Mit dieser Auftragsarbeit bringt LAS einen der bedeutendsten Vertreter der Light and Space-Bewegung ins Zentrum von Berlin. Einen Tag zuvor, am 4. Dezember, eröffnet die Galerie Sprüth Magers Berlin ebenfalls eine Ausstellung mit Robert Irwin. Diese wird bis 26. März 2022 gezeigt.

Abb. oben: Robert Irwin, Light and Space, 2007. Collection Museum of Contemporary Art San Diego. © VG Bild-Kunst, Bonn 2021. Photo: © 2007 Philipp Scholz Rittermann.

Robert Irwin avancierte im Laufe seiner 60-jährigen Karriere zu einem der wichtigsten Pioniere ortsspezifischer Kunst. Dabei bildet das Medium Licht den Kern seiner Auseinandersetzung mit der menschlichen Wahrnehmung und Gestaltung von Räumen. Irwin selbst drückt es folgendermaßen aus: „Mein Anliegen ist es zu ermöglichen, dass du morgen etwas mehr siehst als heute.“1

Für Light and Space (Kraftwerk Berlin) greift Irwin in die monumentale Architektur des Kraftwerk Berlin ein und bietet Besucher:innen die Gelegenheit, in seine Experimente mit Licht und Raum einzutauchen.

Robert Irwin ist eine der Schlüsselfiguren der Light and Space-Bewegung, einer lose verbundenen Gruppe von Künstler:innen, die sich vor dem Hintergrund der radikalen kulturellen Umwälzungen in den 1960er Jahren in Südkalifornien zusammenfand. Einer Zeit, die im Bereich der Kunst geprägt war von grenzüberschreitenden, interdisziplinären Ansätzen, einem Zusammentreffen von Kunst und Wissenschaft und einer Abwendung von objektbezogenen Praktiken.

Ab den 1970er Jahren verfolgte Irwin einen radikal ortsspezifischen Ansatz und schaffte „ortsbedingte“ Kunstwerke, die er aus den Bedingungen des Raumes heraus entwickelt. Auch hier, in Berlins ehemaligen Heizkraftwerk, schafft er durch die Transformation des Raums eine neue erfahrungsorientierte Beziehung zur Umwelt und fordert die Besucher:innen auf, die Idee von Wahrnehmung zu hinterfragen.

Die 2007 begonnene Light and Space-Serie von Irwin besteht aus Leuchtstoffröhren, die in rhythmischen, aber nicht entzifferbaren, abstrakten Mustern auf weißen Wänden angeordnet sind. Für Light and Space (Kraftwerk Berlin) kombiniert der Künstler erstmals blaue und weiße Leuchtstoffröhren, die auf einer monumentalen, freistehenden 16 x 16 Meter großen Wand installiert sind. In Light and Space (Kraftwerk Berlin) entwickelt er sein Konzept weiter und bespielt beide Seiten der freistehenden Wand in einer doppelseitigen Installation.

DEEDS NEWS Robert Irwin 2008 - VG BildKunst Bonn 2021
Robert Irwin, Light and Space III, 2008, Indianapolis Museum of Art at Newfields. © VG Bild-Kunst, Bonn 2021.

Bettina Kames, Direktorin von LAS: „Wir sind eine Institution für Künstler:innen. Mit ihnen zusammen wollen wir ihre größten Träume und Ambitionen verwirklichen. Light and Space (Kraftwerk Berlin) besticht nicht nur durch die immense Größe, sondern vor allem offenbart es, wie radikal und unkonventionell Robert Irwin war und ist. Genau wie LAS verfolgt er eine zukunftsweisende, interdisziplinäre Praxis für die er mit anderen Künstler:innen sowie Wissenschaftler:innen zusammengearbeitet hat – von James Turrell bis zur NASA. Das entspricht der Vision von LAS, Projekte zu realisieren, die sich an der Schnittstelle von Kunst, den neuesten Technologien und Wissenschaft bewegen und so die Zukunft diskutieren.“

Über Robert Irwin

Robert Irwin (*1928, Long Beach, Kalifornien, USA) lebt und arbeitet im kalifornischen San Diego. Er hatte unter anderem Einzelausstellungen am Pratt Institute, New York (2019), dem University Art Museum der California State University, Long Beach (2018), dem Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington, DC (2016), der Corcoran Gallery of Art, Washington, DC (2010), dem Museum of Contemporary Art, San Diego (2007), dem Dia Center for the Arts, New York (1998), dem Musée d’art contemporain, Lyon (1998), der Reina Sofía, Madrid (1995), dem Musée d’art moderne de la Ville de Paris (1994), dem Kölnischen Kunstverein, Köln (1994) und dem Museum of Contemporary Art, Los Angeles (1993). Seit den frühen 1970er Jahren hat Irwin weltweit ortsbedingte Installationen im Innen- und Außenraum umgesetzt, darunter in Institutionen wie der Chinati Foundation, Marfa, TX (2016), dem Dia:Beacon (2015), dem Whitney Museum of American Art, New York (2013), der Sezession in Wien (2013), dem Los Angeles County Museum of Art (2010) und dem Walker Art Center, Minneapolis (2009).

Über LAS

LAS ist eine Berliner Kunstplattform an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Wissenschaft. Mit experimentellen Projekten an unkonventionellen Orten, sowohl im digitalen als auch im physischen Raum, erkundet LAS immer wieder innovative Formen der Ausstellungspraxis. In ihren Reflexionen über die Zukunft folgt LAS ihrem Leitmotiv Licht – ein Symbol, das für grenzüberschreitendes Denken, neues Wissen und Innovation steht.

Ebenfalls zu sehen bei LAS Parallel zu Robert Irwins Ausstellung zeigt LAS im Kraftwerk Berlin eine Reihe von Tanzperformances, entwickelt und realisiert durch die Choreografin Sharon Eyal und ihrem Co-Kreator Gai Behar. Weitere Informationen
unter lightartspace.org.

WO?

Kraftwerk Berlin, Köpenicker Straße 70, 10179 Berlin-Mitte

KOSTET?

Tickets 10 EUR / 5 EUR ermäßigt / 17 EUR Familien (2 Erw. + max 3 Kinder) / Kinder bis 18 Jahre Eintritt frei, mehr hier:

Besuch der Ausstellung planen

WANN?

Sonntag, 5. Dezember 2021 — Sonntag, 30. Januar 2022

Dienstag 10:00 – 20:00 Uhr
Mittwoch 13:00 – 20:00 Uhr
Donnerstag 13:00 – 22:00 Uhr
Freitag 13:00 – 20:00 Uhr
Samstag 11:00 Uhr – 20:00 Uhr
Sonntag 11:00 Uhr – 20:00 Uhr

Letzter Einlass 1 Stunde vor Schließung der Ausstellung.

Montags geschlossen

Die Ausstellung ist außerdem an den folgenden Tagen geschlossen:

  • 10. Dezember 2021
  • 24. / 25. / 31. Dezember 2021
  • 1. Januar 2022
  • 26. / 27. Januar 2022
  • 15. / 28. / 29. Januar ab 18 Uhr geschlossen
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