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Sonntag, September 25, 2022

AthenSYN II: GOING VIRAL – Ausstellung und Symposium für Zeitgenössische Griechische Kunst in Berlin | 21.01.-03.03.2022

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Ab 21. Januar 2022 findet in Berlin-Kreuzberg die Ausstellung und das Symposium für zeitgenössische griechische Kunst in Berlin “AthenSYN II: GOING VIRAL” mit 14 künstlerischen Positionen der Generation Y in der neu eröffneten STEINZEIT Galerie statt. Die Ausstellung ist dort vom 21. Januar bis 3. März 2022 zu sehen. Am 20. Januar 2022 wird die Eröffnung gefeiert. Die Veranstaltung wird kuratiert von Sotirios Bahtsetzis und Katja Ehrhardt.

Abb. oben: Panos Kompis, Revealing the Earth, 2019, Videoperformance

Den teilnehmenden Künstler:innen geht es dabei um Fragen, die unser zukünftiges Zusammenleben betreffen. Die Folgen der Pandemie veranschaulichen buchstäblich die Bedeutung des Wortes „viral“, wie es auch im digitalen Kontext verwendet wird. Tausende von Leben können von den Handlungen eines Individuums abhängen, wenn sich Epidemien ausbreiten. Wie isoliert fühlen und handeln wir als Individuen?

Die Vernetzung allen Seins, die Bedeutung von Eigeninitiative und die Suche nach ökologischen und nachhaltigen Lebensweisen stehen bei AthenSYN II: GOING VIRAL im Vordergrund. Darin zeigt AthenSYN am neu etablierten Ausstellungsort STEINZEIT Galerie Arbeiten aus Malerei, Video, Skulptur und Installation von jungen griechischen, mit der ARTWORKS Fellowship der Stavros Niarchos Foundation (SNF) ausgezeichneten Künstler:innen, geschaffen vor ihrem Erfahrungshintergrund zwischen sozioökonomischer Krise 2009 und der aktuellen Covid-19-Pandemie.

Bezeichnend ist die Positionierung der griechischen Kunst zwischen globalem Süden und Norden, Mangel und Wohlstand, politischem Zentrum und Peripherie, Traditionalismus und Innovationswillen.

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Panos Kompis, Docile Being, 2012

Das Werk von Panos Kompis ist ein poetischer Hinweis auf die menschliche Existenz im Verteidigungsmodus, während Anestis Ioannou die Konstruktion von Subjektivität in Urbanität behandelt.

Kyriaki Goni thematisiert die Beziehung zwischen Mensch und Maschine, die Andreas Ragnar Kassapis im Spannungsverhältnis der Wahrnehmung zwischen natürlich und technisch erzeugten Bildern untersucht.

Im Zeitalter der Augmented Reality verwebt Ionian Bisai soziales Engagement in partizipativen und performativen Strategien zu hybriden Videoinstallationen, Sofia Dona beleuchtet durch den Moment der Verfremdung geschichtliche und soziale ortsspezifische Prägungen, das MASI Collective entwickelt an der Schnittstelle von Architektur, Soziologie und bildender Kunst einen experimentellen Ansatz von urbaner Szenografie und sozialer Kunst.

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Sofia Dona, Mountains Come First, 2021

Maro Fasouli stellt Verbindungen zwischen somatischen Praktiken, Arbeit und Gender her, Ileana Arnaoutou verbindet in ihrer Malerei und Skulptur die Topografie von Sehnsucht, Trauer und Heilung mit somatischen Prozessen und schafft darin eine „Landschaft des Affekts“.

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Ileana Arnaoutou, Sleep scape II, 2021

Maria Tsagkaris Arbeiten zeigen verborgene Narrative, die subversiv auf historische Bezüge reagieren und dabei Fragen rund um die Politik des Begehrens stellen.

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Maria Tsagkari, I couldn`t bear living without you, 2017

Die Arbeiten von Stefania Strouza und Irini Miga wecken Assoziationen zwischen der symbolischen Welt der Gegenstände und Vorstellungen von Zeitlichkeit, Körperlichkeit und Geografie.

Maria Louizous großformatige Skulpturen stellen den Performer als lebenden Resonanzkörper heraus.

DEEDS NEWS - Maria_Louizou_Six_breaths_per_minute_2021_photo_by_Petros_Toufexis
Maria Louizou, Six breaths per minute, 2021, Photo: Petros Toufexis

Ersi Varveri zeigt transformatorische Prozesse im beständigen Werden des Seins.

DEEDS NEWS - Ersi_Vaveri_How_to_become_a_tree_Image_for_Tiques_printed_matter_2021
Ersi Vaveri, How to become a tree, 2021

Die von Sotirios Bahtsetzis und Katja Ehrhardt kuratierte Ausstellung eröffnet ein dreitägiges Symposium im Hybridformat mit Künstler:innen, Theoretiker:innen und Aktivist:innen aus Griechenland und Deutschland zu Nachhaltigkeit, Selbstorganisation und alternativen Ökonomien mit Workshops, Diskussionen und Filmvorführung.

Initiiert und organisiert von AthenSYN in Zusammenarbeit mit ARTWORKS, STEINZEIT Galerie Berlin und FREIRAUM in der Box Berlin. Unterstützt von der Stavros Niarchos Foundation (SNF), Schwarz Stiftung, Kulturamt Friedrichshain-Kreuzberg, Griechische Kulturstiftung Berlin. Unter der Schirmherrschaft der Griechischen Botschaft Berlin.

WANN?

Eröffnung: Donnerstag, 20. Januar 2022, 17 bis 21 Uhr

Ausstellung: Freitag, 21. Januar bis Donnerstag, 3. März 2022

WO?

STEINZEIT Galerie, Kottbusser Straße 11, 10999 Berlin-Kreuzberg

WAS?

Mehr Informationen + Programm

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