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Samstag, März 2, 2024

SomoS zeigt Chad Erpelding: Infected Economies | 19.04.-22.04.2023

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SomoS zeigt seit 19. April 2023 die Ausstellung Infected Economies des Künstlers Chad Erpelding. Die Einzelausstellung “Infected Economies” des Artist-in-Residence Chad Erpelding erforscht die Beziehung zwischen verschiedenen Wirtschaftsmärkten durch Datenvisualisierung.

Abb.oben: Chad Erpelding, IBEX 35 Feb – Mar 2020, Acryl auf Papier, 2023

Während seines Aufenthalts bei SomoS konzentrierte sich der amerikanische Konzeptkünstler und Pädagoge Chad Erpelding auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf verschiedene weltweite Wirtschaftskennzahlen, einschließlich einer Analyse von Börsendaten, BIP, Schulden, Handel usw.

Die enormen Fluktuationen der internationalen Märkte während der Pandemie sind durch rote und schwarze Farbblöcke gekennzeichnet; eine Hommage an die wirtschaftliche Redewendung “in the black/in the red”, was entweder einen Kapitalzufluss oder einen Kapitalabfluss bedeutet. Die Serie gibt diesen Daten eine greifbare Form und lädt das Publikum dazu ein, die untrennbare Beziehung zwischen den internationalen Volkswirtschaften sowie das eigene Verständnis der Börse zu untersuchen.

Als Künstler, der daran interessiert ist, eine Vielzahl von Perspektiven auf die globale Wirtschaft darzustellen, ist Erpelding vor allem daran interessiert, mit dem Publikum durch distanzierte Spekulation zu interagieren. Er hofft, “mit meiner Arbeit den Intellekt anzusprechen, indem ich dem Betrachter Themen zum Nachdenken vorlege, aber nicht unbedingt vorschreibe, wohin diese Gedanken führen”. Sein Interesse an den Aktienmärkten rührt von der Erkenntnis her, dass verschiedene Volkswirtschaften untrennbar miteinander verbunden sind und dass diese Marker oft mit “fast religiöser Inbrunst” verfolgt werden, um die Gesundheit einer Wirtschaft zu messen. Sie sind nicht einfach nur ästhetisierte Zahlen, sondern Kataloge für sozioökonomisches Wohlergehen.

DEEDS NEWS - Courtesy of SomoS - CHAD-ERPELDING
CHAD-ERPELDING

Über Chad Erpelding

Als Künstler, der sich mit der Beziehung zwischen Daten und deren Nutzung beschäftigt, ist Erpeldings Arbeit stark in der visuellen Interpretation quantitativer Forschung verwurzelt, wobei er Statistiken von Unternehmen, politischen Systemen, Regierungsorganisationen, Aktienmärkten und anderen Bereichen in sein Werk einbezieht. Der Künstler, der zunächst Wirtschaftswissenschaften studierte, nutzte sein Interesse an der Mathematik als entscheidendes Element für seine Kunst.

Seine umfangreichen Recherchen heben die Vielfalt der Darstellung und Interpretation globaler Netzwerke und Aktivitäten hervor. Erpeldings Ziel ist es nicht, eine singuläre, persönliche Sichtweise auf die von ihm präsentierten Daten zu fördern, sondern den Betrachter dazu aufzufordern, seine Beziehungen zu diesen Institutionen zu überdenken und gleichzeitig sein Verständnis von seinem Platz in einer globalen Gemeinschaft neu zu bewerten”.

Seine Arbeit hat ihn zu einer akademischen Laufbahn an der Boise State University geführt, wo er zunächst als Direktor des Graduiertenprogramms der Abteilung für Kunst, Design und visuelle Studien und jetzt als Professor für Zeichnung und Malerei tätig ist.

Erpelding versteht unsere heutige Gesellschaft als eine, die auf Unternehmen basiert: “Sie wachsen weiter und konsolidieren sich in einem solchen Ausmaß, dass sie größer sind als viele Volkswirtschaften verschiedener Länder und weiterhin den größten Einfluss auf unsere politischen Systeme ausüben, wobei sie oft auch diese Institutionen überschatten oder kontrollieren.”

In Anspielung auf die Geschichte der abstrakten Malerei produziert er nicht ausschließlich Datenvisualisierung, sondern eine Kombination aus systembasierter Malerei und Datenvisualisierung und erklärt: “Ich möchte den formalen und idealistischen Raum der modernistischen Malerei absichtlich durch unser neues Idol – den Markt – ersetzen.”

WO?

SomoS,
Kottbusser Damm 95, 1.0G
10967, Berlin
U8 – Schönleinstraße, Ausgang Schinkestraße

WANN?

Eröffnung: Dienstag, 18. April, 18-19 Uhr

Dauer: Mittwoch, 19. April-Samstag, 22. April,

Dienstag-Samstag 14-7 Uhr oder nach Vereinbarung

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