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Elisa Carrillo Cabrera verabschiedet sich vom Staatsballett Berlin | 07.07.2024

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Elisa Carrillo Cabrera, langjährige Erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin, verabschiedet sich im Rahmen der Jubiläums-Gala am 7. Juli 2024 nach 17 Jahren von der Kompanie. Die Ausnahmekünstlerin ist die erste lateinamerikanische Tänzerin, die die drei wichtigsten Ballett-Preise der Welt gewonnen hat und begeisterte das Berliner Publikum in einer großen Bandbreite von klassischen bis zeitgenössischen Rollen. 

Abb. oben: Elisa Carrillo Cabrera und Mikhail Kaniskin in Onegin, Foto: Carlos Quezada

Am 7. Juli 2024 verabschiedet sich Elisa Carrillo Cabrera, langjährige Erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin, von der Kompanie nach 17 Jahren im Ensemble. Im Rahmen der Gala – 20 Jahre Staatsballett Berlin wird sie das Solo Tué von Marco Goecke tanzen sowie ein Duett mit Giovanni Princic aus Caravaggio von Mauro Bigonzetti. Die Ausnahmekünstlerin ist die erste lateinamerikanische Tänzerin, die die drei wichtigsten Ballett-Preise der Welt gewonnen hat: den Prix Benois de la Danse, den Soul of Dance Award und den Preis des International Ballet Festival „Dance Open“ in St. Petersburg. 

Elisa Carrillo Cabrera freut sich nun auf einen neuen Abschnitt in ihrer Karriere:  
«Nach 25 Jahren in festen Ensembles – für die ich dem Stuttgarter Ballett und dem Staatsballett Berlin sehr dankbar bin – freue ich mich nun sehr, in den kommenden Jahren nicht nur weiter international zu gastieren, sondern mich auch um Projekte zu kümmern, die mir sehr am Herzen liegen: die Heranführung möglichst breiter Bevölkerungsschichten an den Tanz, die Nachwuchs- und Talentförderung sowie die Stärkung des kulturellen Austauschs durch den Tanz.»

Im Laufe ihrer Karriere verkörperte sie zahlreiche Solopartien in Werken der bedeutendsten Choreographen wie etwa Frederick Ashton, George Balanchine, August Bournonville, John Cranko, Michail Fokin, Marius Petipa, Jerome Robbins, Peter Schaufuss und Uwe Scholz. Sie brachte ihre Stuttgarter Erfahrungen mit John Crankos Stücken in ihre Interpretationen der Rollen der Julia in Romeo und Julia oder der Tatjana in Onegin ein. Beim Staatsballett Berlin tanzte sie in ihrer gesamten Zeit die Rolle der Myrtha in Patrice Barts Giselle sowie die Fliederfee in allen drei Dornröschen-Inszenierungen. In persönlicher Zusammenarbeit studierte sie Choreographien mit Patrice Bart, Nacho Duato, Mats Ek, Marcia Haydée, Vladimir Malakhov, Hans van Manen, Angelin Preljocaj, Heinz Spoerli und Víctor Ullate ein. Besonders häufig war sie beteiligt an Kreationen mit Choreographen, so etwa Mauro Bigonzetti, David Dawson, Alexander Ekman, Marco Goecke, Douglas Lee, Wayne McGregor, John Neumeier, Alexei Ratmansky, Richard Siegal und Christian Spuck.

Elisa Carrillo Cabrera wurde in Texcoco, Mexiko geboren und absolvierte ihre Ausbildung an der Escuela Nacional de Danza Clásica in Mexiko sowie als Stipendiatin an der National English Ballet School London. Ab 1999 tanzte sie beim Stuttgarter Ballett und wechselte 2007 als Demi-Solotänzerin ans Staatsballett Berlin. Hier wurde sie 2009 zur Solotänzerin und 2011 nach der Titelrolle in Schneewittchen von Angelin Preljocaj zur Ersten Solotänzerin befördert. Seither interpretiert sie ein breites Repertoire von klassisch bis zeitgenössisch und gastierte international etwa in Frankreich, Japan, China, den USA, Korea, Italien, Kairo, der Schweiz, Singapur, Bangkok, Hong Kong und Luxemburg. 

Die Mexikanerin ist nicht nur auf der Bühne ein Star. Für ihre Verdienste um die Förderung der Künste in Mexiko wurde sie mit der höchsten künstlerischen Auszeichnung des Landes, der Medaille der Schönen Künste, ausgezeichnet. Sie ist die künstlerische Ko-Direktorin der nationalen Tanzkompanie und Mitglied des internationalen Tanzrates der Unesco. Ein nach ihr benanntes Stipendienprogramm ermöglicht Ballettschüler*innen ein Ausbildungsjahr an renommierten Schulen im Ausland. Seit 2012 lädt sie zu der Gala „Elisa and Friends“ ein und präsentiert ein Programm mit internationalen Ballettstars. Im März dieses Jahres leitete sie im Rahmen des Internationalen Frauentages einen Ballettkurs für mehr als 5.000 Teilnehmer*innen auf dem zentralen Platz Zócalo in Mexiko-Stadt. 2024 zählt das Forbes Magazine sie zu den 100 einflussreichsten Frauen Mexikos.

WANN?
Sonntag, 7. Juli 2024, 18.00 Uhr

WO?
Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35,
10627 Berlin

KOSTEN?
Tickets: 26 – 136 Euro



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