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Searching for meaning – Kröller-Müller Museum | 05.10.2024- 11.05.2025

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Helene Kröller-Müller (1869-1939) war eine der bedeutendsten Privatsammlerinnen Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vom 05. Oktober 2024 bis zum 11. Mai 2025 zeigt das Kröller-Müller Museum die Ausstellung Searching for Meaning mit rund 60 Werken von etwa 30 Künstlern, darunter Vincent van Gogh, Johan Thorn Prikker, Jan Toorop, William Degouve de Nuncques, Odilon Redon, Pierre Puvis de Chavannes, Jan Sluyters, Charley Toorop und Piet Mondriaan, sowie Skulpturen von Künstlern wie John Rädecker und Johan Coenraad Altorf.

Abb. oben: Vincent van Gogh “Olivenhain”, Juni 1889, © Kröller-Müller Museum

In der Ausstellung können die Besucher den Weg von Helene Kröller-Müller und ihre Begegnungen mit Künstlern und Bewegungen, mit Philosophie und Spiritualität nachvollziehen. Ihr Ziel war es, das Museum zu einem Zentrum des spirituellen Lebens inmitten der Stille der Natur zu machen. Searching for Meaning ist eine Ausstellung, die zum zeitgenössischen Nachdenken über das Leben und die Kunst einlädt. Sie bietet einen einzigartigen Einblick in die Persönlichkeit der Museumsgründerin.

Über Helene Kröller-Müller

Als eine der wohlhabendsten Frauen der Niederlande wurde Helene Kröller-Müller (1869-1939) zu einer der bedeutendsten Privatsammlerinnen Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 

Portrait Helene Kröller-Müller, ca. 1905 – 1910, © Kröller-Müller Museum

Im Laufe ihres Lebens sammelte sie rund 12.000 Kunstwerke, darunter 270 Werke von Vincent van Gogh – fast 90 Gemälde und mehr als 180 Zeichnungen, nur das Van Gogh Museum Amsterdam besitzt mehr. Sie zählt zu den ersten, die Werke von Mondrian, Picasso, Seurat und vielen anderen Avantgarde-Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts erwarben.

Jan Sluijters “Composition (earthly and heavenly love)”, ca. 1912, © Kröller-Müller Museum, Copyright artist: contact Pictoright

Für eine Frau ihrer Zeit war es außergewöhnlich, so viele bedeutende Kunstwerke zu sammeln. Sie folgte auch dem Rat des Kunstpädagogen Henk Bremmer, mit dem sie die Idee teilte, dass „wahre“ Kunst eine mystische und spirituelle Erfahrung vermittelt. Dank Bremmers Definition von Kunst lernte Helene das Werk des damals relativ unbekannten Vincent van Gogh schätzen. Sie war überzeugt, dass dieser Künstler „einer der großen Geister der modernen Kunst“ war und dass sein Werk eine neue Entwicklung in der Kunst einleiten würde. 1908 kaufte sie ihren ersten Van Gogh: Rand eines Waldes.

Henry van de Velde, Emblem an der Museumsfassade, 1937-1938

Helene, die mit dem niederländischen Geschäftsmann Anton Kröller verheiratet war und selbst aus einer sehr wohlhabenden deutschen Familie stammte, träumte bald davon, ihre Sammlung jedermann zugänglich zu machen, und sie bat Henry van de Velde, das „Haus der Kultur“ zu bauen. 1938 wurde das Kröller-Müller-Museum im Nationalpark Hoge Veluwe in Zentralholland eröffnet.

Vincent van Gogh “Korb mit Zitronen und Flasche”, 1888, © Kröller-Müller Museum

Die Geschichte von Helene Kröller-Müller und ihrer Sinnsuche wurde noch nie in einer Ausstellung erzählt. Diese Ausstellung bietet einen einzigartigen Einblick in die Persönlichkeit der Museumsgründerin, die eine der innovativsten Visionärinnen einer modernen, internationalen Welt war.

WANN?

Ausstellungsdaten: Samstag 5.Oktober 2024 bis Sonntag 11.Mai 2025

Öffnungzeiten:
Dienstag bis Sonntag und Feiertage von 10.00-17.00 Uhr
Montag von 12.00 bis 17.00 Uhr

WO?

Kröller-Müller Museum
Houtkampweg 6
6731 AW Otterlo
Niederlande

KOSTET?

Normalpreis: 13 EUR

Ermäßigt: 6,50 EUR

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