Berlin Art Week 2026: Metaxy : Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau – Akademie der Künste Hanseatenweg (Berlin) | 09.09.-06.12.2026

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Mit Anh-Linh Ngo, Kurator und Vizepräsident der Akademie der Künste Johanna M. Keller, Programmbeauftragte der Akademie der Künste Zur Begrüßung spricht Manos Tsangaris, Präsident der Akademie der Künste. Anschließend Rundgang durch die Ausstellung. Die Ausstellung findet vom 9. September bis zum 16. Dezember 2026 statt.

Abb. oben: Lebbeus Woods, Transformational City Plan with SCAR Construction, 1993, aus der Serie War and Architecture, Zeichnung mit Grafit, Buntstift, Tinte und elektrostatischer Druck auf Karton, 30,5 × 50,8 cm © Estate of Lebbeus Woods.

Militärische Konflikte und die Folgen der Klimakrise zerstören weltweit Häuser, Städte und Landschaften. Millionen von Menschen verlieren ihr Zuhause. Die Zerstörung reicht allerdings weit über das Gebaute hinaus. Sie erfasst soziale Beziehungen, Lebenswelten und historische Zusammenhänge. Ohne ihre Aufarbeitung setzt der Wiederaufbau die Gewalt mit anderen Mitteln fort. Seine entscheidenden Fragen stellen sich deshalb, bevor überhaupt gebaut wird. Das ist der Ausgangspunkt der Ausstellung „Metaxy : Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau“. Sie widmet sich dem ‚Dazwischen‘. Metaxy, altgriechisch für zwischen, bezeichnet den Raum, in dem Gesellschaften Vergangenheit und Zukunft, Schuld und Verantwortung aushandeln. Rekonstruktion ist hier nicht die Rückkehr zu einem früheren Zustand, sondern die politische Entscheidung, Zusammenhänge freizulegen, die Gewalt zerstört oder verdeckt haben.

Ausgehend vom Akademiegebäude am Hanseatenweg – als exemplarischem Ort des Wiederaufbaus nach 1945 – präsentiert die Ausstellung eine Spurensuche zur Geschichte des Standorts der Akademie der Künste im Hansaviertel und Positionen aus Afghanistan, Bangladesch, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Israel, dem Jemen, Palästina, Polen, dem Sudan, Syrien, der Ukraine und den USA. Internationale Künstler*innen und Raumpraktiker*innen zeigen in ihren Arbeiten, dass Wiederaufbau nur dort gerecht sein kann, wo die Spuren von Gewalt und Verlust freigelegt werden, ohne unterschiedliche Erfahrungen gegeneinander auszuspielen oder zu relativieren.

Ein Veranstaltungsraum als Teil der Ausstellung lädt zu Gesprächen, Vorträgen, Performances ein. Das Veranstaltungsprogramm vertieft die thematischen Schwerpunkte der Ausstellung „Böden“, „Zeiten“ und „Häuser“. ZWISCHENSTÜCKE erweitern die Veranstaltungsbeiträge um eine musikalisch-performative Ebene. Ein Vermittlungsprogramm mit Führungen und Lecture Performance Walks sowie eine ARCH+ Ausgabe vertiefen die Themen der Ausstellung.

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Feda Wardak, From Earth We Come, to Earth We Return, and from Earth We Shall Rise Again, 2026 (in Arbeit) Ein-Kanal-Videoinstallation in Farbe mit Ton aus dem Projekt Chercheurs d’eau (Wassersucher), 20:18 Min., Filmstill © Feda Wardak, Avant La Nuit

Beteiligte Künstler*innen und Raumpraktiker*innen:
Hala Alnaji, Archigrest, Marina Tabassum Architects, Maja Bajević, Karim Bingöl, Centre for Documentary Architecture, Kees Christiaanse, Tiffany Chung, Co-Haty, Salma Samar Damluji, Nir Evron, Ola Hassanain, Paul Hübner, Anton Kolomyeytsev, Omer Krieger, V. Mitch McEwen, megouem, Kioomars Musayyebi, Marina Naprushkina/Neue Nachbarschaft Moabit, Open Group, Ute Richter, Sasha Marianna Salzmann, Immanuel Schumacher, Arinjoy Sen, Nurit Stark, Syrbanism, topoScape, Feda Wardak, Eyal Weizman, Ines Weizman, Julita Wójcik, Lebbeus Woods, Ina Wudtke

„Metaxy : Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau“ ist ein Projekt der Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit ARCH+. Im Rahmen der Berlin Art Week 2026

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Veranstaltungsprogramm und die musikalischen Interventionen ZWISCHENSTÜCKE werden mit Unterstützung und in Kooperation mit der KfW Stiftung umgesetzt.
Weitere Förder*innen: Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste, Hans Sauer Stiftung

Kooperationspartner*innen:
Deutsche UNESCO-Kommission e. V.; IBA Ukraine; OFFEN FÜR KULTUR / Hansabibliothek (Stadtbibliothek Berlin-Mitte); Royal College of Art; SCHAUSTELLE Nachkriegsmoderne; Spreepark Art Space; Ukrainisches Institut in Deutschland

WANN?

Ausstellungsdaten: Mittwoch, 9. September – Sonntag, 6. Dezember 2026

Eröffnung: 9. September 2026, 18.30 Uhr

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag, 14 – 19 Uhr, Donenrstag, 14 – 21 Uhr, Samstag, Sonntag, 12 – 19 Uhr

WO?

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin

KOSTEN?

10 EUR / 7 EUR, Eintritt frei bis 18 Jahre

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