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Samstag, September 24, 2022

Contemporary Show Room CSR startet mit ÜBERSCHAU in der Friedrichstraße | 28.04.-21.05.2022

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Kurz vorm Gallery Weekend hält die zeitgenössische Kunst Einzug in Berlins Friedrichstraße. Am 28. April eröffnet nahe Gendarmenmarkt und Galeries Lafayette die neue Kunstausstellungsreihe des Contemporary Show Room (CSR – supported by ART@Berlin) auf 400 m² im Quartier 205. Die Auftaktausstellung trägt den Titel ÜBERSCHAU. Präsentiert werden 35 zeitgenössische Künstler:innen, die zum Gallery Weekend in Berliner Galerien zu sehen sein werden.

Abb. oben: CSR Contemporary Show Room by DEEDS LAB 2022 – courtesy CSR, photo Alejandro Alvarez

CSR-Initiator und Betreiber ist das gemeinnützige DEEDS.LAB aus Berlin. Es folgt dem Ziel, die zeitgenössische Kunst und die Arbeit ihrer Produzent:innen unterstützend sichtbar zu machen, mehr Menschen für Kunst zu begeistern, Schwellenängste abzubauen, neue Konzepte und Formate zu erproben, die neugierig auf Kunst machen und Kunstvermittlung attraktiver gestalten, einen Raum für Diskurs schaffen und soziale Interaktion fördern. Dafür hat DEEDS.LAB in den nächsten Monaten verschiedene Veranstaltungen im CSR geplant.

DEEDS.NEWS - courtesy - CSR Contemporary Show Room - photo Alejandro Alvarez 1
CSR Contemporary Show Room by DEEDS LAB 2022,
courtesy CSR, photo Alejandro Alvarez

Für die erste Ausstellung ÜBERSCHAU #01 (28.04.-21.05.2022) versammelt CSR gleich einem Brennglas internationale Kunst von 35 zeitgenössischen Künstler:innen aus 13 Ländern: Australien, China, Deutschland, England, Frankreich, Japan, Norwegen, Mongolei, Polen, Russland, Tschechien, Türkei und USA. Diese werden von 15 etablierten, mittelständischen Berliner Galerien vertreten und dort zum Gallery Weekend in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Es sind junge, experimentelle und etablierte Positionen aus den Genres Malerei, Skulptur, Fotografie, Mixed Media und NFT. ÜBERSCHAU bietet gleich einem Extrakt den Überblick über das, was aktuell in diesen Berliner Galerien präsentiert wird.

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CSR Contemporary Show Room by DEEDS LAB 2022 – courtesy CSR, photo Alejandro Alvarez

Bis 30. September 2022 wird CSR ein Spektrum zeitgenössischer Kunst aus Malerei, Fotografie, Zeichnung, Skulptur, NFT und Konzeptkunst von deutschen und internationalen Künstler:innen in verschiedenen Ausstellungsformaten vorstellen. Abseits der klassischen Galeriequartiere Berlins, aber mitten im Herzen der Stadt – und gezielt einem gemischten Publikum aus langjährig Kunstbegeisterten und noch nicht von der Kunstleidenschaft infizierten Menschen.

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CSR Contemporary Show Room by DEEDS LAB 2022 – courtesy CSR, photo Alejandro Alvarez

Teilnehmende Künstler:innen ÜBERSCHAU #01

Gökçen Dilek Acay, Konstantin Bayer, Wolfram Beck, Anna Bittersohl, Nicole Bianchet, Kenneth Blom, Peter Böhnisch, Adrian Buba, Grigori Dor, Frederik Foert, Shingo Francis, Enrico Freitag, Rao Fu, GAMA, Norman Gebauer, Johannes Gervé, Roman Gilz + Gott Gordan, Jens Hausmann, Sue Hayward, Christian Henkel, Gregor Hiltner, Rhys Himsworth, Filip Kalkowski, Bodo Korsig, Hinrich Kröger, Renata Kudlacek, Markus Lüpertz, Adam Noack, Dirk Rathke, Nina Röder, Stefan Schiek, Howard Sherman, Anna Tunikova, Lars Wild.

Teilnehmende Galerien ÜBERSCHAU #01

BBA Gallery (Mitte), EIGENHEIM Weimar/Berlin (Charlottenburg), Galerie Michael Haas (Charlottenburg), Galerie Kremers (Kreuzberg), Luisa Catucci Gallery (Neukölln), Galerie Martin Mertens (Mitte), Galerie mutare (Charlottenburg), nüüd.berlin gallery (Mitte), galerie probst (Charlottenburg), Salongalerie Die Möwe (Mitte), Galerie Schindler (Potsdam), Galerie Schmalfuss Berlin (Charlottenburg), Galerie Sievi (Kreuzberg), Semjon Contemporary (Mitte), Galerie Z22 (Wilmersdorf)

Schlaglichter in die Ausstellung

Die archetypischen Figuren des in Norwegen lebenden Malers Kenneth Blom (Luisa Catucci Gallery, Neukölln) verkörpern in seinen geometrisch konstruierten Gemälden und Skulpturen gleich Schauspielern das Theater der Realität in psychologischen Zuständen.

DEEDS NEWS - Kenneth-Blom-Hotel
Kenneth Blom, The Hotel, 2021, Öl auf Leinwand, 120 x 140cm

Großformatige Gemälde von Anna Tunikova (nüüd.berlin gallery, Mitte) greifen Gebrauchsgegenstände in archetypischen Mustern auf. Die russische Künstlerin schuf auch ein Ölgemälde in den abgedunkelten ukrainischen Farben Gelb und Blau, dessen Erlös zu 100% an ukrainische Geflüchtete gehen wird (zu sehen bei nüüd direkt).

ART at Berlin - courtesy of nueued berlin gallery - Anna Tunikova nr 15
Anna Tunikova, Nr. 15, 2022, Öl u. Ölkreide auf Leinwand, 160 x 120 cm

Eine ältere Arbeit – und gleichsam ein Credo für das neue Ausstellungsformat – ist das Gemälde Vision des Malers Markus Lüpertz aus dem Jahr 1990 (Galerie Michael Haas, Charlottenburg).

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Markus Lüpertz, Vision, 1990, Öl auf Leinwand, 164,5 x 114,5 cm, oben rechts monogrammiert,
rückseitig signiert und betitelt

Die Galerie Michael Haas präsentiert im CSR auch zwei junge Positionen: Die Künstlerin Nicole Bianchet mit dem Werk Up Is The New Down und eine Arbeit Ohne Titel von Peter Böhnisch aus dem Jahr 2021.

DEEDS NEWS Galerie Michael Haas - Peter Boehnisch PEBOHN_P_65.001
Peter Böhnisch, Ohne Titel, 2021, Edelkorund und Pigment auf MDF, 60 x 50 cm, Verso signiert, datiert und betitelt

Eine Einheit zwischen Menschen und Natur sehnen die sanften Gemälde der Australierin Susan Hayward herbei (Galerie Schindler, Potsdam). Die Künstlerin erstellt sie mit einer eigens entwickelten „Malbutter“ aus Bienenwachs, Harz und Pigmenten.

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Sue Hayward, the Composer, 2021, Öl, Wachs, Dammar, Acryl auf Gaze, Leinwand und Holz, 75 x 100 cm

Konzeptkünstler und Maler Rhys Himsworth (BBA Gallery, Mitte) sammelt und schreddert seit über einem Jahrzehnt Elektroschrott und kreiert daraus mithilfe eines selbstgebauten UV-Tintenstrahldruckers ruhevolle Landschaften, die auf den Ursprung der für die Geräte verwendeten Rohstoffe verweisen.

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Rhys Himsworth, Topographies of Decline #07, 2021,
Digital UV ink, acrylic and crushed LCD screens on aluminium,122 cm x 155cm,

Die NFT-Kunst des mongolischen Künstlers GAMA (galerie probst, Charlottenburg) macht mit einer Auswahl aus 999 digital handgezeichneten Pilzmotiven auf den Rückgang der Artenvielfalt aufmerksam.

GAMA, ifungi, 2021, digital als NFT

Die monochromen Gemälde von Shingo Francis zeugen von seinen Erfahrungen mit Buddhismus und Zen, während die abstrakten Arbeiten von Bodo Korsig durch Neurowissenschaft und Hirnforschung geprägt sind (beide Galerie Schmalfuß, Charlottenburg).

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Bodo Korsig, no more excuses, 2008, 250 x 65 cm

Die Bildwelten des chinesischen Malers Rao Fu (Eigenheim Weimar/Berlin, Charlottenburg) führen klassische chinesische Philosophie und Kultur, wie die traditionelle Tuschemalerei, mit Kenntnissen über europäische Malerei und Kunstgeschichte, wie der Romantik zusammen.

Rao Fu, Familien Knight, 2019, Tusche auf Papier, 33 x 40 cm

Der 2004 verstorbene Bildhauer Wolfram Beck (Salongalerie Die Möwe, Mitte) ist Schöpfer der Skulptur der Goldenen Kamera für Deutschlands ältesten Fernsehpreis. Seine im CSR präsentierten Malereien übertragen die Dreidimensionalität seiner Skulpturen ins Zweidimensionale. Ein schwerer Schicksalsschlag im Jahr 1981 warf existentielle Fragen auf – Becks Gedanken zur Transzendenz brachten ihn zum Tor-Motiv.

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Wolfram Beck, Ohne Titel, 1995, Acryl auf Hartfaserplatte, 51 x 59 cm

Die konstruierten architektonischen Realitäten des Malers Jens Hausmann (Galerie Martin Mertens, Mitte) bannen die Bedeutung des Moments, in dem Nichts geschieht, auf die Leinwand – in dem die Handlung erstarrt, kurz bevor etwas geschieht.

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Jens Hausmann, Modern House Nr 37 /Lost in Paradise, Öl auf Leinwand, 180 x 175 cm,

CSR öffnet montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr, bei Events bis in die Abendstunden. Flankiert wird die Ausstellungsreihe von Vernissagen, Midissagen und Finissagen, Künstlergesprächen, Vorträgen, Panels und Podiumsdiskussionen. Im Lese- und Loungebereich ist Diskurs und Austausch möglich. Zur Kunstvermittlung sind Führungen durch die Ausstellungen in verschiedenen Sprachen geplant. Vor Ort können Besucher:innen mit Künstler:innen ins Gespräch kommen oder das Gesehene mit Kunstbüchern, Kunstmagazinen und Katalogen vertiefen.

Über DEEDS.LAB

„Um Kunst zu lieben, muss man Kunst verstehen“. Diesem Statement möchte DEEDS.LAB Nachdruck verleihen. Die gemeinnützige Gesellschaft aus Berlin arbeitet an Formaten für einen Weg zur attraktiveren Vermittlung von Kunst, der nachfolgende Generationen neugierig auf Kunst macht. DEEDS.LAB ermöglicht, fördert und fordert in seinen Ausstellungen und Veranstaltungen den Diskurs über Kunst und deren Sinnhaftigkeit. Es sieht dringenden Bedarf an Formaten mit einer neuen Einladungs- und Vermittlungskultur, um Schwellenängste zu senken und mehr Menschen für die  zeitgenössische Kunst zu begeistert. Denn Kunstbegeisterte und Jungsammler:innen müssen gefunden und aufgebaut werden – sie wachsen nicht auf Bäumen. DEEDS.LAB möchte darüber hinaus Künstler:innen fördern und zeitgenössische Kunst im Zentrum der Stadt sichtbar machen. Denn Berlin ist neben New York und London einer der größten Kunstproduktionsstandorte der Welt.

CSR Contemporary Show Room wird ermöglicht und unterstützt durch ART@Berlin, Betreiber verschiedener Plattformen für zeitgenössische Kunst (Ausstellungsportal artatberlin.com, Kunst-Zeitung deeds.news, Kunstmarktplatz artcompass.berlin)

WANN?

Donnerstag, 28. April bis Freitag, 30. September 2022

Mo – Sa 10:00 – 20:00 Uhr (bei Events länger)

Termine für ÜBERSCHAU

Preview: Mittwoch, 27. April 2022, ab 18 Uhr (nur auf Einladung)

Public Opening: Donnerstag, 28. April 2022, 18 – 22 Uhr

Ausstellungsdaten: Donnerstag, 28. April – Samstag, 21. Mai 2022

WO?

CSR Contemporary Show Room
Friedrichstraße 69
10117 Berlin-Mitte
www.csr.art

Instagram @contemporaryshowroom

#csr #csrart #contemporaryshowroom

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