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Freitag, Dezember 2, 2022

Dr. Kathleen Reinhardt wird neue Direktorin am Georg Kolbe Museum

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Dr. Kathleen Reinhardt übernimmt die Direktion des Georg Kolbe Museums in Berlin. So teilte der Vorsitzende des Kuratoriums, der Berliner Architekt Matthias Muffert, mit. Die promovierte Kulturwissenschaftlerin, Kunsthistorikerin und derzeitige Kuratorin für Gegenwartskunst am Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden folgt auf Dr. Julia Wallner und tritt die Stelle im Dezember 2022 an.

Abb. oben: Dr. Kathleen Reinhardt, courtesy of Georg Kolbe Museum.

Auf Empfehlung der eingesetzten Findungskommission hat das Kuratorium einstimmig Kathleen Reinhardt gewählt. „Mit Frau Dr. Kathleen Reinhardt als neuer Direktorin wird das Georg Kolbe Museum von einer starken Persönlichkeit mit profundem Wissen über die künstlerischen Auseinandersetzungen mit unserer Gegenwart geleitet werden“, sagt André Schmitz, Vorstand der Georg Kolbe Stiftung und ehemaliger Kulturstaatssekretär Berlins.„Sie verfügt über langjährige Erfahrung in unterschiedlichen Kultureinrichtungen und ein großes internationales Netzwerk. Mit Frau Wallner ist es in den vergangenen Jahren gemeinsam gelungen, das Kolbe Museum und seine Arbeit in der ersten Reihe der deutschen Künstlermuseen fest zu positionieren. Ich denke, Frau Reinhardt wird die vielen relevanten Themen des Museums nun an wichtige globale Diskurse knüpfen und damit das Haus weiterentwickeln.“

Kathleen Reinhardt studierte Kulturwissenschaften und Internationales Management an den Universitäten Bayreuth, Amsterdam und Los Angeles und promovierte in Kunstgeschichte am Fachbereich Kunst Afrikas der FU Berlin. Seit 2016 ist sie Kuratorin und Konservatorin für Gegenwartskunst am Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, wo sie wichtige Sammlungsankäufe initiierte, Künstler*innenpublikationen herausgab und eine Reihe vielbeachteter Ausstellungen und Programme verantwortete. Sie kuratierte monographische Ausstellungen mit Marlene Dumas (Skulls 2017), Slavs and Tatars (Made in Dschermany 2018), Ruth Wolf-Rehfeldt und David Horvitz (Für Ruth, der Himmel in Los Angeles 2018), arbeitete u.a. mit Künstler*innen wie Céline Condorelli, Kapwani Kiwanga, Judy Radul, Nasan Tur, Henrike Naumann, Emeka Ogboh und Hassan Khan, und organisierte die wegweisende Gruppenausstellung 1 Million Rosen für Angela Davis sowie zuletzt das Forschungs- und Ausstellungsprojekt Revolutionary Romances. Transkulturelle Kunstgeschichten in der DDR. Zuvor leitete sie die Studios der Berliner Künstler*innen Candice Breitz und Petrit Halilaj, Stationen davor waren u.a. documenta 12, die Peggy Guggenheim Sammlung Venedig und das Goethe-Institut Palermo. Darüber hinaus lehrte Kathleen Reinhardt u.a. an der FU Berlin, der TU Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Zu ihrer neuen Stelle am Georg Kolbe Museum sagt Kathleen Reinhardt: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe an einem der schönsten Museen Berlins und darauf, die bislang geleistete hervorragende Arbeit des Hauses auszubauen. Für ein gemeinsames erweitertes Nachdenken über und mit Kunst möchte ich lokale und internationale Partnerschaften intensivieren. Kern meines Ansatzes ist es, Kunst und Künstler*innen im Kontext ihrer und unserer Zeit zu verorten und zu verstehen und ich freue mich darauf, dies zusammen mit dem Team des Georg Kolbe Museums anzugehen.“

ART at Berlin - Georg Kolbe Museum - Kathleen Reinhardt - 2
Georg Kolbe Museum, courtesy of Georg Kolbe Museum

Die Findungskommission überzeugte sie gleichermaßen durch Ihre interessanten Anknüpfungspunkte an das Werk Georg Kolbes wie auch ihren starken Bezug zur nationalen und internationalen Gegenwartskunst. Der Direktor der Berlinischen Galerie, Dr. Thomas Köhler, Mitglied im Kuratorium und in der Findungskommission, ist überzeugt, dass Kathleen Reinhardt über umfangreiche kuratorische und institutionelle Erfahrung und darüber hinaus über ein großes kommunikatives Talent verfügt: „Ich bin neugierig darauf, wie sie das Profil des Georg Kolbe Museums weiterentwickeln und Kolbes Werk kontextualisieren und in Beziehung zu zeitgenössischen Künstler*innen setzen wird.“

Das Museum im Berliner Westend ist im denk­mal­ge­schützt­en Künstler­haus des Bildhauers Georg Kolbe (1877–1947), einem sachlichen, bauhaus­geprägten Ensemble von 1928 mit innen­liegendem Skulpturengarten. 1950 als Stiftung zur Erschließung, Bewahrung und Vermittlung von Kolbes künstlerischem Nachlass gegründet, versteht sich das Haus heute als Ort des Austauschs und der Forschung. Das Museum fördert mit Ausstellungen und Ver­mittlung­s­ange­boten zur Klassischen Moderne und der zeit­genös­sischen Kunst einen lebendigen Dialog, der historische Fragen mit dem Heute verbindet. Am 14. September eröffnet das Georg Kolbe Museum im Rahmen der Berlin Art Week die Ausstellung Mona Hatoum, ein Kooperationsprojekt des Neuen Berliner Kunstvereins, des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst und des Georg Kolbe Museum.

WO?

Georg Kolbe Museum, Sensburger Allee 25, 14055 Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf

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