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David Černý | QUO VADIS | Walter-Benjamin-Platz | 07.11.2019

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David Černý gilt als einer der provokantesten zeitgenössischen Künstler Tschechiens. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls wird seine Skulptur QUO VADIS (ab 7. November 2019) auf dem Walter-Benjamin-Platz nahe dem Kurfürstendamm gezeigt.

Abb. oben: David Černý, QUO VADIS, Courtesy of David Černý

Die Skulptur QUO VADIS David Černý, ein laufender Trabi, steht als ein Symbol für die Flüchtenden aus der ehemaligen DDR. Sie befindet sich normalerweise in der deutschen Botschaft in Prag, an dem Ort, wo Hans-Dietrich Genscher im Herbst 1989 die Rede zur Wende der deutschen Geschichte gehalten hat. Der Trabi schaffte es, die Flüchtlinge der ehemaligen DDR über die Grenzen in die Freiheit zu bringen. Viele mussten auf der Flucht ihren eignen Trabant zurücklassen, ohne zu wissen wohin die Reise geht: „Quo Vadis“.

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David Černý , Portrait, Courtesy of David Černý

Der tschechische Künstler David Černý wurde 1967 in Prag geboren und absolvierte dort sein Studium an der Akademie für Kunst, Architektur und Design. Nach einem Aufenthalt in den USA kehrt er wieder nach Prag zurück, wo er heute lebt und arbeitet. 2001 gründete er in einem aus den 1920er Jahren stammenden Glas-Warenhaus ein non-profit Kultur-, Kunst- und Veranstaltungszentrum. Das Zentrum trägt den Namen “Meet Factory“ und beinhaltet ein Theater, Musikbühne sowie 16 Ateliers für insgesamt 30 internationale Künstler. Mit seiner Freude an Sprachspielereien und zynischen Wortähnlichkeiten nennt Černý seine Factory einen “multicultural supermarket”. 

Mit seinen Skulpturen provoziert David Černý gerne das politische Geschehen und löst damit kontroverse Debatten aus. Seine Karriere begann, nachdem er 1991 in Prag einen als Kriegsdenkmal ausgestellten russischen Panzer Rosa angemalt hatte, der für Prags Befreiung durch die rote Armee stand. Černý steckte man für ein paar Tage ins Gefängnis. In seiner Heimatstadt Prag hat Černý bis heute 14 zu Attraktionen gewordene Installationen im öffentlichen Raum aufgestellt.  Zu seinen bekanntesten Werken gehört neben Quo Vadis, Entropa, Babies, Piss, London Booster, Head of Kafka, Shark, Metalmorphosis und Man Hanging Out.

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Installationen von David Černý, Courtesy of David Černý

Mehr zu den Installationen von David Černý in diesem kurzen Beitrag ” David Černý – Meister der Provokation” auf ARTE (nicht merh online):

www.arte.tv/de/videos/084422-002-A/david-cerny-meister-der-provokation/

Das Berliner Unternehmen KAURI CAB holt die Skulptur QUO VADIS anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls nach Berlin. Sie wird im Rahmen des Jahrestages auf dem Walter- Benjamin-Platz in Berlin ausgestellt werden. Die Einweihung findet am 07. November um 17 Uhr in Anwesenheit des Künstlers David Černý, des Initiators Hagen Kahmann, Gästen sowie Zeitzeugen statt. Unter den damals Flüchtenden war auch die Berliner Opernsängerin Nadja Michael, die ebenfalls zur feierlichen Übergabe der Skulptur anwesend sein wird.

Hagen Kahmann, Geschäftsführer der KAURI CAB Group, ist Initiator und Mäzen des Ereignisses. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Unternehmens KAURI CAB möchte er der Stadt etwas zurückgeben und die Berliner Bürger*innen an diesem kulturellen Highlight teilhaben lassen. KAURI CAB Projektentwickler, Investor und Asset Manager in Berlin/Brandenburg, fördert viele kulturelle Projekte der Stadt wie u.a. den Nachwuchspreis des Deutschen Schauspielpreises, und initiierte die kulturelle Nutzung des „Kornversuchsspeichers“ im Rahmen seines Bauprojektes an der Heidestraße.

www.davidcerny.cz

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