MONETS KÜSTE. DIE ENTDECKUNG VON ÉTRETAT – Städel Museum Frankfurt | 19.03.–19.06.2026

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Der Küstenort Étretat wird zum Mythos – und fasziniert bis heute. Die Felsen von Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zogen im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in ihren Bann. Das Städel Museum präsentiert vom 19. März bis 5. Juli 2026 eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung des einstigen Fischerdorfes und seinen Einfluss auf die Malerei der Moderne. In Frankfurt sind rund 170 herausragende Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und historische Dokumente aus führenden französischen, deutschen und weiteren internationalen Museen sowie aus Privatsammlungen zu sehen, darunter allein 24 Werke von Claude Monet.

Abb. oben: Claude Monet, Steilküste von Aval 1885, Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm, Foto © Hasso Plattner Collection

Étretat spielte eine bedeutende Rolle bei der Entstehung einer neuen Malerei, die als Impressionismus in die Geschichte der Kunst einging. Das Interesse der Künstler galt vor allem der charakteristischen Klippenlandschaft, die als aufregend schön und bedrohlich zugleich wahrgenommen wurde. Maler und Schriftsteller reisten nach Étretat und machten den abgelegenen Ort durch ihre Werke über die Grenzen Frankreichs hinaus berühmt. Mit der zunehmenden touristischen Erschließung um 1850 entwickelte sich Étretat zu einem beliebten Seebad und zu einem Treffpunkt für Künstler, Intellektuelle und das Pariser Bürgertum: Gustave Courbet malte hier seine berühmten Wellenbilder, Guy de Maupassant erhob Étretat literarisch zu einem Sehnsuchtsort und der Gentleman-Gauner Arsène Lupin, die Romanfigur von Maurice Leblanc, hortete hier seine Kunstschätze. Auch der aufstrebende Maler Claude Monet war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren – der Porte d’Amont, der Porte d’Aval und der Manneporte – derart fasziniert, dass er ihr etliche Gemälde widmete. Unter dem Eindruck der sich stets verändernden Licht- und Wetterverhältnisse begann Monet in Étretat Motivreihen zu malen – eine Arbeitsweise, die sich später zu seinem Markenzeichen entwickeln sollte.

Claude Monet, Stürmisches Meer bei Étretat, 1883, Öl auf Leinwand, 81,4 x 100,4 cm, Musée des Beaux-Arts de Lyon, Foto © Lyon MBA – Photo Martial Couderette

Die Ausstellung vereint neben Werken von Eugène Delacroix, Gustave Courbet, Claude Monet und Henri Matisse eine Vielzahl weiterer wichtiger Positionen der modernen und zeitgenössischen Kunst – von Johann Wilhelm Schirmer und Eugène Le Poittevin über Camille Corot und Eugène Boudin bis hin zu Elger Esser. Gemeinsam verdeutlichen die Arbeiten die anhaltende Faszination, die dieser Ort bis heute ausübt. Die Leihgaben stammen unter anderem aus den Staatlichen Museen zu Berlin, dem Fitzwilliam Museum in Cambridge, dem Metropolitan Museum of Art in New York, der National Gallery of Canada in Ottawa sowie dem Musée d’Orsay in Paris.

Étretats Entwicklung im 19. Jahrhundert – Fischerdorf, Seebad, Künstlerort

Bereits zur Zeit der Romantik erfreute sich die Alabasterküste bei Étretat großer Beliebtheit. Die ersten Darstellungen der Felsformationen zogen viele Künstler an, sodass sich das abgeschiedene Fischerdorf im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem Zentrum für Literaten und Künstler entwickelte. Als einer der ersten Künstler hielt sich Eugène Isabey (1803–1886) für längere Zeit in Étretat auf und schuf zahlreiche Landschaftsaquarelle, die einen Eindruck von der Ursprünglichkeit des Ortes vermitteln. Johann Wilhelm Schirmer (1807−1863) fertigte in den 1830er-Jahren Ölstudien von Étretat an, die durch ihre scharfe Naturbeobachtung hervorstechen, während Eugène Delacroix (1798–1863) die Küste in stimmungsvollen Gouachen und Aquarellen festhielt. 

Anonym, Maler am Strand von Étretat, um 1900, Silbergelatineabzug, 16,7 x 21,8 cm (Abzug), 21,2 x 27,4 cm (Trägerkarton), Sammlung Pascal Servain, Fécamp, Foto © Collection Pascal Servain

Zur gleichen Zeit machten reich illustrierte Reiseführer Étretat überregional bekannt und die Küste entwickelte sich zu einem beliebten Ziel für Touristen. Eugène Le Poittevin (1806−1870) zeigte in seinem Panorama Seebad in Étretat (1866) den frühen Badetourismus und feierte mit seinen Gemälden im Pariser Salon große Erfolge, die Étretat vor allem beim städtischen Publikum beliebter werden ließen. Le Poittevins Blick richtete sich auch auf den Alltag der Fischer, den er in romantisierenden Darstellungen wiedergab. Die Vielzahl an Darstellungen von Étretat sowie zeitgenössische Publikationen trugen maßgeblich zur Entstehung des Mythos rund um den Küstenort und dessen zunehmender Popularisierung bei. Die lokalen Lebensweisen und das Erscheinungsbild des Ortes veränderten sich grundlegend und Étretat wurde zu einem sozialen und kulturellen Raum, in dem sich Fischerdorf, Seebad und Künstlerort überlagerten und gegenseitig beeinflussten.

Étretat als Motiv für Pioniere der Fotografie

Bereits wenige Jahre nach der Erfindung der Fotografie wurde Étretat zu einem fotografischen Motiv. Eine der ersten Fotoserien von Étretat entstand 1852 und wurde vermutlich von dem Chemiker Alphonse Davanne (1824–1912) realisiert. Zehn Jahre später nahm er eine weitere Serie auf, deren großformatige Abzüge sich durch ihre technische Perfektion auszeichnen. Davanne hält in diesen seltenen Fotografien sowohl die eindrucksvolle Landschaft als auch den wachsenden Ort und den dicht mit Booten belegten Strand fest. Paul Gaillard (1832–1890) experimentierte parallel mit verkürzten Belichtungszeiten, um Bewegungen von Wellen und Badegästen festzuhalten. Die Fotografie hatte gleichzeitig Auswirkungen auf das Werk einiger Maler, wie etwa Anselm Feuerbach (1829–1880), der sich nie selbst in Étretat aufgehalten hat und dem wahrscheinlich eine Fotografie als direkte Vorlage für das Gemälde Das Felsentor. Manneporte bei Étretat (um 1860) diente. Bis heute berufen sich umgekehrt auch Fotografen auf Gemälde von Étretat: Balthasar Burkhard (1944–2010) tritt mit seinen Momentaufnahmen von Wellen in die Fußstapfen von Courbet, während Elger Esser (*1967) in seinen nostalgischen, menschenleeren Fotografien wie Étretat (nach Schirmer) (2006) unter anderem auf den Maler Johann Wilhelm Schirmer Bezug nimmt.

EINFÜHRUNG IN DIE AUSSTELLUNG

Den Auftakt der Ausstellung bildet eine immersive Projektion der Klippen von Étretat, die die monumentale Wirkung der Natur rund um die Küste erlebbar macht. Sie wurde auf Basis eines dreidimensionalen Scans des Ortes von dem Pariser Unternehmen ICONEM erstellt, das auf die Digitalisierung von gefährdeten Kultur- und Naturgütern spezialisiert ist.

Gustave Courbets Wellenbilder

Den berühmten Wellenbildern von Gustave Courbet (1819–1877) ist in der Ausstellung ein eigener Raum gewidmet. Ein Sturm, den der Künstler 1869 aus seinem Atelier in Étretat beobachtete, war Ausgangspunkt für eine Reihe von rund 20 Gemälden. In den Naturdarstellungen der Klippen und der rauen Wellen verzichtet Courbet sowohl auf erzählerische oder charakteristische Elemente des Ortes als auch auf die Darstellung der Bevölkerung. Er konstruiert bewusst eine künstlerische Realität, indem er den Bildraum durch Perspektivwechsel verfremdet oder verkürzt.

Die Farbe trägt er nicht mit dem Pinsel, sondern mit dem Palettmesser auf – so entsteht eine raue, krustige Oberfläche, die mit den damaligen Regeln der akademischen Malerei bricht. Die beiden Gemälde mit dem Titel Die Woge aus der Städel Sammlung (1869) und aus dem Musée des Beaux-Arts de Lyon (1869/70) sind herausragende Beispiele dieser Werkgruppe und werden durch weitere hochkarätige Leihgaben wie Felsen von Étretat (um 1869/70) oder Die ruhige See (1869) ergänzt. Im Pariser Salon von 1870 feierte Courbet mit diesen Motiven einen beispiellosen Erfolg. Nachfolgende Künstler – darunter Monet – sollten sich an Courbets Werken messen.

Monet und Étretat

Zwischen 1864 und 1886 hielt sich Monet mindestens sechs Mal in Étretat auf. In dieser Zeit entstanden rund 80 Gemälde, mehrere Pastelle und eine Reihe von Zeichnungen, die bis heute den Blick auf den Ort prägen. Étretat bildet somit einen Schwerpunkt in Monets künstlerischer Auseinandersetzung mit der normannischen Küste. Zahlreiche Briefe zeugen von seinem Anspruch, sich von den bereits etablierten Darstellungen Étretats abzusetzen und etwas Neues zu schaffen.

Ausstellungsansicht „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“, Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Nach seinen ersten Aufenthalten 1864 und 1868/69, bei denen eines der Hauptwerke der Städel-Sammlung, Das Mittagessen (1868/69), entstand, kehrte Monet Anfang der 1880er-Jahre mit der Aussicht auf kommerziell erfolgreiche Motive mehrfach, meist außerhalb der Badesaison, nach Étretat zurück. In den Gemälden, die in dieser Zeit entstanden, verzichtet der Künstler bewusst auf die mondäne Darstellung des Ortes und konzentriert sich beim Malen im Freien auf die unmittelbare Wiedergabe seiner Eindrücke der Natur. Seine Malweise in scheinbar spontanen, rhythmischen Pinselstrichen und die feine Abstimmung der Farbwerte auf der Leinwand stehen exemplarisch für die impressionistische Malerei. Um unterschiedliche Wetter- und Lichteffekte festzuhalten, arbeitet Monet parallel an mehreren Gemälden. Étretat ist daher eng verbunden mit jener Form des seriellen Arbeitens, die zu einem Markenzeichen seiner Malerei werden und entscheidende Impulse für die weitere Entwicklung der modernen Kunst geben sollte. Werke dieser Schaffensphase wie Stürmisches Meer bei Étretat (1883), Étretat. Die Felsnadel und das Felsentor von Aval (1885), Steilküste von Aval (1885) oder Étretat. Die Manneporte (1885/86) sind in der Ausstellung vereint. Monets Motive aus Étretat sprachen einen großen Käuferkreis an und trugen damit nicht nur entscheidend zu seinem künstlerischen Erfolg bei, sondern verstärkten auch den Mythos um Étretat.

Monet und die Folgen

Étretats zunehmende Beliebtheit bei zahlungskräftigen Touristen eröffnete einen großen Absatzmarkt für Étretat-Motive. Die Werke waren gegen Ende des 19. Jahrhunderts fester Bestandteil in Ausstellungen und Galerien in Frankreich und lockten immer mehr Künstler an die Küste. Eugène Boudin (1824–1898) integriert Szenen aus dem Alltag der lokalen Bevölkerung in seine Landschaftsgemälde und zeigt so eine Facette des Ortes, die Monet in seinen zumeist menschenleeren Darstellungen ausklammert. Die Konzentration auf die erhabene Klippenlandschaft kennzeichnet auch das Werk zahlreicher Künstler, die in der Nachfolge von Monet nach Étretat kamen. Ihre Bilder sind unterschiedlichen Stilrichtungen zuzuordnen: von impressionistisch formauflösender Malerei bei Émile Schuffenecker (1851– 1934) über präzise Naturdarstellungen bei Paul Leroy bis hin zu Jean Francis Auburtins (1866–1930) großformatigen, durch japanische Farbholzschnitte inspirierten Aquarellen und Gouachen. Auch Gustave Caillebotte (1848–1894) besuchte Étretat. In seinem Werk Mann im Arbeitskittel (1884) vermeidet er es jedoch, ortstypische Anhaltspunkte wiederzugeben.

Im Sommer 1920 fertigte Henri Matisse (1869–1954) während zweier Aufenthalte in Étretat mehr als 40 Gemälde und zahlreiche Zeichnungen an. Ein Großteil dieser Arbeiten wurde noch im selben Jahr in Paris ausgestellt und unterstreicht die anhaltende Beliebtheit von Motiven aus Étretat. In bewusster Auseinandersetzung mit den Gemälden von Courbet und Monet widmet sich Matisse der Küste aus verschiedenen Perspektiven – die Bilder erscheinen wie bei seinen Vorbildern meist menschenleer. Mit wenigen Strichen und reduzierter Farbpalette fängt er beispielsweise in Étretat. Die Fässer (1920) die charakteristischen Elemente des Strands ein.

Seit mehr als 150 Jahren ist Étretat mittlerweile Urlaubsort und Ziel des internationalen Tourismus. Die Besucherströme bedrohen die Steilküste jedoch ebenso wie die Erosion und der Klimawandel. Die Untersuchung des Mythos Étretat ermöglicht, wie unter einem Brennglas die ambivalenten Auswirkungen der Popularisierung eines Ortes sowie die Rolle der Kunst dabei nachzuvollziehen. Mit „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ lädt das Städel Museum ein, die Faszination Étretats neu zu erkunden.

Claude Monet, Étretat. Die Manneporte, 1885/86, Öl auf Leinwand, 81,3 x 65,4 cm, The Metropolitan Museum of Art, New York, Bequest of Lillie P. Bliss, 1931, © bpk | The Metropolitan Museum of Art

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, betont: „Mit unserer großen Sonderausstellung im Frühjahr 2026 widmen wir uns erstmals der Entstehung des Mythos Étretat. Der Küstenort mit seinen markanten Felsentoren und dem einzigartigen Licht fasziniert Künstler seit dem 19. Jahrhundert und hat bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren. In Étretat entwickelte Claude Monet seine berühmten Motivreihen, die den Impressionismus entscheidend prägten. Besonders stolz sind wir, dass zwei herausragende Werke aus der Städel-Sammlung, die in Étretat entstanden sind, den Ausgangspunkt der Schau bilden: Monets Mittagessen und Gustave Courbets Woge. Ergänzt werden sie durch hochkarätige internationale Leihgaben, darunter allein 24 Werke von Monet. Unser herzlicher Dank gilt allen Leihgebern sowie unseren Förderern für ihre großzügige Unterstützung. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Besucherinnen und Besuchern der bis heute anhaltenden Faszination Étretats nachzuspüren.“

„Claude Monet und die Künstler dieser Ausstellung waren Reisende, die die Einzigartigkeit der Küstenregion um Étretat in ihrer Kunst festhielten. Reisen und Kunst verbinden, inspirieren und stärken den internationalen Austausch von Wissen und Innovation. Menschen weltweit zu verbinden, ist uns als Fraport AG ein wichtiges Anliegen. Unsere langjährige Partnerschaft mit dem Städel Museum steht dafür und für unseren Anspruch, kulturellen Dialog zu stärken. In dieser Ausstellung sehen wir diese Ziele in besonderem Maße erfüllt und unterstützen das Städel Museum daher sehr gerne“, erläutert Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, das Engagement.

„Es ist ein großer Gewinn für unsere Stadt, dass wir die Ausstellung ‚Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat‘ in Frankfurt zeigen können. Das Städel Museum steht für hervorragende wissenschaftliche Arbeit, die mit vielfältigen Bildungsangeboten an eine breite Öffentlichkeit vermittelt wird. Die Schau ist das Ergebnis erfolgreicher deutsch-französischer Zusammenarbeit: Gemeinsam mit den Museumskollegen unserer Partnerstadt Lyon haben die Städel-Kuratoren eine kunst- und kulturhistorische Ausstellung entwickelt, die die vielfältigen, teils auch weitreichenden Auswirkungen der Popularisierung eines Ortes nachvollziehbar werden lässt. In diesem Frühjahr ist Frankfurt einmal mehr ein kultureller Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher der Region und weit darüber hinaus“, so Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.

Ausstellungsansicht „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“, Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Stephan Scherer, Vorstandsvorsitzender der Fontana Stiftung über die Förderung der Schau: „Étretat ist viel mehr als nur ein faszinierender Ort in der Normandie. Mit seinen Kreidefelsen und seiner Rolle für die moderne Malerei ist Étretat sowohl unverzichtbarer Naturraum als auch historisch gewachsener Kulturort. Wir freuen uns sehr, dieses herausragende Ausstellungsprojekt des Städel Museums und damit die Vermittlung der kulturellen Bedeutung des Ortes zu unterstützen. Wir wünschen dem Publikum einen bereichernden Besuch der Ausstellung.“

Sylvia von Metzler, Vorsitzende des Vorstands des Städelschen Museums-Vereins e. V., über die Ausstellung: „Mit dem Gemälde Die Woge von Gustave Courbet rückt eine frühe und wegweisende Erwerbung des Städelschen Museums-Vereins ins Zentrum dieser umfassenden Sonderausstellung. Bis heute sind wir dankbar und glücklich, eines der bedeutenden Wellenbilder Courbets in der Sammlung des Städel Museums zu wissen. Es steht beispielhaft für das außerordentliche Engagement unserer mehr als 10.000 Mitglieder für das Städel. Wir freuen uns daher umso mehr, die Ausstellung zu fördern und Étretat als Ort künstlerischer Entdeckung neu zu betrachten.“

„In den rund hundert Jahren von der Romantik bis zur Klassischen Moderne zeigt sich eine vielgestaltige Veränderung des künstlerischen Blicks auf die beeindruckende Küstenlandschaft rund um den kleinen Ort Étretat. Von stimmungsvollen Aquarell- und Ölstudien über frühe Fotografien bis hin zu Claude Monets berühmten Gemälden der imposanten Felsen spannt sich der Bogen. Étretat war mit seiner einzigartigen Küstenlandschaft ein Anziehungspunkt für Künstler mehrerer Generationen. In der Zusammenarbeit mit dem Musée des Beaux-Arts de Lyon war es uns ein zentrales Anliegen, Courbets epochale Wogen-Bilder und Monets serielle Landschaftsgemälde in einen erweiterten Kontext zu stellen und Étretats Bedeutung für die moderne Kunst sichtbar zu machen“, so Alexander Eiling und Eva Mongi-Vollmer, Kuratoren der Ausstellung am Städel Museum.

WANN?

Ausstellungsdaten: Donnerstag, 19. März bis Freitag, 19. Juni 2026

WO?

Städel Museum Frankfurt
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main

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