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Donnerstag, August 11, 2022

Sophiensæle zeigt Aimé C. Songe und Public in Pivate: The River – Part 1 | 17.06.-30.09.2022

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Den Sommer über lädt das Team um Aimé C. Songe alias Clément Layes pünktlich zum Sonnenuntergang zu einer persönlichen Begegnung auf einem Ruderboot ein. Gemeinsam mit unterschiedlichen Künstler*innen begeben sich die Teilnehmenden auf eine traumgleiche Reise, um das Konzept eines aktiven und produktiven Lebens zu hinterfragen und sich Zeit zur Entschleunigung zu nehmen.

Abb. oben: The river © Mayra Wallraff

THE RIVER – Part 1 ist der erste Teil eines Projekts, das sich über ein ganzes Jahr erstreckt. Der erste Teil der Arbeit findet im Sommer und Herbst draußen auf einem kleinen Boot statt, das auf den Gewässern Berlins schwimmt. Ein Team von fünf Künstler*innen und Performer*innen gestaltet und moderiert diese Bootsfahrten gemeinsam und bieten jeden Tag im Sommer und Herbst bei Sonnenuntergang eine Fahrt für eine*n Zuschauer*in an. Den zweiten Teil des Projekts THE RIVER / Under Cover entwickelt die Performerin und Choreografin Jasna L. Vinovrški. Die Vorstellungen finden im Winter in der Tanzfabrik statt.

DEEDS NEWS - courtesy of Sophiensaele - the river (c) Mayra Wallraff
The river © Mayra Wallraff

Aimé C. Songe ist eine Künstler*innen-Persönlichkeit von Clément Layes, die sich die Zeit nimmt, zu trauern und neue Wege zu finden, um mit dem Publikum und der Welt im Freien und der Natur zusammenzukommen. Seit 2004 schafft Clément Layes Werke für die Bühne. Seine frühen Arbeiten allege, to allege, der Grune Sthul, things that surrounds, TITLE untersuchten die Natur der Dinge, ihre Benennungen und die Art und Weise, wie sie von der Sprache erfasst und organisiert werden. In seiner zweiten Werkreihe Eternal return, emergency artist und ONON setzt Layes sich mit den Möglichkeiten auseinander, in welcher Weise wir von architektonischen und grammatikalischen Rahmungen definieren lassen. Sein letztes Werk Living room (2021) war ein Wendepunkt: Einerseits setzte es die Befragung der Rahmen fort, in denen wir leben, in diesem Fall unser Wohnzimmer, andererseits war es der Ausgangspunkt einer kritischen Reflexion über die Position und den Namen des Autors. Wer unterschreibt das Werk?

DEEDS NEWS - courtesy of Sophiensaele - the river 3 (c) Mayra Wallraff
The river © Mayra Wallraff

„Es gibt in mir den Wunsch, mit jedem Werk einen neuen Autorin zu erkunden. Indem ich meine künstlerische Persona neu taufe, beschäftige ich mich weiterhin mit der Art und Weise, wie wir durch Sprache, Gewohnheiten und grammatikalische Muster definiert werden. Es gibt eine Vielzahl von Personen in mir. Mit Clémentine M. Songe haben wir sehr persönliche Fragen erforscht, die mit dem Tod meiner Mutter, der Erfahrung der Abschottung, der zunehmenden Prekarität von Künstlerinnen und Menschen im Allgemeinen und der Zurückdrängung der Kultur als einer so genannten unwesentlichen Tätigkeit zusammenhängen. Angesichts dieser Traurigkeit war Clémentine fast wie betäubt: mit so viel Traurigkeit, dass sie kaum fühlen, sich kaum bewegen kann. Mit ‚THE RIVER‘ bringe ich eine weitere Person nach draußen: Aimé C. Songe, eine neue, hoffnungsvollere Persönlichkeit, die sich die Zeit nimmt, zu trauern und neue Wege zu finden, um mit dem Publikum und der Welt in Kontakt zu treten, indem er im Freien arbeitet und das Publikum in die Natur und auf das Wasser bringt. Mit seinem Team lädt er ein in einen Traum, einen Moment, in dem ihr loslassen und in den Sonnenuntergang schweben könnt. Wie Baudelaire in seinem berühmten Gedicht ‚Die Reise‘ schrieb: ‘ Kommt her und berauscht euch an den seltsam fremden Lüften, des heißen Nachmittags, der ewig währt!’.“

Aimé C. Songe
DEEDS NEWS - courtesy of Sophiensaele - the river 7 (c) Mayra Wallraff
The river © Mayra Wallraff

KONZEPT Aimé C. Songe
KÜNSTLERISCHE ZUSAMMENARBEIT Jasna L. Vinovrški
DRAMATURGIE Jonas Rutgeerts, Mila Pavicevic
MUSIK Steve Heather
MODERATOREN/FÜHRER Asaf Aharonson, Zinzi Buchanan, Shannon Cooney, Clément Layes, Thiago Rosa
BOOTSDESIGN Jonas Maria Droste, Clément Layes
KOSTÜM Malena Modeer
PRESSE, KOMMUNIKATION Aïsha Mia Lethen Bird
PRODUKTION / BETREUUNG Tammo Walter, Tiphaine Carrère
VERBREITUNG Danila-Freitag, Agentur für darstellende Kunst

Eine Produktion von Public in Private. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung Kultur und Europa und vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR. Die Cie. Public in Private wird unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahm

WANN?

Freitag, 17. Juni bis Freitag, 30. September bei Sonnenuntergang

WO?

Treptower Park
12435 Berlin-Alt-Treptow

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