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Montag, März 4, 2024

ÜBERSCHAU #08: CSR.ART und Jarmuschek + Partner präsentieren Franziska Stünkel mit COEXIST 2010-2022 | 16.02.-11.03.2023 – verlängert bis 22.03.2023

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Im Februar und März 2023 wird das fotografische Werk der Fotografin und Regisseurin Franziska Stünkel parallel zu den 73. Internationalen Filmfestspielen Berlin in gleich zwei Einzelausstellungen in Berlin bei Jarmuschek + Partner und im CSR Contemporary Show Room präsentiert. Die Ausstellungen tragen den Titel COEXIST. Seit dreizehn Jahren reist Franziska Stünkel mit der Leica für ihre Fotoserie COEXIST durch Asien, Afrika, Europa, Amerika und Australien auf der Suche nach natürlichen Spiegelungen auf Schaufensterscheiben, die in ihrer Verdichtung vom Zusammenleben der Menschen erzählen. COEXIST setzt als ÜBERSCHAU #08 die Ausstellungsreihe im CONTEMPORARY SHOW ROOM (CSR) fort. Die Ausstellung eröffnet im CSR.ART mit einer öffentlichen Vernissage am Mittwoch, 15. Februar 2023 von 17 bis 22 Uhr. Am Samstag, 18. Februar 2023 findet eine Matinée mit Artist Talk im CSR statt. Im Rahmen der Ausstellung COEXIST 2010–2022 spricht Franziska Stünkel mit dem Dramatiker und Romanautor Moritz Rinke über Koexistenz. Am Mittwoch, 22. März 2023 findet im CSR.ART ab 18 Uhr eine Finissage statt, in deren Rahmen die Künstlerin um 18:30 Uhr durch die Ausstellung führt.

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TERMINE

Mi, 15.02., 17-22 Uhr:
Vernissage im CSR.ART

Sa, 18.02., 12-15 Uhr:
Matinée + Artist Talk
Im Rahmen der Ausstellung COEXIST 2010–2022 im CSR.ART spricht Franziska Stünkel mit Dramatiker und Romanautor Moritz Rinke über Koexistenz

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Abb. oben: Franziska Stünkel und ihre Leica, Foto: Marc Ewig

Auf der Suche nach natürlichen Reflexionen auf Glas, die in ihrer Verdichtung von der Koexistenz menschlichen Lebens erzählen, reist Franziska Stünkel seit über dreizehn Jahren mit ihrer Leica Kamera durch zahlreiche Länder und Kontinente. Zu höchster Komplexität aufgeladen, visualisieren ihre atmosphärischen und zugleich dokumentarischen Fotografien die Gemeinsamkeiten und Gegensätze, die in unserer vielfältig vernetzten Welt zu jeder Zeit bestehen. Die Künstlerin verzichtet vollständig auf eine digitale Nachbearbeitung ihrer Fotografien. Das Ergebnis ist ein vielschichtiger Blick auf die hochaktuelle globale Frage des Zusammenlebens in unserer Gegenwart.

ART at Berlin - courtesy Jarmuschek - Franziska Stuenkel - 65_all the stories 65
Franziska Stünkel, All the stories 65

Über die Künstlerin

Franziska Stünkel wurde 1973 in Göttingen geboren. Nachdem sie in der Filmklasse und in der Fotokunstklasse an der Kunsthochschule Kassel sowie an der Hochschule für Bildende Kunst Hannover studierte, wurde sie Meisterschülerin bei Prof. Uwe Schrader. Die Bilder von Franziska Stünkel werden in renommierten Galerien und Ausstellungsinstitutionen gezeigt und sind in privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. Unter den Auszeichnungen für ihre fotografischen Arbeiten sind der Audi Art Award und der BerlinHyp Kunstpreis. Die fotografische Serie Coexist zeigt ihre weltumspannende Suche nach friedlicher Koexistenz. Die Fotografien der international ausgezeichneten Fotokünstlerin, Filmregisseurin und Drehbuchautorin Franziska Stünkel sind in Museen, Kunstinstitutionen und Galerien zu sehen und in Kunstsammlungen vertreten, unter anderem in der Sammlung des Sprengel Museums.

DEEDS NEWS - Franziska Stuenkel_Labor_Archiv
Franziska Stünkel im Labor-Archiv

In ihren Kinospielfilmen beschäftigt sich Franziska Stünkel mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Ihre Filme waren in 19 Ländern und bei mehr als 100 internationalen Filmfestivals zu sehen und wurden vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Best New Director Award des Williamsburg Brooklyn Film Festival in New York und dem Otto Sprenger Regiepreis. Franziska Stünkels Film “Nahschuss” (The Last Execution) aus dem Jahr 2021 mit Lars Eidinger in der Hauptrolle läuft derzeit in den Kinos mehrerer Länder und in den Wettbewerbssektionen renommierter internationaler Filmfestivals. Der Film ist angelehnt an das Leben des Dr. Werner Teske, der 1981 als letzter Mensch in der DDR zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Am 10. März 2023 wird “Nahschuss” beim Fernsehsender arte als Deutschlandpremiere öffentlich gezeigt.

Franziska Stünkel, All the stories 15

COEXIST bei Jarmuschek + Partner

Franziska Stünkel fotografierte den neuesten Teil ihrer Reflexionsreihe mit der Leica M11 unter anderem in Berlin, Sydney und Chicago. In COEXIST – PART 6 klingen aktuelle globale Themen wie der Umgang des Menschen mit der Natur, Pandemien und digitale Einflüsse an. Auf höchstem Niveau aufgeladen, visualisieren ihre Fotografien die Gemeinsamkeiten und Gegensätze in unserer vielfältig vernetzten Welt.

Franziska Stünkels neueste Werke unter dem Titel COEXIST – LOCAL GLOBAL werden ab dem 14. Februar 2023 in der Galerie Jarmuschek + Partner gezeigt. Für diesen sechsten Teil ihrer Serie COEXIST fotografierte Franziska Stünkel von 2020 bis 2022 unter anderem in Berlin, Sydney, Doha und Chicago. Besondere Rahmenbedingungen und ungewöhnliche Herausforderungen bestimmten häufig den Kontext ihrer Reisen und so klingen die bis heute aktuellen weltumspannenden Themen wie der Umgang des Menschen mit der Natur, mit der Pandemie und den digitalen Einwirkungen in den neuen Bildern subtil und intensiv an.

Mehr über die Ausstellung in der Galerie Jarmuschek + Partner auf www.artatberlin.com.

COEXIST bei CSR.ART

In Kooperation mit dem CSR.ART–Contemporary Show Room in der zentral gelegenen Friedrichstraße 67-70 (Berlin-Mitte) präsentiert Jarmuschek + Partner ab dem 16. Februar zudem erstmals eine große Auswahl von bemerkenswerten Arbeiten aus dem gesamten bisherigen Werk COEXIST, für das Franziska Stünkel in Asien, Afrika, Europa, Amerika und Australien fotografierte. Ohne jede digitale Nachbearbeitung sind über 150 einfühlsame Aufnahmen von Spiegelungen entstanden, die einen vielschichtigen Blick auf die hochaktuelle globale Frage nach Koexistenz in unserer Gegenwart offenbaren.

DEEDS NEWS - Franziska Stuenkel_all the stories 111 - 2020
Franziska Stünkel, All the stories 111, 2020

Die Ausstellungen des CSR.ART werden von der DEEDS.LAB gUG veranstaltet, einer gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur. Ziel ist es, Künstler:innen zu fördern und ihre Kunst sichtbar zu machen. Das experimentelle Ausstellungsformat im CSR.ART will mehr Offenheit und Begeisterung für zeitgenössische Kunst schaffen und ihre Sichtbarkeit steigern. Von Ende April bis Ende Juni 2023 präsentiert das vom gemeinnützigen DEEDS.LAB initiierte, temporäre Kunstprojekt wechselnde Ausstellungen im 400 m² großen Ausstellungsraum im QUARTIER 205.

DEEDS NEWS - Franziska Stuenkel_all the stories 93 - 2017
Franziska Stünkel, All the stories 93, 2017

Initiator und Betreiber des CSR CONTEMPORARY SHOW ROOM ist das gemeinnützige DEEDS.LAB aus Berlin. Es folgt dem Ziel, die zeitgenössische Kunst und die Arbeit ihrer Produzent:innen und Galerist:innen unterstützend sichtbar zu machen. Es will Schwellenängste abbauen und mehr Menschen für zeitgenössische Kunst begeistern. DEEDS.LAB erprobt mit dem CSR neue Konzepte und Ausstellungsformate, die neugierig auf Kunst machen, Kunstvermittlung attraktiver gestalten, Raum für Diskurs schaffen und soziale Interaktion fördern. Dafür veranstaltet DEEDS.LAB im CSR verschiedene Events. Unterstützt wird DEEDS.LAB durch das Berliner Kunstausstellungsportal ART@Berlin www.artatberlin.com.

Franziska Stünkel, All the stories 118, 2019

Über das Buch COEXIST

Franziska Stünkels Bildband COEXIST ist im Kehrer Verlag erschienen.

Aus der Einführung von Karin Rehn-Kaufmann:

“Coexist bezeichnet die überbordende Vielfalt visueller Eindrücke der Reisen,die Gemeinsamkeiten oder Ähnlichkeiten sowie sichtbare Gegensätze, die in städtischen Räumen aufeinandertreffen.
Regionale Besonderheiten oder kulturelleTraditionen sowie globalisierte Angleichungen der urbanen Straßenszenen werden in Stünkels Motiven mit den individuellen Erscheinungen und Selbstinszenierungen der ganz zufällig im Bild auftauchenden Personen zusammengebracht. »Spiegelungen ermöglichen die Wahrnehmung zeitgleichen Lebens.Wir alle leben in Koexistenz, manchmal auch ohne dies bewusst zu bemerken. Ich suche die Sichtbarmachung«, erklärt die Fotografin im Interview.

DEEDS NEWS - Franziska Stuenkel - COEXIST Cover
Franziska Stünkel, COEXIST, erschienen im Kehrer Verlag


(…)
Die Stadt ist der einzig richtige Ort für ihre Serie. Die Straßen und Plätze der Metropolen bieten die nötigen Bühnen für die Szenen und ausgeklügelten Spiegelmotive von Coexist. Aber anders als die Urheber der traditionellen Street Photography ist Stünkel kaum an den Passanten selbst oder dem Dokumentieren des Straßenlebens interessiert, sondern erarbeitet eine stetige Verdichtung unterschiedlicher, aber gleichzeitiger Momente. Ihre Strategie der Straßenfotografie ist durchaus komplexer als nur das Auffinden des entscheidenden Moments. Synonym wird die Komplexität des Bildaufbaus als Vielschichtigkeit des Stadtraumes genutzt. Hier entstehen keine Schnappschüsse, sondern perfekt erkannte Bildtableaus. Aus der Realität wird in den Motiven Stünkels eine sensible Form der Abstraktion gestaltet. Schon im Bruchteil der nächsten Sekunde ist die von ihr gesehene Komposition unwiederbringlich verloren. Wichtigste gestalterische Merkmale ihrer Arbeiten sind die Faktoren Licht, Transparenz und Farben. Es ist immer wieder erstaunlich, wie die fotografierten Objekte ihre Materialität und ihre konkrete Gebundenheit an den jeweiligen Ort zu verlieren scheinen und in einer künstlerischen Fragilität zu neuen Formen finden.
(…)
Trotz der auf den ersten Blick vermuteten Beiläufigkeit hat die Künstlerin Arbeiten geschaffen, die nachwirken und sehr eindrücklich über unsere Zeit der globalisierten Welt berichten. So zeitlos und wenig ortstypisch die Motive auch wirken, geben sie in ihrer Konsequenz doch in bester Weise einen Spiegel unserer Zeit wider.
Sie sind ein Querschnitt durch die Metropolen der Moderne, ein Zusammenspiel der koexistierenden vielen Schicksale der heute lebenden Menschen und der sie umgebenden Architektur und Stadtlandschaft. Aus der zunächst erlebten Fremdartigkeit der Orte erzeugt Franziska Stünkel mit der universellen Sprache der Gefühle eigene, künstlerisch überhöhte Bildwelten. Die Serie ist damit hochaktuell und versinnbildlicht vielleicht am anschaulichsten das Lebensgefühl einer globalisierten, dynamischen Generation von schöpferisch tätigen Künstlern unserer Zeit. Stünkels Atelier ist die Welt. Es überrascht nicht, dass die Kamera dabei das wichtigste und bevorzugte Arbeitsinstrument ist.”

ÜBERSCHAU #08: Franziska Stünkel
COEXIST 2010-2022

WO?

CSR CONTEMPORARY SHOW ROOM
Friedrichstraße 67-70 (im Quartier 205 / vorn links zur Straße)
10117 Berlin-Mitte
www.csr.art

WANN?

Laufzeit der Ausstellung:
Donnerstag, 16.02. bis Samstag, 11.03.2023 – verlängert bis Mittwoch, 22. März 2023

Öffnungszeiten: Di – Sa 10:00 – 19:00 Uhr (bei Events länger)

EVENTS?

Eröffnung:
Mittwoch, 15.02.2023
17 – 22 Uhr (öffentliche Vernissage)

Matinée + Artist Talk im CSR.ART: 
Samstag, 18. Februar 2023, 12–15 Uhr, im CSR.ART, Friedrichstr. 69, 10117 Berlin
Im Rahmen der Ausstellung COEXIST 2010–2022 spricht Franziska Stünkel mit dem Dramatiker und Romanautor Moritz Rinke über Koexistenz.

Anmeldung erbeten / RSVP: Damit wir besser planen können, bitten wir um Anmeldung (bis Fr, 17.02.2023, 12:00 Uhr mittags) unter Angabe Deines Namens an rsvp@csr.art. Die Platzzahl ist begrenzt – first come, first served. Wir freuen uns auf Dich. PS: Für den Talk stellen wir weitere Sitzmöglichkeiten bereit. Einen verbindlichen Sitzplatz können wir leider nicht garantieren. 

Finissage: Mittwoch, 22. März 2023, ab 18 Uhr
Geführte Tour der Künstlerin durch die Ausstellung um 18:30 Uhr
bei CSR.ART
Friedrichstraße 69
10117 Berlin-Mitte

SOCIAL?

IG @contemporaryshowroom
FB @contemporaryshowroom
#csrart #contemporaryshowroom


Über DEEDS.LAB: Dem Statement folgend „Um Kunst zu lieben, muss man Kunst verstehen“, arbeitet das gemeinnützige DEEDS.LAB aus Berlin an Formaten für einen Weg zur attraktiveren Vermittlung von Kunst. Es möchte insbesondere die jüngere Generation neugierig auf zeitgenössische Kunst machen. DEEDS.LAB sieht dringenden Bedarf an Formaten mit einer neuen Einladungs- und Vermittlungskultur, um Schwellenängste zu senken und mehr Menschen für die zeitgenössische Kunst zu begeistert. Denn Kunstbegeisterte und Jungsammler:innen müssen gefunden, interessiert, fasziniert und aufgebaut werden, um auch Generationen zukünftiger Künstler:innen existentiell zu sichern. Darüber hinaus möchte DEEDS.LAB Künstler:innen fördern und zeitgenössische Kunst im Zentrum und öffentlichen Raum Berlins ausstellen und sichtbar machen. Die gemeinnützige Gesellschaft ermöglicht, fördert und fordert in ihren Ausstellungen und Veranstaltungen den Diskurs über Kunst und deren Sinnhaftigkeit.

ÜBER CSR: Anders als klassische Galerien öffnet CSR dienstags bis samstags von 10 bis 19 Uhr, bei Events länger. Flankiert werden die Ausstellungen von Vernissagen und Finissagen, Künstlergesprächen, Lesungen und Podiumsdiskussionen. Zur Kunstvermittlung sind Führungen durch die Ausstellungen in verschiedenen Sprachen möglich. Vor Ort können Besucher:innen im Rahmen von Events mit Künstler:innen ins Gespräch kommen oder das Gesehene mit Kunstbüchern, Kunstmagazinen und Katalogen vertiefen.

CSR Contemporary Show Room wird ermöglicht und unterstützt durch ART@Berlin UG, Betreiber verschiedener Plattformen für zeitgenössische Kunst (artatberlin.com, deeds.news, deeds.world, artcompass.berlin).

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