21.1 C
Berlin
Mittwoch, August 17, 2022

No Master Territories – Feminist Worldmaking and the Moving Image im Haus der Kulturen der Welt | 19.06.-28.08.2022

Editors’ Choice

Am 18. Juni eröffnet die Ausstellung No Master Territories: Feminist Worldmaking and the Moving Image im Haus der Kulturen der Welt. Anhand von über 80 Filmen und Videos untersucht sie, wie Künstler*innen und Filmemacher*innen das Bewegtbild als Inspirationsquelle für feministische Vorstellungswelten erschlossen haben. Die Ausstellung konzentriert sich in globaler Perspektive auf die prägende Zeit der 1970er bis 1990er Jahre und eröffnet einen umfassenden Blick auf die unterschätzten Begegnungen zwischen Feminismus und Film.

Abb. oben: Han Ok-hee, Untitled 77-A (1977), Filmstill, Courtesy of Asia Culture Center (ACC)

Einerseits ist der Feminismus heute längst im Mainstream angekommen. Andererseits muss er gegen ein neoliberales Idealbild des erfolgreichen Individuums verteidigt werden. Im Feld der zeitgenössischen Kunst haben sich hybride Formen zwischen Dokumentar- und Kunstfilm weitgehend etabliert. In diesen Zusammenhängen wirft die Ausstellung No Master Territories einen strategischen Blick in die Vergangenheit: Sie schaut auf die prägende Phase der 1970er bis 90er Jahre – um wegbereitende Arbeiten zu würdigen, aber auch um Antworten auf die Dringlichkeiten der Gegenwart zu finden.

No Master Territories versammelt die vielfältigen Praxen des Dokumentarischen und des Kunstfilms für einen intersektionalen Blick auf die oft unterschätzten Genealogien des feministischen Films und Videos.

Das Projekt entfaltet sich über die Ausstellungshalle und das Kino des HKW und umfasst eine Ausstellung, ein sich wöchentlich wiederholendes Filmprogramm und Sondervorführungen. Quer durch globale und polyzentrische Geografien fragt die facettenreiche Präsentation, wie Künstler*innen und Filmemacher*innen die Verschränkung von Gender und Macht erkundet haben. Dabei legt sie Kontaktzonen frei, in denen Feminismus auf andere Gerechtigkeitskämpfe trifft.

Künstler*innen: Peggy Ahwesh, Chantal Akerman, Claudia von Alemann, Helena Amiradżibi, Michal Aviad, Marjorie Beaucage, Berwick Street Collective, Camille Billops/James Hatch, Susana Blaustein Muñoz, Tabea Blumenschein, Lizzie Borden, Dionne Brand/Ginny Stikeman, Byun Young-joo, Gloria Camiruaga, Anna Carini/Rony Daopulo/Paola De Martis/Loredana Dordi/Maria Grazia Belmonti/Annabella Miscuglio/Loredana Rotondo, Ann Carney/Barbara Phillips, Chaski Group, Sheba Chhachhi, Essie Coffey, Maricarmen de Lara, Gardi Deppe/Barbara Kasper/Brigitte Krause/Ingrid Oppermann/Tamara Wyss, Maya Deren, Deepa Dhanraj, Assia Djebar, Katherine Dunham, JoAnn Elam, Safi Faye, Frauenfilmgruppe München, Sara Gómez, Krystyna Gryczełowska, Gwendolyn, Barbara Hammer, Han Ok-hee, Haneda Sumiko, Idemitsu Mako, Mirha-Soleil Ross/Mark Karbusicky, Kate Millett/Sophie Keir, Mona Hatoum, Zora Neale Hurston, Ana Victoria Jiménez, Tina Keane, Olga Khodataeva/Nikolai Khodataev, Ketty La Rocca, Sandra Lahire, Maria Lassnig, Robin Laurie/Margot Nash, Angelika Levi, Mirentxu Loyarte, Nalini Malani, Sarah Maldoror, Marilú Mallet, Cecilia Mangini, Barbara McCullough, Annabella Miscuglio, Helke Misselwitz, Tracey Moffatt, Kitico Moreno, Mira Nair, Gunvor Nelson/Dorothy Wiley, Ulrike Ottinger, Paper Tiger TV, Letícia Parente, Alice Ann Parker (Severson), Pratibha Parmar, Qiu Miaojin, Lis Rhodes, Jocelyne Saab, Claudia Schillinger, Gundula Schulze Eldowy, Esfir Shub, Delphine Seyrig, Cauleen Smith, Penelope Spheeris, Chick Strand, Khady Sylla, Leslie Thornton, Abisag Tüllmann, Trinh T. Minh-ha, Agnès Varda, Vidéa, Drahomíra Vihanová, Joyce Wieland

Ausstellungsarchitektur: Kooperative für Darstellungspolitik
Grafikdesign: Mevis & van Deursen

No Master Territories zeigt Arbeiten in den Ausstellungsräumen und in einem Kinoprogramm, das sich während der Laufzeit wöchentlich wiederholt. Screenings in Anwesenheit von Regisseur*innen und weiteren Beitragenden ergänzen die Ausstellung ebenso wie ein Podcast und ein Online-Cinema.

Die Ausstellung wird 2023 im Museum of Modern Art in Warschau gezeigt.

Das Buch Feminist Worldmaking and the Moving Image wird im Juni 2022 erscheinen.

WANN?

Eröffnung: Samstag, 18. Juni 2022

Ausstellungdaten: Sonntag, 19. Juni – Sonntag, 28. August 2022

Öffnungszeiten: 12:00 – 20:00 Uhr. Dienstag geschlossen

WO?

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin-Mitte

- Advertisement -spot_img

IHRE MEINUNG | YOUR OPINION

1 Kommentar

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

- Advertisement -spot_img

Latest article