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Iana Salenko wird Berliner Kammertänzerin – Staatsballett Berlin

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Iana Salenko, Erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin, erhält am 17. März 2024 den Ehrentitel «Berliner Kammertänzerin». Joe Chialo, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, wird die Auszeichnung nach der Vorstellung von Giselle in der Staatsoper Unter den Linden überreichen. 

Abb. oben: Iana Salenko und Marian Walter in Schwanensee, Foto: Carlos Quezada

Nach ihrem Auftritt als Giselle in der gleichnamigen Produktion wird Iana Salenko, Erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin, am 17. März 2024 mit dem Ehrentitel «Berliner Kammertänzerin» geehrt. Der Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Joe Chialo wird die Auszeichnung überreichen und würdigt damit ein außergewöhnliches künstlerisches Schaffen: 

«Im Namen des Berliner Senats, wie auch ganz persönlich, bedanke ich mich bei Iana Salenko für die vielen wunderbaren und großartigen Ballettabende, die sie ihrem Publikum bereitet, ich bedanke mich für ihre Verbundenheit mit unserer Stadt und ihr Engagement auf so vielen Ebenen. Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf ihre Heimat, die Ukraine, setzt sich Iana Salenko, die in Berlins Partnerstadt Kyiv geboren wurde, außerordentlich für die Belange von Kriegsopfern und Künstlerinnen und Künstlern in der Ukraine ein. Mit ihrer Ballettgala ‚Ballett for Live‘ unterstützt sie bedürftige Kinder in der Ukraine. Mit meinem Dank verbinden sich Anerkennung und Respekt für die Leistungen dieser Ausnahmekünstlerin.»

Iana Salenko selbst freut sich über die Anerkennung, die sie nun mit ihrem Ehemann Marian Walter teilt, der diese Auszeichnung ebenfalls erhalten hat: 

«Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich diesen deutschen Ehrentitel erhalte. Und ich bin stolz darauf, dass mein Mann Marian und ich das gegenwärtig einzige Kammertänzerpaar sind. Der Preis beflügelt mich, neue Höhepunkte in meiner Karriere anzunehmen. Ich freue mich auf weitere aufregende tänzerische Momente.»

Die Ausnahmekünstlerin beeindruckt mit einer herausragenden Technik auf international höchstem Niveau, die von einer großen Spielfreude ergänzt wird. Im Laufe ihrer Karriere verkörperte sie Hauptrollen in den bedeutendsten klassischen Produktionen wie Schwanensee, Dornröschen, Don Quixote, Die Bajadere, Der Nussknacker, Romeo und Julia, Onegin, Giselle, La Esmeralda, La Péri und Cinderella. Sie tanzt Choreographien der renommiertesten Choreograph*innen wie etwa Frederick Ashton, George Balanchine, Auguste Bournonville, John Cranko, Pierre Lacotte, Marius Petipa und Anton Dolin. In persönlicher Zusammenarbeit konnte sie ihre Interpretation in Werke einbringen von Patrice Bart, Yuri Burlaka/Vasily Medvedev, Nacho Duato, Boris Eifman, Marcia Haydée, Giorgio Madia, Vladimir Malakhov, Alexei Ratmansky, Peter Schaufuss, Heinz Spoerli, Christian Spuck und Vìctor Ullate.  

Iana Salenko absolvierte ihre Ballettausbildung an der Pisarev Ballettschule in Donezk, wo sie auch ihr erstes Engagement erhielt. 2002 wechselte sie als Erste Solotänzerin an die Ukrainische Nationaloper in Kiew. Nachdem sie ihren Mann Marian Walter kennengelernt hatte, kam sie als Demi-Solotänzerin an das Staatsballett Berlin, wo sie 2006 zur Solotänzerin und 2007 zur Ersten Solotänzerin ernannt wurde. Seitdem tanzt sie Hauptrollen besonders in klassischen Produktionen und erhielt Einladungen für Gastauftritte in über 20 Kompanien weltweit. Von 2013 bis 2017 war sie Principal Guest beim Royal Ballet in London. Seit 2022 engagiert sie sich für ihr Heimatland, die Ukraine, indem sie die jährlich stattfindende Benefizgala Ballet for Life by Iana Salenko ins Leben gerufen hat. 

Die Ehrung «Berliner Kammertänzer*in» erhielten bisher nur Oliver Matz (1995), Raffaela Renzi (1995), Gregor Seyffert (1999), Vladmimir Malakhov (2014), Michael Banzhaf (2017), Polina Semionova (2017) und Marian Walter (2018). Der seltene Ehrentitel wird vom Berliner Senat für hervorragende künstlerische Leistungen und eine mindestens fünfjährige ununterbrochene Zugehörigkeit zu einem Theater verliehen. 

WANN?

Sonntag, 17. März 2024 ab 16.00 Uhr

WO?

Staatsoper Unter den Linden
Unter den Linden 7
10117 Berlin

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