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Suddenly Wonderful. Zukunftsideen für Westberliner Großbauten der 1970er Jahre – Berlinische Galerie | 26.05.–18.09.2023

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Die Berlinische Galerie zeigt ab 25. Mai 2023 die Ausstellung “Suddenly Wonderful. Zukunftsideen für Westberliner Großbauten der 1970er Jahre. Die Ausstellung präsentiert Großbauten in West-Berlin – damals Symbole für den Fortschrittsglauben der Zeit. Heute sind diese Gebäude meist vom Abriss bedroht. Die Idee eines Erhalt und einer Revitalisierung dieses historisch-kulturellen Erbes ist Ziel der Ausstellung.

Abb. oben: Bureau N und Something Fantastic, Konzept ICCC – International Center for Contemporary Culture, 2014-2023 © Bureau N / Something Fantastic

Während des Kalten Krieges wurden in West-Berlin bemerkenswerte Großbauten als neue Standorte für Wissenschaft, Forschung und Kultur errichtet. Über Jahre vernachlässigt und inzwischen technisch veraltet, sind diese Gebäude heute meist vom Abriss bedroht. Hierzu gehören in Charlottenburg das Internationale Congress Centrum (ICC, 1973–1979) oder das ehemalige Institut für Hygiene und Mikrobiologie (1969–1974) sowie in Lichterfelde die ehemaligen Zentralen Tierlaboratorien der Freien Universität Berlin („Mäusebunker“, 1971–1981). Mit ihren futuristischen Raumformen, komplexen Funktionen und neuartigen Fassadengestaltungen standen sie für den Fortschrittsglauben der Zeit und sollten zugleich die abgeriegelte Halbstadt international konkurrenzfähig halten.

Seit ihrer Entstehung werden diese Architekturen immer wieder als unansehnlich und ineffizient kritisiert. Dagegen wendet sich heute eine Gruppe von Wissenschaftler*innen, Kulturschaffenden und Politiker*innen, die sie als eindrückliche Zeugnisse einer westlichen Technikmoderne schätzen. Die aktuellen Bemühungen um den Erhalt und die Revitalisierung dieses historisch-kulturellen Erbes beispielhaft sichtbar zu machen, ist Ziel der Ausstellung.

Den neuen Ideen werden zum Teil noch nie gezeigte Baudokumente und Filme aus der Sammlung des Museums zur Seite gestellt, die von der Konzeption und Entstehung der Gebäude erzählen. Zudem vermitteln zeitgenössische Positionen unterschiedliche künstlerische Sichtweisen auf die markanten Symbolbauten der 1970er Jahre. Zu sehen sind Lösungsansätze renommierter Berliner Büros. Sie alle achten den Bestand als wertvolle Ressource und als identitätsstiftende Orte für die Nutzer*innen. Darüber hinaus regen sie zum Nachdenken an, wie sich auch in bestehenden Architekturen neue Lebensweisen entfalten und welchen aktiven Beitrag Bauschaffende zum Gelingen der Energiewende leisten können. Die Ausstellung umfasst etwa 150 Werke von rund 20 Architekt*innen, Planungsbüros, Fotograf*innen und Künstler*innen.

Architekt*innen und Künstler*innen: Fehling+Gogel, G+M Hänska, Ralf Schüler & Ursulina SchülerWitte, b+ (bplus.xyz), Bureau N und Something Fantastic, GRAFT, Neuner & Böving, Bulla & Huth, Nathan Eddy, Kay Fingerle, Beate Gütschow, Matthias Hoch, Frank Oehring, Tracey Snelling

WANN?

Freitag, 26. Mai – Montag, 18. September 2023

Mi–Mo 10–18 Uhr, Di geschlossen

WO?

Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin-Kreuzberg

KOSTET?

10 EUR, ermäßigt 6 EUR

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