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Camaros Bühnen. Hauptwerke von 1946 bis 1991 – Camaro Stiftung | 01.10.-18.11.2021

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© Camaro Stiftung

Am 27. September jährt sich der Geburtstag des Malers, vielfach talentierten Künstlers und früheren Tänzers Alexander Camaro zum 120. Mal. Die Camaro Stiftung öffnet am 1. Oktober 2021 mit „Camaros Bühnen. Hauptwerke 1946 bis 1991“ eine Reihe von Ausstellungen, die sich der Frage widmen, wie und warum Alexander Camaro in den ersten Jahrzehnten der Enklave West-Berlin zu einer künstlerisch führenden, prägenden Figur wurde, obwohl er eher still und ohne große Illusionen arbeitete.

Von 1930 bis zum Ende des II. Weltkriegs ist Alexander Camaro, ein Schüler des Expressionisten Otto Mueller, vorrangig Bühnenkünstler. Ab 1945 betätigt er sich sehr konzentriert als Maler, Zeichner und erst in zweiter Linie als szenischer Gestalter. Bis in die 1960er Jahre und 1980er Jahre verzeichnet er mit seinen Bildern im In- und Ausland einen stetig wachsenden Erfolg. Seine Gemälde finden Eingang in bundesdeutsche und Berliner Museen. Zweimal nimmt er an der documenta in Kassel teil. Auch in der Schweiz und den USA wird sein Werk ausgestellt.

Sein Ruf war, ein „literarischer Maler“ zu sein. Der Maler Werner Heldt sah in ihm einen „Poeten“, der Kunstkritiker Will Grohmann einen „Romantiker“. Seinem eigenen Verständnis nach war Camaro eher ein Denker und bewusst ein Magiker. Das Thema „Bühnen“ interessierte ihn nicht nur aufgrund seiner Vergangenheit als Tänzer, Ballettmeister, Zirkusartist und seiner nach dem Krieg begonnenen Aktivität als Mitbegründer des Künstlerkabaretts „Die Badewanne“. Es ging ihm um die Idee des Welttheaters, um die Frage, welche Räume und Motive ein Künstler nach 1945 malen konnte.

„Hier ist die Stätte der Lust und des Schmerzes“, schrieb er 1947 über seine Werkgruppe „Das Hölzerne Theater“. Seine Malerei und seine Motive, die bis in die 1990er Jahre räumlich und häufig sogar szenisch erschienen, verstand er als „gleichnishafte Zeichen“.

„Camaros Bühnen. Hauptwerke 1946 bis 1991“ widmet sich als Ausstellung nicht der Frage, ob es dem Maler um Abstraktion und Gegenständlichkeit ging. Im Vordergrund stehen die Bedeutungen, die Tiefe und die vielen menschlichen Aspekte, die Camaros Bilder nach wie vor eindringlich übermitteln.


Alexander Camaro (bürgerlich: Alphons Bernhard Kamarofski) wurde 1901 in Breslau geboren. Sein kreatives Leben war geprägt von den bildenden und darstellenden Künsten und beeinflusst vom Arbeits- und Ausstellungsverbot während der Nazi-Diktatur. Erst nach dem Krieg begann eine produktive malerische Phase. 1949 gehörte Camaro zu den Mitbegründern des legendären, surrealistisch geprägten Berliner Künstlerkabaretts “Die Badewanne”. Alexander Camaro war konzeptionell und darstellerisch tätig, u.a. als Maler, Tänzer und Pantomimenkünstler. 1951 erhielt er den Berliner Kunstpreis der Akademie der Künste. Ein Jahr später wurde er zum Professor für Malerei an die Hochschule für Bildende Künste Berlin berufen. Alexander Camaro starb 1992 in Berlin im Alter von 91 Jahren. 

CAMAROS BÜHNEN. Hauptwerke von 1946 bis 1991

WANN?

Freitag, 1. Oktober bis Donnerstag, 18. November 2021

Eröffnung

Donnerstag, 30. September 2021, 19 Uhr

Hinweis der Camaro Stiftung: Eine gelassene Atmosphäre bei einem Glas Sekt ist zur Zeit nur durch die Einhaltung der 2G-Pandemie-Regeln. Wir bitten daher alle Besucher:innen, uns vor dem Eintritt ihren entsprechenden Nachweis (geimpft/genesen) zu zeigen.

WO?

Alexander und Renata Camaro Stiftung, Potsdamer Straße 98a, 10785 Berlin-Tiergarten

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