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Donnerstag, August 11, 2022

12. Berlin Biennale: Alle Künstler:innen, Orte und Termine

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Die 12. Berlin Biennale findet vom 11. Juni bis 18. September 2022 statt und wird von Kader Attia in Zusammenarbeit mit Ana Teixeira Pinto, Đỗ Tường Linh, Marie Helene Pereira, Noam Segal und Rasha Salti kuratiert. Die Ausstellung ist an folgenden Orten zu sehen: Akademie der Künste, Hanseatenweg und Pariser Platz, Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, KW Institute for Contemporary Art und Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie (Adressen unten). Am Freitag, den 10. Juni, wird die Berlin Biennale um 19 Uhr zeitgleich an allen Ausstellungsorten eröffnet.

Abb. oben: Hamburger Bahnhof, Foto: Maximilian Meisse

Über die Ausstellung

Künstler:innen aus verschiedenen Teilen der Welt beschäftigen sich anlässlich der 12. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst unter dem Titel Still Present! mit den Hinterlassenschaften der Moderne und dem daraus resultierenden planetaren Notstand. Neben den künstlerischen Arbeiten sind in der Ausstellung historische Dokumente zu sehen, darunter politische und aktivistische Publikationen aus dem Archiv der Avantgarden – Egidio Marzona (AdA). Die Beiträge machen Verbindungslinien zwischen Kolonialismus, Faschismus und Imperialismus sichtbar und erproben dekoloniale Strategien für die Zukunft entlang einer Reihe von Fragen. Wie lässt sich eine dekoloniale Ökologie gestalten? Welche Rolle können feministische Bewegungen aus dem Globalen Süden bei der Wiederaneignung historischer Narrative spielen? Wie kann die Debatte um Restitution über die Rückgabe geplünderter Objekte hinaus produktiv gemacht werden? Lässt sich durch Kunst das Feld der Emotionen zurückgewinnen?

DEEDS NEWS - Stasi Zentrale Standort Berlin Campus 04 -c- Bundesarchiv
Stasi-Zentrale, Campus für Demokratie, Campus 04, © Bundesarchiv

Mit Arbeiten von:
Alex Prager; Amal Kenawy; Ammar Bouras; Antonio Recalcati, Enrico Baj, Erró, Gianni Dova, Jean-Jacques Lebel, Roberto Crippa; Ariella Aïsha Azoulay; Asim Abdulaziz; Basel Abbas und Ruanne Abou-Rahme; Binta Diaw; Birender Yadav; Calida Garcia Rawles; Christine Safatly; Clément Cogitore; DAAR – Sandi Hilal und Alessandro Petti; Dana Levy; Đào Châu Hải; David Chavalarias; Deneth Piumakshi Veda Arachchige; Driss Ouadahi; Dubréus Lhérisson; Elske Rosenfeld; Etinosa Yvonne; Florian Sông Nguyễn; Forensic Architecture; Haig Aivazian; Hasan Özgür Top; Imani Jacqueline Brown; Jean-Jacques Lebel; Jeneen Frei Njootli; Jihan El-Tahri; João Polido; Khandakar Ohida; Lamia Joreige; Lawrence Abu Hamdan; Layth Kareem; Mai Nguyễn-Long; Maithu Bùi; Marta Popivoda/Ana Vujanović; Mathieu Pernot; Mayuri Chari; Mila Turajlić; Mónica de Miranda; Moses März; Myriam El Haïk; Ngô Thành Bắc; Nil Yalter; Noel W Anderson; Olivier Marboeuf; Omer Fast; PEROU – Pôle d’Exploration des Ressources Urbaines; Prabhakar Kamble; Praneet Soi; Raed Mutar; Sajjad Abbas; Sammy Baloji; Simone Fattal; Susan Schuppli; Susana Pilar; Sven Johne; Taloi Havini; Tammy Nguyen; Taysir Batniji; Tejswini Narayan Sonawane; Temitayo Ogunbiyi; The School of Mutants (Boris Raux, Hamedine Kane, Lou Mo, Stéphane Verlet Bottéro, Valérie Osouf); Thùy-Hân Nguyễn-Chí; Tuấn Andrew Nguyễn; Uriel Orlow; Yuyan Wang; Zach Blas; Zuzanna Hertzberg

„So vielfältig und unterschiedlich die Kosmen sind, aus denen sich die menschliche Lebenswelt heute zusammensetzt – sie alle existieren inmitten der Verschwendung und Zerrissenheit, die den rasenden und zerstörerischen Produktionswettlauf des globalen Kapitalismus bestimmen. Während der Moderne hat unser Planet dicht aufeinanderfolgende, ruinöse Veränderungen durchlebt, die sich mit dem Beginn des dritten Jahrtausends noch in alarmierender Weise beschleunigt haben. Wir sind nicht zufällig an dem Ort angekommen, an dem wir uns heute befinden: Er ist aus über Jahrhunderte hinweg aufgebauten historischen Formationen hervorgegangen. In ihrem Egoismus haben die modernen westlichen Gesellschaften ihren eigenen liberalen Charakter als selbstverständlich vorausgesetzt und fälschlicherweise angenommen, dass das Gleichgewicht zwischen freiem Handel und allgemeinem Wahlrecht ein sich selbst regulierendes System mit universellen demokratischen Werten garantiert. Von diesem utopischen Versprechen haben wir eine dystopische Gesellschaft geerbt, die jede Verantwortung für das Chaos leugnet, das sie produziert. Die Welt ist von den Wunden gezeichnet, die im Laufe der Geschichte der westlichen Moderne entstanden sind. Werden sie nicht repariert, suchen sie unsere Gesellschaften weiterhin heim.“

Aus dem kuratorischen Statement von Kader Attia

Eröffnung

Am 10. Juni 2022, dem Vorabend des ersten Tages der Laufzeit, eröffnet die Ausstellung an allen Orten von 19–22 Uhr bei freiem Eintritt für das Publikum.

Eintritt

Eintritt alle Ausstellungsorte: 18 €
Gruppen ab 10 Personen, pro Person: 16 €
Eintritt ermäßigt: 9 €
Gruppen ermäßigt: 7 €
Freier Eintritt: Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt + Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie

Die Eintrittskarten berechtigen zum einmaligen Besuch aller Ausstellungsorte der 12. Berlin Biennale inklusive der weiteren Ausstellungen im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin und besitzen Gültigkeit für die gesamte Laufzeit.

Ermäßigung gilt für Schüler:innen, Studierende, Bundesfreiwillige, BBK-Mitglieder, Arbeitslose und Schwerbehinderte (mindestens 50 v. H. MdE) gegen Vorlage des Nachweises.

Freier Eintritt bis einschließlich 18 Jahre, für berlinpass-Inhaber:innen, Mitglieder der Freunde der KW und Berlin Biennale (KW Freunde e. V.) sowie an jedem ersten Sonntag im Monat.

Eintrittskarten sind in den KW Institute for Contemporary Art, in der Akademie der Künste, Pariser Platz, im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin und online erhältlich.

Tickets für den Museumssonntag sind nur online unter shop.museumssonntag.berlin buchbar.

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Akademie der Künste, Hanseatenweg, Foto: Timo Ohler

Geführte Rundgänge

Detaillierte Informationen zu den Rundgängen finden Sie auf der Website. Die Rundgänge laden zu Erkundungen innerhalb und außerhalb des Ausstellungsraums ein und schärfen den Blick, das Hören und das Denken anhand ausgewählter Themen. Fokustouren und Workshops sind kostenlos und werden von der Vermittlung der 12. Berlin Biennale organisiert.

Mehr Informationen: mediation@berlinbiennale.de, +49 30 24 34 59-67

Adressen + Öffnungszeiten

Akademie der Künste, Hanseatenweg
Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten/Moabit
Mi–Mo 11–19 Uhr, Di geschlossen
Rollstuhlgerecht

Akademie der Künste, Pariser Platz
Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte
Mi–Mo 11–19 Uhr, Di geschlossen
Rollstuhlgerecht

Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt
Wilhelmstraße 92, 10117 Berlin-Mitte
Kann jederzeit besichtigt werden (Schaufenster)
Rollstuhlgerecht

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
Invalidenstraße 50–51, 10557 Berlin-Mitte
Di–Fr 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr, Sa–So 11–18 Uhr, Mo geschlossen
Bedingt rollstuhlgerecht

KW Institute for Contemporary Art
Auguststraße 69, 10117 Berlin-Mitte
Mi–Mo 11–19 Uhr, Di geschlossen
Bedingt rollstuhlgerecht

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103, Haus 7 und 22, 10365 Berlin-Lichtenberg
Mi–Mo 11–18 Uhr, Di geschlossen
Bedingt rollstuhlgerecht
Rundgänge

Die Berlin Biennale wird organisiert vom KUNST-WERKE BERLIN e. V. Die Berlin Biennale wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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