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Freitag, April 19, 2024

Soft Power – DAS MINSK | 16.03.-11.08.2024

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DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam zeigt ab 16. März 2024 die Gruppenausstellung Soft Power, die Textilgestaltung als künstlerisches Ausdrucksmittel vorstellt, mit dem Machtverhältnisse infrage gestellt werden können. Die Ausstellung wird von Daniel Milnes kuratiert, der seit Juni 2023 als Kurator am MINSK arbeitet. 

Abb. oben: Qunnie Pettway, Flying Swallows [Flugschwalben], ca. 1978. Courtesy Joeann West und Alison Jacques, London © Qunnie Pettway / Artists Rights Society (ARS), New York / DACS, London und VG Bild-Kunst, Bonn 2023, Foto: Michael Brzezinski

Die Ausstellung begreift Textilien nicht nur als handwerklich oder industriell gefertigte Objekte, sondern auch als Teil von Systemen. Dazu gehören die Produktions- und Handelsnetze, die Textilien und Menschen über den gesamten Globus bewegen, genauso wie die Geschichten, Kartografien und Kosmologien, die sich um sie herum entfalten. Auch ihre Verwendung als integraler Bestandteil unserer täglichen Routinen und besonderen Rituale wird untersucht. Die Ausstellung gliedert sich in drei ineinander verwobene Kapitel.

Soft Power zeigt Arbeiten von Magdalena Abakanowicz, Caroline Achaintre, Wilder Alison, El Anatsui, Leonor Antunes, Ouassila Arras, Rufina Bazlova, Kevin Beasley, Mariana Chkonia, Edith Dekyndt, Claus Dobberke, Toni Ebel, Gee’s Bend Quiltmakers, Philipp Gufler, William Kentridge, Maria Lai, Joanna Louca, Manuel Mathieu, Rosemary Mayer, Elrid Metzkes, Małgorzata Mirga-Tas, Sandra Mujinga, Gulnur Mukazhanova, Otobong Nkanga, Willem de Rooij, Ramona Schacht, Gabriele Stötzer, Sung Tieu, Johanna Unzueta, Hamid Zénati und anderen. 
DEEDS.NEWS-Das Minsk-Soft Power-Hamid Zénati
Hamid Zénati inszeniert eine von seinen Textilarbeiten als performative Skulptur im Meer während einer Reise, 1990er Jahre, Foto: Hamid Zénati © Hamid Zénati Estate 

Im Kapitel »Unsichtbare Hände« stehen die Produktionsbedingungen von Textilien und deren Rohmaterialien im Vordergrund – unter anderem auch am Beispiel der Geschichte der Leipziger Baumwollspinnerei und des VEB Vowetex in Plauen. Darüber hinaus widmet sich eine Auswahl von Wandbehängen und Archivmaterial der Geschichte des Zirkels für künstlerische Textilgestaltung Potsdam und seiner Position im staatlich geförderten Freizeitprogramm der DDR, dem sogenannten „künstlerischen Volksschaffen“.  

Die Arbeiten im Kapitel »Muster durchbrechen« verweigern sich formalen Vorgaben und zeigen, wie Textilkunst soziale Normen und Machtmechanismen infrage stellen kann, indem sie die scheinbar unendlichen Wiederholungen einer festen Ordnung durchbrechen.

Das Kapitel »Fäden der Vorfahr:innen« befasst sich mit der Frage, wie Textilien zum Gedenken an die uns Vorausgegangenen verwendet werden – seien es direkte Vorfahr:innen oder solche, deren Geschichten und Lebensweisen unsere eigenen Realitäten beeinflussen. So, wie sich einzelne Fäden zu Geweben und größeren Netzwerken verbinden können, beziehen sich die historischen und zeitgenössischen Arbeiten in diesem Kapitel auf vergangene Traditionen, die bis heute nachwirken.

WANN?

Samstag, 16. März – Sonntag, 11. August 2024 

Öffnungszeiten:
Täglich außer dienstags 
Mittwoch bis Montag 10–19 Uhr

WO?

DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam 
Max-Planck-Straße 17
14473 Potsdam

KOSTET?

10 Euro, 8 Euro ermäßigt

Kombiticket 20 Euro, 12 Euro ermäßigt
– Das Kombiticket ist für das Museum Barberini und DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam gültig. 

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