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Samstag, Mai 18, 2024

Emma Enderby wird neue Direktorin der KW Institute for Contemporary Art

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Die KW Institute for Contemporary Art geben die Ernennung von Emma Enderby als Direktorin ab dem 15. Mai 2024 bekannt. Emma Enderby ist Kuratorin, Autorin und Dozentin für moderne und zeitgenössische Kunst. Zurzeit leitet sie als Hauptkuratorin die Abteilung Programm und Forschung am Haus der Kunst in München.

Abb. oben: Emma Enderby, Photo: Manuel Nieberle

„Ich freue mich auf diese neue Reise und danke dem Vorstand und der Findungskommission, dass sie mir die Leitung der KW anvertrauen, einem Ort in Berlin, der schnell und flexibel auf die Herausforderungen unserer Zeit reagieren und sie ins Zentrum seiner Arbeit stellen kann. Für mich sind die KW einzigartig in der Berliner Kunstlandschaft, denn sie bieten Künstler*innen und einer breiteren Kulturszene ein Zuhause, und ich möchte zeigen, dass Berlin und die KW ein zentraler Dreh- und Angelpunkt für die Künste sind“, erklärt Enderby zu ihrer Berufung.

Seit Beginn ihrer Tätigkeit am Haus der Kunst im Jahr 2021 kuratierte Enderby die Ausstellung Tony Cokes. Fragments, or just Moments und eine dezentrale Ausstellung mit Rirkrit Tiravanija. Zuvor war die Britin als leitende Kuratorin von The Shed, New York an der Gründung der Institution und deren multidisziplinären Gesamtprogramm beteiligt und kuratierte die Retrospektive Agnes Denes. Absolutes and Intermediates sowie Tomás Saraceno. Particular Matters, Ian Cheng. Life after BOB sowie Ausstellungen und Auftragsprojekte mit Trisha Donnelly, Tony Cokes, Oscar Murillo, Lynn Hershman Leeson und Carrie Mae Weems. Emma Enderby war in verschiedenen Institutionen wie dem Public Art Fund beschäftigt, in dem sie unter anderem die Gruppenausstellungen Commercial Break und The Language of Things sowie Tauba Auerbach: Flow Separation kuratierte. Als Ausstellungskuratorin bei den Serpentine Galleries, London organisierte sie zahlreiche Projekte und Ausstellungen, unter anderem mit Hilma af Klint, Rachel Rose, Trisha Donnelly und Adrián Villa Rojas. Enderby arbeitet zudem als Gastdozentin und Kritikerin; sie hat Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und Institutionen inne und ist für zahlreiche Publikationen und Kataloge als Redakteurin und Autorin verantwortlich. Ihr Studium absolvierte Emma Enderby am University College London und an der University of Oxford.

„Wir sind stolz, dass wir nach einem spannenden Auswahlprozess und einer einstimmigen Wahl Emma Enderby als neue Direktorin bekanntgeben dürfen. Mit weitgespanntem programmatischem Elan kommt sie als Hauptkuratorin von The Shed, New York und nun vom Haus der Kunst, München ab Mitte 2024 an die KW. Ihre engagierte Herangehensweise an ökologische Fragen, der Fokus auf Positionen außerhalb des traditionellen Kanons sowie auf Berlin als internationalem Knotenpunkt haben uns begeistert und überzeugt.
Wir danken Krist Gruijthuijsen für sein perspektivreiches, mutiges Programm, mit dem er seit 2016 die KW einem vielfältigen Publikum geöffnet und durch Kooperationen mit internationalen Institutionen fantastisch vernetzt hat“, so Vorstandsvorsitzende Katharina Grosse.

Emma Enderby tritt die Nachfolge von Krist Gruijthuijsen an, der das Haus im kommenden Jahr nach acht Jahren verlässt. Gruijthuijsen ist seit dem 1. Juli 2016 Direktor der KW; sein Vertrag war durch den Vorstand bereits 2021 um weitere drei Jahre verlängert worden. Emma Enderby beginnt ihr Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm ab Januar 2025; bis dahin wird dies weiterhin von Krist Gruijthuijsen und seinem kuratorischen Team verantwortet.

Der Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Joe Chialo: „Die KW sind mehr als das Zentrum der Kunstentstehung nach der Wende in Berlin – sie sind ein Ort, an dem die Fäden der zeitgenössischen Kunst zusammenlaufen, ein Treffpunkt, ein Forschungsraum. Ihr Gründungsdirektor Klaus Biesenbach, heute an der Neuen Nationalgalerie, hat dort etwas ins Rollen gebracht, was bis heute nicht an Geschwindigkeit verloren hat. Es freut mich, dass mit Emma Enderby nun eine Direktorin gewonnen werden konnte, die Exzellenz aus München, London und New York mitbringt und die das Haus ab 2025 in eine neue künstlerische Ära führen wird. Ein Gewinn für Berlin! An dieser Stelle gilt mein herzlichster Dank Krist Gruijthuijsen, dem aktuellen Direktor, der in den letzten sieben Jahren atemberaubende Ausstellungen und Veranstaltungen realisiert und die KW entschieden geprägt hat.“

Gruijthuijsens kuratorische Vorstellungen haben in den letzten Jahren entscheidend zur Diversifizierung des Programms der KW beigetragen. Sein Engagement für diskursive Formate brachte zudem eine stärkere lokale und internationale Vernetzung der KW mit sich. Unter seiner Leitung konnten die KW ihre internationale Bedeutung, die Besucher*innenzahlen und ihre finanziellen Ressourcen erheblich steigern. Das Programm hat zahlreiche historische und zeitgenössische künstlerische Positionen aufgegriffen und gestärkt, und die öffentliche Wahrnehmung und die Veranstaltungstätigkeit wurden mit großem Erfolg ausgebaut.

Das Findungsverfahren für die neue Leitung des Hauses wurde durch den KUNST-WERKE BERLIN e. V., Trägerverein der KW Institute for Contemporary Art und der Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst, in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt als Zuwendungsgeberin der KW organisiert. Auf Einladung des damaligen Vorstands des Trägervereins – Katharina Grosse (Vorsitzende), Julia Stoschek (zweite Vorsitzende) und Matthias Sauerbruch (Schatzmeister) – wurden 30 renommierte Vertreter*innen des internationalen Kunstbetriebes gebeten, jeweils eine*n Kandidat*in für die zukünftige Direktor*innenschaft der KW vorzuschlagen. Nach Sichtung der eingegangenen Bewerbungsunterlagen hat sich die Findungskommission, der neben dem Vorstand des KUNST-WERKE BERLIN e. V. auch Gabriele Horn, Direktorin der Berlin Biennale, zwei Vertreter*innen der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie zwei Vertreter*innen der internationalen Kunstpraxis, Andrea Lissoni (Direktor Haus der Kunst, München) und Haegue Yang (Künstlerin, Berlin/Seoul), angehörten, auf eine Shortlist von Kandidat*innen verständigt. Nach Anhörung der Kandidat*innen der Shortlist hat sich die Findungskommission unter dem Vorsitz von Katharina Grosse einstimmig für Emma Enderby als zukünftige Direktorin der KW entschieden.

WO?

KW Institute for Contemporary Art
Auguststraße 69
10117 Berlin

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